Villa Swoboda

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Die Villa im Detail

Die Villa Swoboda, heute Casa Austria, Wohnsitz von Karl Habsburg-Lothringen, wurde 1869 von Karl Stattler erbaut.

Geschichte

Das in der Neuzeit als einer der größten Höfe von Anif geltende Mayrhofergut, in Grundherrschaft des Bistums Chiemsee, geriet im späten 19. Jahrhundert in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Wilhelm Swoboda, ein Großhändler aus Wien für pharmazeutische Produkte, kaufte 1866 ein mehrere tausend Quadratmeter großes Grundstück samt dem Mayerhofergut.

Er ließ das nun umzäunte Gelände im Stil eines Englischen Gartens anlegen und beauftragte den Wiener Architekten Karl Sattler mit der Errichtung einer hochherrschaftlichen Villa im Neorenaissancestil.

Als am 10. Mai 1881 Kronprinz Rudolf von Österreich Prinzessin Stephanie von Belgien heiratete, verbrachten die beiden zunächst die Hochzeitsnacht im kaiserlichen Schloss Laxenburg bei Wien. Stephanie soll sich aber über die mangelhafte Ausstattung beschwert haben und da Hellbrunn als eine der Flitterwochenstationen ausgewählt war, wollte man ähnliche Beschwerden vermeiden und mietete von Wilhelm Swoboda die Villa Swoboda für das kaiserliche Paar an.

Sophie Gräfin Arco-Steppberg, die einzige Tochter von Alois Graf von Arco-Steppberg, dem Besitzer vom Wasserschloss Anif, war mit bayerischen Grafen Ernst von Moy de Sons verheiratet. Sie kaufte 1904 die Villa Swoboda. 1910 erwarb die Gräfin auch das Mayrhofergut. Von Gräfin Sophie ging die Villa Swoboda ebenso wie das Wasserschloss Anif mit der Gutsverwaltung an ihren Neffen Johannes Graf von Moy. Diese hatte schon früher die Verwaltung für seine Tante erledigt und ließ in den späten 1990er Jahren die Villa gründlich renovieren und stellte sie Karl Habsburg-Lothringen als Wohnsitz zur Verfügung.

Quelle

  • Heinz Dopsch, Ewald Hiebl Kultur, Geschichte und Wirtschaft von Anif, Niederalm, Neu-Anif, 2003, Herausgeber: Gemeinde Anif