Unipark Nonntal

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Unipark Nonntal 2012

Der Unipark Nonntal ist das aktuell größte und meistfrequentierte Gebäude der Universität Salzburg.

Allgemeines

Der Unipark befindet sich im Salzburger Stadtteil Nonntal an der Josef-Preis-Allee und beherbergt die Fachbereiche Anglistik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Linguistik, Romanistik, Slawistik sowie Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg. Der Komplex bietet 350 Lehrenden und gut 5 500 Studierenden Platz.

Das Unipark-Projekt der in einem internationalen Architekturwettbewerb erfolgreichen Architekten Storch, Ehlers & Partner aus Hannover sah einen zweigeschoßigen Bau vor, der auf Sockeln gebaut wurde und so auch Fußgängern einen barrierefreien Durchgang durch das Objekt ermöglicht. Das Gebäude hat rund 17 000 Quadratmeter Nutzfläche.

Im Zentrum befindet sich eine große Bibliothek sowie ein Audi Max, drei weitere große Hörsäle und neun Seminarräume. Der Bau wird von großzügigen Glasflächen sowohl an der Außenfassade als auch im Innenausbau dominiert. Das bedeutet reichlich Tageslicht und auch viele Einblicke in die Hörsäle und Büros. Mit Hilfe von an der Außenfassade angebrachten Aluminium-Lamellen kann die Sonneneinstrahlung von jedem Zimmer aus auf Knopfdruck reguliert werden, was neben dem Vorteil der individuellen Steuerung abgestimmt auf die Bedürfnisse des Einzelnen auch eine Lebendigkeit im äußeren Erscheinungsbild mit sich bringt.

Die Hälfte des Energiebedarfs für den Betrieb des Gebäudes kommt aus einer der größten Geothermie-Anlagen Österreichs. Im Außenbereich wurden 56 Rohre 200 Meter tief in den Boden gebohrt und mit einem Wasser-Glykol-Gemisch gefüllt. Durch diesen guten Wärmeleiter kann der Temperaturunterschied zur Erdoberfläche für die Energiegewinnung genutzt werden.

Der Eigentümer des Gebäudes, die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), baute auf dem Gelände rund 100 Autoabstellplätze für die Universität. Auch die von der Stadt Salzburg gewünschten 120 zusätzlichen öffentlichen Parkplätze wurden nach langem Tauziehen um die Finanzierung in das Projekt einbezogen.

Die BIG investierte 54 Millionen Euro. Von der Stadt kamen 16 Millionen Euro, wobei der größte Teil in das Sportzentrum Mitte fließt, das wie die 2005 fertiggestellte ARGEkultur und ein Wohnbau der Gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsgenossenschaft "SALZBURG" zum Ensemble Unipark gehören.

Geschätzte 1,26 Millionen Euro flossen in die Gestaltungsmaßnahmen rund um das Projekt Unipark Nonntal. So ist nunmehr der Naturraum Freisaal direkt von der Altstadt aus erreichbar. Weiters wurden die Straßen und Plätze attraktiver gestaltet. Herzstück der Neugestaltung waren die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung rund um die neue Universität im Bereich der Erzabt-Klotz-Straße, Karl-Weiser-Platz und Josef-Preis-Allee. Die Einfahrt von Norden in die Erzabt-Klotz-Straße ist nicht mehr möglich sein. Der bestehende Busterminal wurde verlagert. Die Josef-Preis-Allee wurde optisch neu gestaltet. Darüber hinaus entstand ein neues Netz an Geh- und Radwegen. Eine neue Straße, die Ulrike-Gschwandtner-Straße, die von der Akademiestraße Richtung Norden führt, verbindet die neue Universität mit dem Sportzentrum Mitte und der ARGEkultur und erlaubt dem Stadtbus und Radfahrern die Durchfahrt in die Josef-Preis-Allee.

Auf dem Dach des Uniparks befindet sich das Café Unikum Sky, das einen herrlichen Rundblick auf die Stadtberge und das Nonntal bietet.

Bauphase

Baubeginn war am 6. Dezember 2007, der offizielle Spatenstich für das Projekt erfolgte am 24. Jänner 2008, im August 2011 übersiedelten die Institute in den Bau, der im Oktober 2011 endgültig fertiggestellt wurde und am 13. Jänner 2012 offiziell unter anderem im Beisein von Bundesminister Karlheinz Töchterle, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und Bürgermeisterstellvertreter Martin Panosch eröffnet wurde.

Auszeichnung

2012 wurde der Unipark Nonntal mit dem Landesarchitekturpreis ausgezeichnet.

Bildergalerie

Bilder aus der Planungs- und Bauphase

Quelle

Teilen