Ulrike Gschwandtner

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Ulrike Gschwandtner (* 20. Juli 1965 in Werfen, † 3. Juli 2007 am Gasherbrum II in Pakistan) war eine Bergsteigerin.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

In Ulrike Gschwandtners Leben gab es zwei rote Fäden, ihr Engagement im Bereich Sozialwissenschaft und das Bergsteigen. Die von ihr beruflich und persönlich eingenommenen Positionen, nicht nur (aber vor allem) im Bereich Frauenrechte und Gleichbehandlung, waren fachlich stets fundiert und ohne Rücksichtnahme auf Traditionalisten immer eindeutig. Ihre Lehrtätigkeit und ihre Forschungs- und Projektarbeit zielten klar auf Veränderung ab.

Ihre zweite Leidenschaft galt dem Hochgebirge. Mit der Expedition auf den Gasherbrum II erfüllte sie sich einen Lebenstraum. Der Gipfelsieg ist ihr versagt geblieben. Ulrike Gschwandtner verstarb am 3. Juli 2007 am Gasherbrum II in Pakistan im 42. Lebensjahr - sie wurde tot in ihrem Zelt im Basislager aufgefunden. Sie verstarb - nach Angaben von Höhenbergsteigern - möglicherweise an Herz- und Kreislaufversagen. Sie wurde in Werfen begraben.

Bildungsbiografie

Berufsbiografie

Laufende Tätigkeiten

Wissenschaftspreise

Ulrike-Gschwandtner-Straße

Über Initiative von Barbara Wolf-Wicha wurde die Straße im Uni-Park Nonntal, an der auch das Sportzentrum Mitte und das Kulturgelände Nonntal liegen, Ulrike-Gschwandtner-Straße benannt. Ihre Begründung wird hier auszugsweise wieder gegeben:

Wissenschaftliches Grundverständnis

„Ulli Gschwandtner hat das Studium der Sportwissenschaft, Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Salzburg absolviert. Als Studierendenvertreterin hat sie sich für die Anliegen der Studierenden eingesetzt und war unter anderem Mitbegründerin der „Historikerinnengruppe an der Universität Salzburg“. Mit der Ausstellung: „Frauen im Nationalsozialismus“ und den begleitenden Veranstaltungen (Vorträge/Workshops) am ehemaligen Institut für Geschichte erzielte diese studentische Initiative österreichweite Aufmerksamkeit.

Ulli Gschwandtner stand in den wissenschaftlichen Traditionen

Sie war als Wissenschafterin nie ausschließlich am Erkenntnisgewinn orientiert. Der Wissenstransfer gehörte zu den ureigensten Anliegen Gschwandtners. Sie bediente sich dabei verschiedener Methoden und Settings, um zielgruppenspezifische Zugänge auch treffsicher finden zu können. Wissenschaft, Theorie und politische Praxis bildeten in ihrem Handeln eine Einheit.

Alle diese Aktivitäten hatten das Ziel, Nachwuchswissenschafterinnen zu bestärken, ihnen Fachwissen, aber auch strategisches Wissen über Wissenschaft und Wissenschaftspolitik zu vermitteln und sie so auf ihren Karrierewegen als Forscherinnen zu unterstützen und zu begleiten.

Pionierarbeit in der Forschung

Ulli Gschwandtner hat mit ihren Forschungsarbeiten zum einen neue Themenfelder aufgegriffen, zum anderen innovative methodische Herangehensweisen gewählt und weiterentwickelt. Schließlich ist der auf Selbstreflexion aufbauende Forschungsansatz hervorzuheben. Bei vielen wissenschaftlichen Arbeiten stellte psychoanalytische Supervision einen wesentlichen methodischen Baustein dar (etwa in der Brustkrebsstudie oder in der Studie zu Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen im Bundesland Salzburg). Mag. Ulli Gschwandtner hat ihre Forschungsarbeit stets im Kontext gesellschaftspolitischer Verhältnisse betrieben. Ihr Anliegen war es, gesellschaftliche Verhältnisse besser verstehen, vor allem aber, unbefriedigende Verhältnisse ändern zu können.

Befähigung zur Betätigung in unterschiedlichen Rollen

Und vor allem: sie war ein Mensch, der offen und aufgeschlossen die unterschiedlichen Herausforderungen der verschiedenen Aufgabenbereiche angenommen hat, mit einem hohen Maß an Sensibilität und kontinuierlichem Bemühen um ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit.“

Quellen

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