Totenbretter

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Totenbretter am Thalgauberg
Leichbretter im Pinzgau

Totenbretter sind eine im Alpenraum weit verbreitete Tradition der Aufbewahrung Verstorbener gewesen.

Dabei hat man Verstorbene bis zu ihrem Begräbnis waagrecht aufbewahrt. Nach ihrem Begräbnis hat man diese Totenbretter als Erinnerung an den Verstorbenen am Wegrand aufgestellt. Noch heute finden sich u. a. im Bayerischen Wald vereinzelt solche aufgestellten Totenbretter. Oder, wie im Beispiel Ebenau an der Wand der Waschmühle zu sehen ist, auch im Salzburger Land.

Auch in Thalgau war das Anbringen von Totenbrettern üblich. Sie wurden meist an Weggabelungen aufgestellt, an denen der Verstorbene in seinem Leben oft vorbei ging. Am Thalgauberg gab es einen eigenen Kirchenweg nach Thalgau, er führte durch den Wald, dort gab es zahlreiche Totenbretter, auf Bäumen angebracht. Sie wurden üblicherweise einige Zeit nach dem Ableben des Verstorbenen durch dessen Angehörige angebracht. Meist waren nur Name und Geburt u. Sterbedatum angeführt.

Im Gegensatz dazu weisen die ähnliche Bedeutung aufweisenden Leichenbretter z. B. im Pinzgau wesentlich mehr Inhalte über das Leben und Ableben der Verstorbenen auf.

Bild Waschmühle

Quellen