Sankt Johann im Pongau
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| Karte | |
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| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | St. Johann im Pongau (JO) |
| Fläche: | 78,12 km² |
| Geografische Koordinaten: | Länge 13.2 / 13° 11' 60", Breite 47.35 / 47° 21' 0" |
| Höhe: | 616 m ü. A. |
| Einwohner: | 10500 (Stand 2004) |
| Postleitzahl: | 5600 |
| Vorwahl: | 06412 |
| Gemeindekennziffer: | 50418 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 10 Katastralgemeinden |
| Gemeindeamt: | Hauptstraße 18 5600 St. Johann im Pongau |
| Offizielle Website: | www.stjohannimpongau.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Günther Mitterer (ÖVP) |
| Gemeinderat: | 25 Mitglieder: 14 ÖVP, 6 SPÖ, 3 FPÖ, 2 Grüne |
Sankt Johann im Pongau ist die Bezirkshauptstadt und die Einwohner stärkste Stadt des Pongaus.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Die Stadtgemeinde liegt ca. 60 km südlich von Salzburg im Salzachtal. Im südöstlich gelegenen Stadtteil Alpendorf sind die meisten Hotels angesiedelt und im Winter bietet der Gern (auch Gernkogel, 1.787 m ü. A.) Wintersportmöglichkeiten.
| Bevölkerungs- entwicklung | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 2.983 |
| 1880 | 3.246 |
| 1890 | 3.139 |
| 1900 | 3.167 |
| 1910 | 3.545 |
| 1923 | 3.464 |
| 1934 | 3.721 |
| 1939 | 3.913 |
| 1951 | 5.298 |
| 1961 | 5.777 |
| 1971 | 6.556 |
| 1981 | 7.680 |
| 1991 | 8.855 |
| 2001 | 10.259 |
Katastralgemeinden
KG Einöden, KG Floitensberg, KG Ginau, KG Hallmoos, KG Maschl, KG Plankenau, KG Reinbach, KG Rettenstein, KG St. Johann im Pongau und KG Urreiting
Stadtgliederung
Der Stadtteil Alpendorf stellt einen wichtigen Beitrag für den Fremdenverkehr dar.
Nachbargemeinden
Mitterberghütten, das zu Bischofshofen gehört, Wagrain und Schwarzach;
Geologie
St. Johann im Pongau liegt im Bereich der Pongauer Grasberge.
Geschichte
Ausgrabungen lassen darauf schließen, dass bereits in der Bronzezeit, zirka 2000 vor Christus, die Umgebung des heutigen Marktes besiedelt war. Ebenso gibt es Spuren aus der Kelten- und Römerzeit. Aus dem Jahre 924 gibt es erzbischöfliche Aufzeichnungen, die das Gebiet des heutigen St. Johann benennen. In den Jahren der Bauernkriege 1525/1526 schlossen sich die St. Johanner den Protestantenaufständen gegen den Erzbischof von Salzburg an. Die Folge war Plünderung und Zerstörung des Marktes. Im 18. Jahrhundert, wurden 2500 Protestanten aus St. Johann vertrieben. Im 17. Jahrhundert war St. Johann auch Sitz eines Pflegegerichts, wie im Atlas Salisburgensis vom Salzburger Kartografen Joseph Jakob Fürstaller angeführt. Am 31. Mai 1855 wurde fast der ganze Ort, einschließlich der Kirche durch einen Großbrand vernichtet. Der Erste Weltkrieg forderte 118 gefallene St. Johanner. Während der Zeit des Nationalsozialismus trug der Ort den Namen Markt Pongau und beheimatete unter anderem das Kriegsgefangenenlager Stalag XVIII C (317) Markt Pongau. 1955 begann nach dem Abzug der US-Truppen eine rege Bautätigkeit. St. Johann erlebte einen enormen Wirtschaftsaufschwung und wurde zum Schulmittelpunkt. Besonders der Fremdenverkehr entwickelte sich im Laufe der Jahre zum bedeutenden Wirtschaftszweig.
Am 24. Juni 2000, am Tag des Namenspatrons, erhielt St. Johann das Stadtrecht.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kultur/Theater
- Abwechselnd im Zweijahresrhythmus wird von der Stadt St. Johann im Pongau ein Kulturpreis und ein Förderpreis vergeben.
- Regelmäßige Lesungen und Konzerte aus allen Musikrichtungen (Jazz, Rock, Blues, Folk, Klassik) sowie Ausstellungen von ehemaligen St. Johanner Gymnasiasten, die jetzt zum Großteil an der Akademie der Bildenden Künste Wien studieren, Diskussionsforen (z.B. zum Thema Entwicklungshilfe in Bolivien, aber auch zum Kulturleitbild der Stadt St. Johann) im s.g. Kultruverein St. Johann "Kultur:Plattform" (im Haus der Musik).
- Theatergruppe des Trachtenvereins St. Johann im Pongau
Musik
- Bauernmusik
- Bürgermusik
- Singkreis St. Johann
- St. Johanner Chor "sine nomine"
- Kirchenchor St. Johann im Pongau
- Chor "Tabula Rasa"
- überregionaler Volksmusikpreis "Pongauer Hahn"
Bauwerke
Pfarrkirche St. Johannes
Die zweitürmige Pfarrkirche mit gotischem Holzbildwerk ist das Wahrzeichen von Sankt Johann und wurde zu Ehren der Hll. Johannes des Täufers und Johannes Evangelista gebaut. Die mächtige Lage über dem Salzachtal sowie der majestätische Innenraum machen die Pfarrkirche zu einem besonderen Bauwerk kirchlicher Architektur und brachten ihr, obwohl die Kirche nie Bischofssitz war, im Volksmund den Beinamen "Pongauer Dom" ein.
Annakapelle
- Hauptarikel: Annakapelle
Die Annakapelle steht zwischen der Wagrainer Straße und der Pfarrkirche.
St. Vinzenz Friedenskirche
- Hauptartikel: St. Vinzenz Friedenskirche
Die St. Vinzenz Friedenskirche steht am Westgipfel des Hochgründecks, 1811 m ü. A., unmittelbar an der Grenze zu Bischofshofen. Sie wurde von Hermann Hinterhölzl, dem Hüttenwirt des Heinrich Kiener Hauses errichtet.
Naturdenkmäler
Liechtensteinklamm
- Hauptarikel: Liechtensteinklamm
In der Nähe von St. Johann ist die Liechtensteinklamm als eine der tiefsten Wildwasserschluchten in den Alpen ein einzigartiges Naturphänomen.
Schaubergwerk Arthurstollen
- Hauptartikel: Schaubergwerk Arthurstollen
Funde deuten auf eine erste Besiedlung des Gebietes in der Bronzezeit ca. 2000 v. Chr hin, speziell die Stollensysteme für den Kupferabbau im "Arthurstollen" und hölzernen Grubeneinbauten, mit einem durch die Radiocarbonmethode ermittelten Alter von ca. 3000 - 3700 Jahren.
Sport
Als Tourismusregion bietet Sankt Johann im Pongau seinen Gästen sowohl im Winter als auch im Sommer ein vielfältiges Freizeit- und Sportprogramm.
Schwimmbad
Das erste in St. Johann errichtete Schwimmbad, ein Moorbad, wurde um das Jahr 1885 durch Ausheben eines Teiches auf der linken Salzachseite errichtet. Später, um etwa 1890 wurde oberhalb des Schulgebäudes eine Badeanstalt errichtet in dem warme Wannenbäder verabreicht wurden und in dem auch ein betoniertes Wasserbecken vorhanden war, aber so klein, dass man darin kaum schwimmen konnte. 1903 begann man mit dem Bau des Schwimmbades an der Nordseite des Ortes. 1938 übernahm die Gemeinde den Umbau und die Erweiterung der Anlage. Nach mehreren Umbauten entstand das heutige Schwimmbad mit 50 m Länge, Sprungturm und Wasserrutsche.
Wintersport
- Skifahren und Snowboarden in der Salzburger Sportwelt und auf dem St. Johanner Hausberg dem Hahnbaum
- Langlaufen
- Eislaufen und Eishockey
- Rodeln
- Winterwandern
Aktivitäten im Sommer
- Wandern
- Rad & Bike
- Laufen & Nordic Walking
- Baden
- Golf
- Tennis & Squash
- Beauty & Wellness
Einige Sportvereine in St. Johann im Pongau
- Billardclub UBSC Pongau
- Bogenschützenverein
- Eisschützenclub
- Fechtsportclub
- Heeressportverein
- TSV St. Johann im Pongau
- Österreichischer Turnerbund
- Tauchergruppe
- Tennisclub Sankt Johann im Pongau
- WSV St. Johann (Wintersportverein)
- Union Karate Club Yoseikan Pongau
Kulinarische Spezialitäten
Einige Gastronomiebetriebe und Restaurants in St. Johann:
- Mevlana - Türkische Spezialitäten -
- Oberforsthofalm -
- Platzl
- Restaurant Alpendorf
- Verwöhnhotel Berghof
- Vinothek-Bar-Bistro Sobietzki (Konkurs 2006 !)
Das Kochbuch der St. Johanner Bäuerinnen mit dem Titel "Was gibt's heit?"
Verkehr
Die Stadtgemeinde St. Johann ist mit dem Auto über die Tauernautobahn A 10, Knoten Bischofshofen, Ausfahrt St. Johann, weiter auf der B 311, der Pinzgauer Straße, in ca. fünf Kilometern erreichbar. Daneben gibt es eine Bahnanbindung über die Westbahn, der Giselabahn, von bzw. nach Salzburg. Die Pinzgauer Straße verbindet St. Johann vom Norden kommend mit Bischofshofen und nach Süden folgend mit Schwarzach und in weiterer Folge mit Zell am See. Nach Osten führt die B 163, Wagrainer Straße, nach Wagrain.
Bildung
Geschichte
Bis nach dem ersten Weltkrieg war die Volksschule die einzige Schule in St. Johann. 1917 übersiedelte das „Elisabethinum“, die Haushaltungsschule, der Halleiner Schulschwestern nach St. Johann. Die Einführung einer Hauptschule war anfangs sehr umstritten, trotzdem wurde 1930 unter großem Aufwand ein Anbau an die Volksschule errichtet in dem die Hauptschule untergebracht wurde. Die neue Schule setzte sich durch und erhielt in den 60er Jahren ein eigenes Schulgebäude. 1962 wurde der Polytechnische Lehrgang eingerichtet und erhielt 1982 ebenfalls ein eigenes Schulgebäude. Auf Initiative einiger St. Johanner kam es 1953 zum Bau eines Gymnasiums. 1955 wurde die Errichtung einer Handelsschule beschlossen. Anfänglich war die Schule in der alten Hauptschule untergebracht und übersiedelte 1956 in die ehemalige amerikanische Schule auf dem Gelände der Krobatinkaserne. 1975 begann man mit dem Bau eines Handelsakademiegebäudes, das 1978 eröffnet wurde. Seit 2007 ist in diesem Gebäude auch eine Klasse der HTL Saalfelden, Zweig Mechatronik, untergebracht.
Schulen
- Elisabethinum Schulen für wirtschaftliche Berufe
- Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule St. Johann im Pongau
- Höhere Technische Bundeslehranstalt Saalfelden/HL Mechatronik Präzisionstechnologie St. Johann (einbezogen in die HAK und HASCH)
- Landesberufschule St. Johann im Pongau
- Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium und Bundesoberstufenrealgymnasium St. Johann im Pongau
- Polytechnische Schule St. Johann im Pongau
- Volksschule am Dom, St. Johann I
- Volksschule neu St. Johann
- Hauptschule - Musik- und Werkhauptschule St. Johann im Pongau
- Musikum St. Johann im Pongau
- Salzburger Bildungswerk
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
- 14 ÖVP – stellt den Bürgermeister Günther Mitterer
- 6 SPÖ – stellt den Vizebürgermeister Fritz Neu
- 3 FPÖ
- 2 Grüne
Wappen
1929 erhielt St. Johann im Pongau das Recht zur Führung eines Wappens. Es zeigt auf einem Schild die Figur des Hl. Johannes auf rotem Hintergrund.
Städtepartnerschaften
St. Johann unterhält seit 1977 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Lage in Lippe im Norden Deutschlands. Die Partnerschaft ist durch wirtschaftliche Beziehungen entstanden. Der Lagenser Stadtrat Gustav Bergmann hat für seine Polstermöbelerzeugung ein Zweigwerk in St. Johann errichtet. Durch die dabei entstandenen Kontakte mit der Gemeindeführung wurde der Gedanke der Städtepartnerschaft geboren.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Franz Aigner (* 14. September 1967), Fußballspieler (Austria Salzburg, Sturm Graz, Nationalmannschaft)
- Manfred Grabler (* 27. Mai 1947), ehemaliger Skirennläufer für Australien
- Gerald Mild (* 8. April 1962), Tennisspieler
- Josef Klinger (* 6. Juni 1967), Schachspieler
- Tobi Reiser (* 1907, † 1974), Gründer des Salzburger Adventsingens
- O. P. Zier (* 20. Oktober 1954), Schriftsteller
- Thomas Bubendorfer (*14. Mai 1962), Extrembergsteiger und Autor
- Ossy Bommer (*15. November 1939), Kunstmaler
- Teresa Präauer (* 1979 in St. Johann im Pongau) ist Schriftstellerin und bildende Künstlerin.
Ehrenbürger
- Ing. Ludwich Pech, Obervermessungsrat i.R., Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses vom 1.5.1928
- US-General Harry J. Collins, Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses vom 26.10.1946
- Dipl.-Ing. Albert Kohlbegger, Zentralinspektor i.R., Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses vom 25.8.1951
- Hofrat Dr. Matthäus Kainzbauer, Bezirkshauptmann i.R., Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses vom 27.8.1965
- Dechant Karl Völk, Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses vom 20.9.1968
- Hans Kappacher, Bürgermeister i.R., Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses vom 20.5.1969
- Leo Neumayer, Bürgermeister i.R., Ehrenbürger auf Grund des Gemeindevertretungsbeschlusses von 1998
Weblinks
Quellen
- Homepage der Stadtgemeinde Sankt Johann im Pongau
- Chronik der Gemeinde Sankt Johann im Pongau
- Österreichische Ortsdatenbank
- Statistik Austria
- Website des Tourismusverbandes Sankt Johann im Pongau
- Knaus Helicopter GmbH
- Kompass Wanderkarte St. Johann, Großarltal, Kleinarltal 1:50.000
Stadtgemeinden:
Bischofshofen ∙
Radstadt ∙
St. Johann im Pongau ∙
Marktgemeinden:
Altenmarkt im Pongau ∙
Bad Hofgastein ∙
Großarl ∙
Schwarzach im Pongau ∙
St. Veit im Pongau ∙
Wagrain ∙
Werfen ∙
Ortsgemeinden:
Bad Gastein ∙
Dorfgastein ∙
Eben im Pongau ∙
Filzmoos ∙
Flachau ∙
Forstau ∙
Goldegg ∙
Hüttau ∙
Hüttschlag ∙
Kleinarl ∙
Mühlbach am Hochkönig ∙
Pfarrwerfen ∙
St. Martin am Tennengebirge ∙
Untertauern ∙
Werfenweng ∙

