Salzburger Perikopenbuch

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Das Salzburger Perikopenbuch befindet sich in der Bayerische Staatsbibliothek München und geht auf ein Urkundenfragment vom 17. Juli 1131, das als Vorsatzblatt fungiert, zurück.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ein Perikopenbuch, auch Evangelistar genannt, ist eine Zusammenstellung von Evangelientexten, die während einer Messfeier vorgetragen werden. Ende des 8. Jahrhunderts kamen sie in Mode, im 11. und 12. Jahrhundert waren sie weit verbreitet, verloren aber im 13. Jahrhundert ihre Bedeutung.

Das Salzburger Perikopenbuch ist mit zwölf Elfenbeintäfelchen von Ende des 10. Jahrhunderts verziert. Der Auftraggeber war vermutlich Erzbischof Hartwig und es fand im Salzburger Dom Verwendung. Dieses hervorragende Beispiel später ottonischer Buchmalerei befand sich bis ins 18. Jahrhundert im Salzburger Dommuseum, bevor es von Kaiser Napoléon I. von Frankreich als Raubgut nach Paris, Frankreich, kam. Von dort fand es dann den Weg nach München in die Bayerische Staatsbibliothek.

Ausstellung

Dieses Prunkstück der Buchmalerei wird im Advent 2008 wieder einmal zu sehen sein. Da es sehr lichtempfindlich ist, kann es nur ganz selten Publikum präsentiert werden und muss dann wieder mindestens drei Jahre ungeöffnet im Tresor bleiben.

Weblink

Quellen

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