Revertera-Salandra

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Revertera-Salandra (Grafen Revertera von Salandra) ist der Name eines (aus Italien stammenden) österreichischen, auch in Salzburg vertretenen Adelsgeschlechts.

Inhaltsverzeichnis

Salzburgbezug

1872 kaufte Anna Gräfin Revertera von Salandra den Fondachhof in Salzburg-Parsch, in dem die Familie bis 1941 lebte. Der Familie gehört seit 1922 (durch Erbschaft von den Fürsten Schwarzenberg) das Schloss Aigen in Salzburg-Aigen.

In Aigen verläuft auch die Graf-Revertera-Allee.

Die Familie

Personen mit Salzburgbezug:

Familiengeschichte

Die Familie Revertera hatte ihren Ursprung in Katalonien (Königreich Aragon, Spanien)[1] und gelangte im 16. Jahrhundert in das damals zu Spanien gehörige Süditalien[2].

Francesco I. Revertera erwarb 1544 die süditalienische Herrschaft Salandra.[3]

Francesco II. Revertera erhielt im Jahre 1613 von König Philipp III. von Spanien den Titel eines „Duca della Salandra“.
Ein Nachfahre, Nicola Jppolit Revertera della Salandra, soll von Kaiser Karl VI.[4] im Jahr 1718 die Bestätigung der erblichen Würde eines „Granden von Spanien I. Classe“ erhalten haben.[5]

Genealogie

Die Genealogie der Revertera-Salandra ist, etwas verkürzt[6], die folgende:

Francesco I. Revertera Barone di Salandra († 1570 Neapel), verh. in erster Ehe mit Giovanna Molignano

Literatur und Quellen

Siehe auch

Fußnoten

  1. Wikipedia-Artikel „Revertera-Salandra“, gestützt auf: Richard Fester: Die Politik Kaiser Karls und der Wendepunkt des Weltkrieges. Verlag Lehmann, 1925, S. 284; und Harry Slapnicka: Oberösterreich, die politische Führungsschicht. 1861 bis 1918. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1983, ISBN 3-85214-381-0, S. 23.
  2. Süditalien gehörte von Anfang des 16. bis zu Anfang des 18. Jahrhunderts zu Aragon/Spanien – vgl. den Wikipedia-Artikel „Königreich beider Sizilien“.
  3. Vgl. den Wikipedia-Artikel „Salandra“ (italienisch). Salandra gehört heute zur Region Basilicata.
  4. Karl VI. war im Jahr 1700 Erbe der spanischen Habsburger, musste 1714 auf den Großteil dieses Erbes verzichten, blieb aber bis 1735 König von Neapel.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Quelle: F. Breitwieser auf www.breitwieser.cc: Gemeinde Taufkirchen an der Trattnach.
  6. Dieser Darstellung liegt, soweit nicht anders angegeben, die ausführliche Genealogie auf www.genmarenostrum.com > REVERTERA zugrunde.
  7. Die Bezeichnung „dei duchi della Salandra” findet sich bei Franz Martin, Beiträge zur Salzburger Familiengeschichte. 68. Hartmann, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 80 (1940), S. 129-132. Nach dem Verständnis des Artikelmitverfassers besagt die Formulierung „dei duchi della Salandra”, im Gegensatz zu „Duca di Salandra”, dass der Träger dieses Titels nicht selbst Herzog, sondern nicht regierender Angehöriger des Herzogsgeschlechtes war.
  8. Quelle: Vorherige Fassung dieses Artikels.
  9. Gräfin Anna, deren Mutter ja eine russische Adelige war, besuchte, nachdem in den Kämpfen um Galizien hunderttausende österreichisch-ungarische Soldaten in russische Kriegsgefangenschaft geraten waren, 1915/16 als Rotkreuzschwester mehr als 30 russische Gefangenenlager. Zuvor war sie in St. Petersburg von der Zarin in Audienz empfangen worden und hatte von dieser ein persönliches Handschreiben erhalten, das ihr beim Besuch der Lager und Kerker dienlich war. Sie kam bis Ostsibirien. Ihre Russlandreise schilderte sie in der Schrift „Als österreichische Rotekreuzschwester in Rußland. Tagebuch.“ (Verlag: Süddeutsche Monatshefte, München 1923).
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