Reichsautobahnbrücke Salzburg Süd

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Die Reichsautobahnbrücke über die Tauernautobahn: Stunden vor ihrer Sprengung
Am Vormittag nach der Sprengung, hier stand die Brücke
Am Vormittag nach der Sprengung, hier im Bereich auf der Seite von Grödig
Am Vormittag nach der Sprengung, im Moment steht nur mehr die Behelfsbrücke, der Blick geht gegen Südosten ins Salzachtal
Blick auf die Behelfsbrücke anstelle der gesprengten Reichsautobahnbrücke

Die Reichsautobahnbrücke Salzburg-Süd stand als Brücke in der Anschlussstelle Salzburg Süd über die Tauernautobahn von 1942 bis 2011.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Sie befand sich auf dem Gemeindegebiet der Flachgauer Gemeinde Anif und verband Anif mit der Gemeinde Grödig.

Geschichte

Die 1939 errichtete Brücke für die Ausfahrt der damaligen Reichsautobahn hatte in ihrem über 70-jährigen "Leben" viel erlebt: sie war die Verbindung zwischen der Deutschen Alpenstraße, die in Berchtesgaden endet, und der Alpenstraße in der Stadt Salzburg, über sie zogen von 1966 bis 1969 weltberühmten Rennfahrer mit ihren Motorrädern beim 1. Mai Rennen ihre Runden und war für unzählige Besucher der Stadt Salzburg oder des Berchtesgadener Landes Aus- oder Auffahrtsbrücke in ihrem Urlaub. Und unter ihr fanden Porsche Rekordversuche 1958 und andere Rekordfahrten statt.

Neubau der Brücke über die Autobahn

2011 hatte diese Brücke "ihren Dienst getan" und musste durch einen Neubau ersetzt werden. Insgesamt 6,2 Millionen Euro wurden in den Neubau der Anschlussstelle Salzburg Süd Anif-Grödig investiert. Davon entfielen allein 4,8 Millionen auf reine Baukosten. Zwischen November 2011 und April 2012 wurde eine neue Brückenkonstruktion aus Spannbeton errichtet.

Sprengung

Nach tagelangen Vorbereitungen wurde die alte Brücke am Samstag, 12. November 2011, um 21:21 Uhr in etwa zwei Sekunden gesprengt. Ein dumpfes Grollen, eine leichte Erschütterung der Erde - auch noch in eineinhalb Kilometern Entfernung spürbar - und die Brücke in der Salzburger Gemeinde Anif, die über die Tauernautobahn führte, stand nicht mehr.

Sprengmatten an der unmittelbar südöstlich errichteten Behelfsbrücke verhinderten Sprengschäden, ebenso minderten auf allen Seiten der Brücke errichtete Schotterhügel, dass Trümmer weit fliegen konnten. Ein ausgeklügeltes Verteilungssystem der Sprengladungen ließ die Brücke in sich zusammenstürzen und sprengte sie gleichzeitig in leicht weiter zu verarbeitende Brocken. Die ganze Nacht auf Sonntag sorgten Räummannschaften dafür, dass die während dieser Nacht für den Verkehr gesperrte Tauernautobahn am Sonntagmorgen wieder ohne Schäden und Gefahr befahrbar war.

Sprengmeister war Franz Schuster von der Firma SST Schuster. Auf sein Konto gehen beispielsweise die Sprengung der Olympiaschanze am Bergisel in Innsbruck und die Traunbrücke auf der Westautobahn Mitte Oktober 2011.

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Quellen

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