Regensburg

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Regensburg ist eine Stadt im bayrischen Regierungsbezirk Oberpfalz.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Regensburg liegt an der Donau, an deren nördlichstem Punkt. Es hat etwas mehr als 130.000 Einwohner und ist damit nach München die zweitgrößte Stadt Altbayerns.

Geschichte

Regensburg war im Mittelalter und noch in der frühen Neuzeit die bedeutendste bairische Stadt; gegründet in der Römerzeit, Sitz eines der ältesten Bistümer Deutschlands, wichtiger Handelsplatz, Schauplatz etlicher Reichstage und von 1663 bis 1806 Sitz des Immerwährenden Reichstags.

Als Folge der territorialen Zersplitterung Deutschlands bestanden im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit als reichsunmittelbare Territorien sowohl die Reichsstadt Regensburg als auch das vom Bischof regierte Hochstift Regensburg.

In Regensburg fanden auch die bairischen Kreistage statt – nach der Reichsverfassung bildeten rund zwanzig geistliche und weltliche Fürstentümer, darunter auch das Erzstift Salzburg, sowie die Reichsstadt Regensburg den Bayerischen Reichskreis.

Salzburgbezüge

Kirchlich

Suffraganbistum

Das Bistum Regensburg war von 798 bis ins 19. Jahrhundert ein Suffraganbistum des Erzbistums Salzburg, 1817 wurde es dem Erzbistum München-Freising unterstellt.

Domherren

Salzburger Domherren waren teils zugleich Domherren zu Regensburg. Manche waren oder wurden Bischöfe von Regensburg:

Reichs- und Kreistag

Allgemeines

Regensburg war ein wichtiger Posten der Salzburger Diplomatie: Der Erzbischof führte als ranghöchster deutscher Kirchenfürst auf der geistlichen Bank des Reichsfürstenkollegiums (die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier gehörten nicht diesem Kollegium, sondern dem Kurfürstenkollegium an) den Vorsitz. Auf den Bayerischen Kreistagen wechselte der Vorsitz zwischen dem ranghöchsten weltlichen Fürsten, dem Herzog von Baiern, und dem ranghöchsten geistlichen Fürsten, dem Fürsterzbischof von Salzburg.

Gesandtschaft

Die Fürsten waren auf dem Reichs- oder Kreistag selten persönlich anwesend, vielmehr ließen sich durch Gesandte vertreten.

Dementsprechend bestand das Amt des hochfürstlich salzburgischen Comitial- und Direktorialgesandten zu Regensburg. Inhaber dieses Amtes waren zB

Guidobald von Thun

Guidobald Graf von Thun und Hohenstein (* 1616, † 1668) war von 1654 bis 1668 Fürsterzbischof von Salzburg, von 1666 bis 1668 auch Bischof von Regensburg, zudem seit 1662 kaiserlicher Gesandter (Prinzipalkommissär) auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg, und dementsprechend jahrelang mehr in Regensburg als in Salzburg anwesend.

Zuagroaste

Der hl. Wolfgang (* um 924, † 994) war Bischof von Regensburg.

Pater Bernard Stuart (*1706, † 1755) war Abt des Regensburger Benediktinerklosters St. Jakob und von 1730 bis 1741 hauptsächlich als Architekt, insbesondere des Schlosses Leopoldskron, in Salzburg tätig.

Aus Regensburg stammt die Verlegerfamilie Pustet.

Straßenbenennung

Nach dem Bistum Regensburg ist in Salzburg-Lehen die Regensburgstraße benannt.

Siehe auch

In Regensburg erfolgte Salzburgs Erwerb des Gasteinertales.

Quellen

Weiterführend

Für Informationen zu Regensburg, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

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