Poschacher

Aus Salzburgwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Familie Poschacher ist eine der alteingesessenen Familien von Lofer. Sie hat auch andernorts, z.B. im Pongau, in Oberösterreich, in der Obersteiermark und in Bayern Fuß gefasst. Ihr traditioneller Erwerbszweig war das Brau- und Gastgewerbe.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Familienname ist vom Poschachgut in Lofer Nr. 50 (nicht vom Ort Poschach in Obergurgl, Tirol) abzuleiten, das wahrscheinlich schon im Jahr 1357 bestand.

Die ursprüngliche Namensform ist „Potschach(er)“. Der Name enthält das Wort „Schache“ oder "Schachen", ein oberdeutsches Wort mit der Bedeutung „kleines Waldstück“. Der erste Teil könnte auf "Busch" oder "Botschen" (Dialektwort für „Hainbuche“) zurückzuführen sein.

Geschichte

Hans Poschacher (* vor 1557, † 1614), der Sohn des ersten urkundlich fassbaren, aber nicht mit Vornamen bekannten Poschachers und der Margaretha geb. Streicher, war Hufschmied und Bräuer in Lofer. Er ist der Urahn der meisten heutigen Poschachers. Seine Nachkommen sind überblicks- und auszugsweise, mit Schwerpunkt auf hervorhebenswerten Namensträgern:

Er heiratete 1765 die Kirchenwirtstochter Maria Agathe Pirnbacher (1747 – 1786) und folgte 1766 seinem verstorbenen Bruder Georg als Kirchenwirt.
Aus seinen zwei Ehen hatte er nicht weniger als 27 Kinder, von denen hier nur einige angeführt sind.
  • Johann Georg Poschacher (1766 – 1831), Bierbräu in Lofer.
  • Johann Georg (1800 – 1853), Postmeister und (1832?,1835? – 1841 und 1850 – 1853) Bürgermeister von Zell am See.
  • Georg Poschacher (1829 – 1872), Bräuer, Zell am See, „Post“; die Familie besaß im 19. Jahrhundert den Gasthof „Alte Post“, das Hotel „Neue Post“, das Schüttgut, Almen, das Bräusudhaus und das Bräustüberl, zählte damit zu den reichsten des Marktes[1].
  • Therese verh. Auer (1857 – 1913). „Post“, Zell am See[2].
  • Maria verh. Hilzensauer (* 1874 oder 1879, † 1947), Tierarztensgattin; übernahm sich mit einem Kaffeehausneubau und musste 1932 die „Post“ aufgeben.
  • Sebastian Poschacher (1850 – 1926), Tharbauer in Maishofen.
  • Maria verh. Kirchmayr (* 1884).
  • Wilhelm Poschacher (1913 – 1941), Lehrer am Pass Thurn.
  • Anna verh. Neumayr (1887 – 1967).
  • Sebastian Poschacher (1909 – 1984), Bundesbahn-Oberrevident, langjähriger Präsident bzw. Schriftführer des Salzburger Ranggelvereines (daher Namensgeber des Bramberger „Poschacher-Gedächtnisranggelns“).
  • Maria Agathe verh. 1. Schwarzböck 2. Hammerschmid (1802, † 1877), Kirchenwirtin in Leogang; verlor den Besitz 1870 im Gantweg.
  • Sebastian Poschacher (1804 – 1866), Postmeister in Radstadt.
  • Sebastian Andreas Poschacher (1827 – 1912), Briefträger und Krämer in Werfen.
  • Andreas Poschacher (1877 – 1946), Postbeamter in Werfen.
  • Andreas Poschacher (1919 – 2008), Zimmermann und Partieführer der Gemeinde Werfen.
  • Katharina verh. 1. Hutter 2. Winkler (1831 – 1898).
  • Johann Georg Poschacher (1833 – 187x), Postmeister in Radstadt.
  • Therese verh. Poschacher (1867 – 1906), Mayrhofwirtin in Radstadt.
  • Andreas Poschacher (1834 – 1889), Postmeister in Radstadt, dann Brunnhäuslwirt in Hüttau.
  • Simon Poschacher (1836 – 1892), Kaufmann in Radstadt.
  • Georg Poschacher (1866 – 1918).
  • Simon Rupert Poschacher (1901 – 1967), Mechaniker.
  • Johanna Maria Poschacher (1870 – 1942), Stammmutter der obersteirischen Linie von St. Peter-Freienstein.
  • Andreas Johann Poschacher (1806 – 1870), Hacklwirt in Lofer.
  • Maria Theresia verh. Veitl (1871 – 1927), Hofratsgattin in Linz.
  • Johann Capistran Poschacher (1844 – 1923), Postmeister und Gutsbesitzer in Lofer.
Das Grab der Familie Poschacher in Lofer
  • Maria Anna verh. Färbinger (1879 – 1902), Bäckers- und Sägewerksbesitzersgattin in Lofer.
  • Marie verh. Leitinger (* 1902) am Poschachergut in Lofer-Gumping.
  • Johann Baptist Poschacher (1880 – 1934), Gastwirt „zur Post“ in Lofer (kinderlos, sodass die „Post“ um 1940 verkauft wurde).
  • Alois Poschacher (1895 – 1983), Postmeister in Maishofen, dann in Lofer, Besitzer der Pension „Posthof“ in Lofer.
  • Maria verh. Stuchlik (1858 – 1941), Bräuersgattin.
  • Franz Xaver Poschacher (1770 – 1840), Kaufmann in Tittmoning im Rupertiwinkel, (1807 – 1812 und 1815 – 1818) Bürgermeister.
  • Ignaz Poschacher (1794 – 1873), Kaufmann in Tittmoning.
  • Johann Georg Ignaz Poschacher (1832 – 1915), Eisenhändler in Tittmoning, 1888 bis 1906 Bürgermeister.
  • Josef Poschacher (1773 – 18..), Bäckenwirt in Leogang.
  • Thomas Poschacher (1779 – 1850), Wachszieher und Lebzelter in Rattenberg, Tirol (heute: Café Hacker).
  • Sebastian Poschacher von Poschach (1787 – 1861), Generalmajor.
  • Ferdinand Poschacher von Poschach (1819 – 1866), Generalmajor, tragischer Held der Schlacht bei Königgrätz[4].
  • Emma verh. Gummer von Engelsburg (1820 – 1903), Hofratsgattin in Innsbruck.
  • August Poschacher von Poschach (1822 – 1848), Kaiserjägeroffizier.
  • Anton Poschacher (1789 – 1847), Lebzelter in Mauthausen, Oberösterreich.
Die Poschacher-Grabstätte auf dem Salzburger Sebastiansfriedhof
  • Peter August Poschacher (1790 – 1842), Fleischhauer in Salzburg, verh. mit Anna Maria geb. Moser.
  • Anna Maria Katharina verh. 1. Mayr 2. Rauchenbichler von Rauchenbühl (1820 – 1892).
  • Peter Josef Poschacher (1825 – 1911) Dr. jur., Notar, Vizebürgermeister von Salzburg.
  • Josef Kaspar Poschacher (1826 – 1885), Brauindustrieller, Besitzer der Poschacher-Brauerei in Linz.
  • Johann Wilhelm Poschacher von Arelshöh (1839 – 1910), Eisenbahnbau-Ingenieur, Vorstand der Abteilung für Eisenbahnbau bei der Generaldirektion der österreichischen Staatsbahnen, Vollender des Arlbergtunnels, 1896 bis 1900 Mitglied des Wiener Gemeinderates.
  • Wilhelm Poschacher von Arelshöh (1881 – 1968), Dr. jur., Beamter und Schriftsteller.
  • Martin Ritter von Poschacher (1825 – 1885), k. k. Oberst.
  • Katharina verh. Sigrist (1793 – 1853).
  • Maria Susanna verh. Faistauer (1798 – 1874).
Von den 27 Kindern des Leoganger Kirchenwirts Sebastian Poschacher starben mindestens neun bereits im Kindesalter. In den durch die Söhne Johann Georg, Franz Xaver, Sebastian und Anton begründeten Linien hat sich der Name Poschacher bis ins 21. Jahrhundert erhalten.
  • Dominicus Poschacher (* 1716), Bierbräu zu Neumarkt am Wallersee, dann in Schwechat, dann Braumeister in Siebenhirten.

Einzelnachweise

  1. Der Hippolyt (Amtliche Mitteilung der Stadtgemeinde Zell am See) Nr. 27 – September 2007
  2. Vgl. die Geschichte des Hotels auf www.hotelneuepost.at
  3. Heute: Hotel Garni Binggl.
  4. Siehe den Artikel „Ferdinand Poschacher von Poschach“ auf www.austro-hungarian-army.co.uk.

Bibliographie

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Ressourcen
salzburg.com
Werkzeuge