Niederalm

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Das Bild zeigt Niederalm (im Vordergrund), Neu Anif (Bildmitte) und Grödig (im Hintergrund)
Niederalm (linke Bildhälfte, oberhalb grün bewaldetem Gois (Hügel), Gartenau und Taxach-Rif (beide Hallein) vom Untersberg aus gesehen
"hier wohnt Thomas Geierspichler"... steht beim Ortsschild zu lesen

Niederalm, links der Salzach, ist ein Ortsteil der Gemeinde Anif im Flachgau und nicht zu verwechseln mit der eigenständigen Gemeinde Oberalm im Tennengau, das sich am rechten Salzach-Ufer befindet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name geht auf den Gewässernamen Alm (der Königsseeache, auch die Alm genannt) zurück. Während im Zentrum der Gemeinde, in Anif, die Salzburger Erzbischöfe, das Erzstift St. Peter und das Benediktiner-Frauenstift Nonnberg schon sehr früh Grundbesitz erwarben und Höfe errichteten, dauerte es in Niederalm bis ins 16. Jahrhundert, bevor die drei genannten Institutionen dort Gründe und Höfe erwerben konnten. Dies hing mit der Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden zusammen.

Salzgewinnung der Fürstpropstei Berchtesgaden in Niederalm

Die Fürstpropstei Berchtesgaden betrieb Ende des 12. - Anfang des 13. Jahrhunderts in Niederalm am Ufer der Königsseeache ein Pfannhaus. Die dort beschäftigten Arbeiter waren Nebenerwerbsbauern, was sich in der Größe (Kleinheit) der Hofstätten, Gärten und Wiesen widerspiegelte (im Gegensatz dazu die großen Hofbesitzungen in Anif).

Erzbischof Adalbert II. schenkte 1193 der Fürstpropstei ein Gut in Niederalm, das später Stadlmeistergut genannt wurde. Die Fürstpropstei begann daraufhin 1193/94 am Gutratsberg (damals Tuval genannt) mit der oberflächennahen Salzgewinnung - die Sole wurde über Holzrohre zum in Niederalm errichteten Sudhaus geführt.

Diese Salzgewinnung am Tuval war aber auch Grund für lange Streitigkeiten zwischen dem Salzburger Erzbischof und dem Domkapitel. So musste sich Erzbischof Adalbert II. auf Drängen des Papstes zu einer Teilung des Ertrags am Tuval 1198 entschließen: je ein Drittel für den Erzbischof, das Domkapitel und der Fürstpropstei Berchtesgaden. Das Sudhaus in Niederalm wurde gemeinsam von allen dreien benutzt. Doch die Streitereien endeten schon einige Jahre später, als nämlich das oberflächennahe Salzvorkommen am Gutratsberg erschöpft war.

Dies bedeutete eine Konzentration der Bemühungen der Fürstpropstei Berchtesgaden hin zum Ausbau der Saline Schellenberg. Aber Niederalm blieb auch dabei von Bedeutung. Denn das Salz musste über die Königsseeache zur Salzach und weiter zur Donau verschifft werden. Dazu war aber die Genehmigung der Salzburger Erzbischöfe und der Guetrater notwendig. An der Mündung der Königsseeache in die Salzach wurde auch die Errichtung eines Salzlagers, des Salzstadels genehmigt.

Erwähnenswert

Sehenswertes

Schloss Lasseregg in Anif-Niederalm

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Weblinks

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Quelle

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