Neujahrsbrauchtum
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Die Wurzeln des Neujahrbrauchtums liegen in vorchristlichen Zeiten.
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Allgemeines
Nicht immer war Jahresbeginn der 1. Jänner. Unter dem römischen Kaiser Julius Cäsar begann das Jahr im März. Erinnerungen daran stecken in den Worten September ((lateinisch septem = sieben, der siebte Monat im römischen Kalender, [1] und Dec(z)ember (lateinisch decem = zehn, der zehnte Monat im römischen Kalender, [2].
In der Frühzeit der Christenheit wurde der Jahreswechsel am 25. Dezember als Geburtsfest Christus gefeiert. Erst im Zuge der Kalenderreformen im 16. (Gregorianische Kalenderreform 1582) und 17. Jahrhundert[3] wurde der Jahresbeginn auf den 1. Jänner gelegt.
Silvester, der letzte Tag im Jahr, hat seinen Namen von Papst Silvester I. erhalten, der am 31. Dezember 335 in Rom verstarb.
Bräuche
- Bleigießen: es handelt sich dabei um den bekanntesten Orakelkult. Aus den Formen des abgekühlten Bleis wird die Zukunft vorhergesagt.
- Glücksbringer:
- Hufeisen soll vor Blitzschlag, Feuer und Krankheiten bewahren;
- Schwein, Opfertier der Germanen, Symbol der Fruchtbarkeit und beliebte Festspeise - damit kann man sich im übertragenen Sinn das Glück einverleiben;
- Rauchfangkehrer: dieser fegt die (bösen) Geister aus dem Haus
- Fliegenpilz: obwohl in natura giftig, als Nachbildung soll das Verschenken Glück bringen; dafür gibt es mehrere Gründe; einer davon ist in der keltischen Tradition zu finden, in der in den Pilzen kleine Glückselfen wohnen; und aufgrund ihrer großen Sporenzahl sind Pilze ein Symbol für Reichtum;
- vierblättriges Kleeblatt: ist wegen seines kräftigen Wuchses Sinnbild der Lebenskraft;
- Marienkäfer: dieser gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes;
- Lärmbräuche: diese lassen sich im Alpenraum bis ins 16. Jahrhundert zurück verfolgen. Böllerschießen und Knallen von Feuerwerkskörpern sollen böse Geister vertreiben (vergleiche dazu Raunächte).
Wort
- Prosit - ist lateinisch und bedeutet es möge gelingen
Fußnoten
- ↑ siehe Wikipedia September
- ↑ siehe Wikipedia Dezember
- ↑ siehe Wikipedia Kalenderreform
Quelle
Salzburger Nachrichten, 31. Dezember 2010