Nepotismus im Fürsterzbistum Salzburg

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Mit Nepotismus (von lateinischen Wort nepos [Genitiv nepotis] für Enkel, Nachkomme, Neffe), auch Vetternwirtschaft genannt, ist die Besetzung von Posten mit Verwandten, daneben auch die sonstige Begünstigung von Verwandten (unter Vernachlässigung der von Stellung des Entscheidungsträgers gebotenen Objektivität) gemeint.

Der Nepotismus spielte besonders in der Kirche des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit eine Rolle, so auch im Erzbistum Salzburg.

Der Nepotismus etlicher Erzbischöfe – die zumeist nicht-salzburgischer Herkunft waren – wirkte sich u. a. über die jeweilige Amtszeit hinaus auf die Zusammensetzung der Salzburger Adelsschicht, und in weiterer Folge fördernd auf die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu den Herkunftsländern aus.

Einzelbeispiele

Leonhard von Keutschach (Erzbischof 1495 bis 1519) betrieb schrankenlosen Nepotismus, indem er viele maßgebliche Ämter mit Familienangehörigen besetzte.

Paris Graf von Lodron (Erzbischof 1619 bis 1653) erstaunte die Mitwelt nicht nur durch die große Zahl der Besetzung von Stellen mit Familienangehörigen – so schleuste er allein vier Lodrons in das Salzburger Domkapitel ein – sondern auch durch das zum Teil sehr jugendliche Alter der begünstigten Amtsträger:

Max Gandolph von Kuenburg's Nepotismus (Erzbischof von 1668 bis 1687) verleitete auch einen Höfling zu unbedachter, bitter gebüßter Kritik.

Quellen

Salzburgwiki, Einzelartikel zu den Erzbischöfen

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