Max Blaeulich

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Max Blaeulich (* 18. Juli 1952 in Salzburg) ist Schriftsteller, Bildender Künstler und Antiquar.

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Leben

Blaeulich wuchs im Salzburger Stadtteil Aiglhof auf und besuchte die Hauptschule Lehen. Nach einer Lehre als Großhandelskaufmann holte er die Studienberechtigungsprüfung nach und studierte an der Universität Salzburg Germanistik und Kunstgeschichte. Seit 1980 war er als bildender Künstler bei zahlreichen Ausstellungen vertreten. Zwischen 1992 und 2000 war er Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Literatur und Kritik".

Die Liste seiner eigenständigen Veröffentlichungen umfasst rund 20 Titel, als Herausgeber kümmert er sich gern um Vertreter verschollenen Traditionen. Im Rupertinum ist seine "Schreibmaschine" ausgestellt, ein mit Bleistiften bestücktes Fahrrad, das elektrisch betrieben Zeichen auf Papier hinterlässt.

Vorgestellt

"Ich habe sehr lang gebraucht, bis ich meinen Beruf gefunden habe, bis zum dreißigsten Lebensjahr", sagt Max Blaeulich in seinem Antiquariat in der Salzburger Steingasse. Er wuchs in einem Haushalt auf, in dem es keine Bücher gab, die Familie war häufig bedroht davon, delogiert zu werden.

Aufgewachsen in Aiglhof, erinnert er sich an "Stationen einer einigermaßen wilden Kindheit". Aiglhof und Maxglan waren "riesige Abenteuerspielplätze, Orte, wo wir Äpfel und Birnen geklaut haben und auf andere Banden getroffen sind. Wir haben Bretter geklaut und eine Umleitung gebaut, die an ein totes Ende führte". Max Blaeulich bereut nichts und erinnert sich nicht mit Wehmut an die Kindheit zurück, aber er sieht sie als Wurzel seiner Arbeit als Schriftsteller: "Dieses Suchen nach einem Abenteuer ist eigentlich auch beim Erzählerischen der Fall."

Zuletzt arbeitete Blaeulich an einer Trilogie, die von historischen Verwicklungen österreichischer Forscher in Afrika erzählt. Unter dem Titel "Menschenfresser" ist sie soeben als Kassette herausgekommen. Was hat das mit Aiglhof zu tun? Blaeulich: "In Aiglhof habe ich den ersten Schwarzen gesehen", einen US-Soldaten.

Ausschließlich als Schriftsteller zu leben, kann sich Blaeulich nicht vorstellen. "Antiquar ist ein Beruf, der spannend ist. Aber meistens überschätzen die Leute die Sachen, die sie haben, oder unterschätzen sie. In diesem Spannungsfeld bewegt man sich. Manchmal kommen sie und sagen: Ich hab da eine Schrift von 1750, die muss 10.000 Euro wert sein, und dann enttäusche ich sie. Manche Leute werfen Dinge weg und wissen gar nicht, was sie wegschmeißen."

Am 5. November 2009 erhielt Blaeulich den alle zwei Jahre vergebenen Buchpreis der Salzburger Wirtschaft (7000 Euro). Vor ihm wurden Wolf Haas, Jochen Jung und Brita Steinwendtner damit ausgezeichnet. Max Blaeulich wird insbesondere für seine "Trilogie der menschlichen Niedertracht" ausgezeichnet, die er 2008 mit "Stackler oder Die Maschinerie der Nacht" vollendet hat. Zudem wird er als Verfasser dramatischer Texte und Essays, als Herausgeber der Reihe "Tartin editionen" sowie als Buchantiquar gewürdigt.

Max Blaeulich hat bei seinem Schreiben Österreich im Auge. Aber nicht das Land der Berge, in dem sich große Männer tummeln, reizt ihn, sondern das Österreich der Kümmerlinge und Widerlinge. Dass man ihn oft auf Satire und Erfindung festlegen will, ist ihm gar nicht recht. Der Salzburger Schriftsteller legt vielmehr Wert darauf, dass er für seine Bücher über österreichische Einstellungen in der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus die historischen Fakten penibel recherchiert hat. Das Panorama, das er in seinen Romanen "Kilimandscharo", "Gatterbauerzwei" und "Stackler" ausbreitet, ist in seinen Augen nur deshalb von solcher Schärfe, weil die Wirklichkeit grauslich genug gewesen ist.

Werke

Quellen

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