Münzstätte Salzburg

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Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Geschichte des nicht mehr existierenden Gebäudes der Münze Salzburg. Die Geschichte der Münzstätte, deren Prägungen sowie Bezüge zu den Salzburger Erzbischöfen behandelt der Artikel Salzburger Münze

Die Münzstätte Salzburg war an wechselnden Orten im Stadtgebiet von Salzburg untergebracht.

Standorte der Münzstätte Salzburg

Die Salzburger Münze mit ihren Münzstätten in Laufen, in Salzburg und in Friesach und den dort hergestellten Prägungen blieb ab Beginn ihrer Tätigkeit im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts jahrhundertelang Zeugnis der Selbständigkeit des Erzstiftes Salzburg.

Wo sich während der Regierungszeit von Erzbischof Sigismund I. von Volkersdorf (1452 bis 1461)die Münze befand, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Einzige Tatsache ist, dass sie sich in der Nähe des Hauses Getreidegasse 19/Universitätsplatz 9 befunden haben musste. Denn aus einer Urkunde vom 5. Mai 1475 vom Besitzer dieses Hauses, Virgil Venediger[1], geht hervor, dass der Abt von St. Peter ihm erlaubt hatte, eine Tür in die Mauer zum Frauengarten zu brechen, die unter anderem zu ainem eingang und durchganck dem benanten meinem gnädigen herren von Salzburg ect. in das münshaus dienen sollte.

1572 informiert eine Notiz über ein nicht mehr existierendes Verzeichnis des Münzzeugvorrates (der Thenn'schen Erben[2]). Eines der Häuser der Familie Thenn war das Badergässchen Nr. 2. Spätestens 1577 war dann eine Münzstätte in der Käsgasse in Betrieb gegangen</ref> Quelle Absatz: Tausend Jahre Salzburger Münzrecht, Seite 123</ref>

Ab 1580 befand sich die Münzstätte Salzburg in der alten Kirchgasse, wurde aber wegen des geplanten Baues der Neuen Residenz bereits ab 18. August 1605 wieder abgerissen. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ die Münze in das Haus Getreidegasse 19/Universitätsplatz 9 verlegen. Unter diesem Haus, das auch der Familie Thenn gehörte, floss und fließt noch heute der Almkanal, der für die damals einführte Walzenprägung die Energie lieferte. Allerdings gibt es Beweise für die tatsächliche Anwendung der Walzenprägung erst ab 1620 unter Erzbischof Paris Graf Lodron (1612 - 1653).

Die Münzstätte nahm am 12. Juli 1605 ihren Betrieb dann in der Griesgasse in einem Gebäude auf, das 1953 dem Griesgassendurchbruch weichen musste.

1810 wurde dann die Salzburger Münzstätte endgültig geschlossen.

Quellen und Fußnoten

  1. dieser Name deutet auf einen Handelsherrn hin, der mit Venedig Handel trieb, siehe Handel (historisch)
  2. Bruder Berthold Thenn war salzburgischer Münzpächter
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