Kuenburg (Adelsgeschlecht)

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Die Kuenburger sind bzw. waren ein altes Kärntner Adelsgeschlecht, das aus Ministerialen der Grafen von Ortenburg hervorgegangen war und sich seit 1388 nach der Festung Kuenburg (östlich Hermagor in Südkärnten gelegen) „von Kuenburg“ benannte.

Inhaltsverzeichnis

Genealogie

Die (einigermaßen) gesicherte Genealogie[1] beginnt mit einem Friedrich:

Friedrich (um 1400)

Sonstiges

Erzbischof Max Gandolf verlieh der Familie, und zwar zunächst Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg, das Hofamt des Erbmundschenks des Erzstiftes Salzburg. Diese Würde hatten Angehörige des Geschlechts bis zum Ende der Selbstständigkeit des Fürsterzbistums inne.

Die Familie besaß

Die Kuenburger im Lungau

Christoph III. von Kuenburg wurde 1556 von Erzbischof Michael, seinem Bruder, als Pfleger von Moosham eingesetzt und begann, im Lungau Güter zu erwerben.

1560 schloß er mit seinem Bruder Erasam (Erasmus) und mit Zustimmung Erzbischof Michaels einen Erbvertrag. Darin wurde der Besitz auf die Linien Kuenburg-Neukirchen und Kuenburg-Tamsweg aufgeteilt. Auf Grund dieses Vertrages wurde 1681 ein Fideikommiss eingerichtet. Dieses wurde zwar 1812 von der Bayerischen Regierung aufgehoben, blieb aber praktisch bis 1954 in Wirksamkeit.

Auf Christoph III. folgten (jedenfalls auf dem Schloss Kuenburg):
1584 Christoph IV.,
1592 Georg, Carl, Reichardt, Erasam und Christoph V.
1640 Christoph VI. Sigmund,
1704 Johann Christoph VII. Maximilian,
1735 Johann Maximilian Sigmund.

1773 wurde die salzburgisch-kärntnerische Linie im Sinne der Fideikommissbestimmungen von der steirischen abgelöst.
Nach Johann Nepomuk Christoph Karl erbte
1789 Franz Kaspar Wilhelm, Bruder des Vorigen,
1809 Alois Johann Nepomuk,
1839 Wilhelm Caspar Ludwig,
1870 Alois Josef Ferdinand,
1874 Therese Gräfin Kuenburg geb. Goes, Karoline Gräfin Cerrini geb. Kuenburg, Alois Graf Kuenburg,

1907 Marianne Buddenbrock allein,
1933 Siegfried Kuenburg-Ungersbach aus der böhmischen Linie,
1946 Eberhard Kuenburg durch Schenkung, 1954 Marktgemeinde Tamsweg durch Kauf.

Literatur

Quellen

Fußnoten

  1. Hier gekürzt wiedergegeben nach Wurzbach aaO, der aber gewichtige Unsicherheiten einräumt.
  2. Studierte in Salzburg Theologie und Kirchenrecht, seit 1670 Domkapitular in Passau sowie in Salzburg, hier später auch Domscholastiker und Berater des Erzbischofs
  3. Samt Nachkommen hier gemäß www.geneall.net
  4. Artikel „Michael von Kuenburg
  5. Zählung nach Zaisberger/Schlegel.
  6. Vgl. die Artikel Polykarp Wilhelm Reichsgraf von Kuenburg und Kuefstein

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