Speicherkraftwerk Strubklamm

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Wasserableitung am Hintersee für das Kraftwerk Strubklamm u. Wiestalseekraftwerk
Hinterseeansicht mit Wasserableitung zum Strubklammkraftwerk (in der Vergrößerung gut sichtbar)

Das Speicherkraftwerk Strubklamm ist ein Wasserkraftwerk im Tennengau.

Allgemeines

Schon als 1909 mit dem Bau des ersten Kraftwerk Wiestal begonnen wurde, war die Nutzung der "Hinterseealm" (Almbach) in zwei Staustufen vorgesehen.

Nachdem 1913 das Kraftwerk Wiestal in Betrieb gegangen war, stieg der Stromverbrauch bald rasant an. Infolge dessen musste eine weitere Staustufe errichtet werden und man begann 1920 mit dem Bau der zweiten Stufe, dem Kraftwerk Strubklamm. Am 20. Dezember 1924 feierlich durch Bundespräsident Dr. Michael Hainisch eröffnet, nahm das Kraftwerk Strubklamm seinen Betrieb auf. Die unerwartet schlechten Bodenverhältnisse im Stausee Vordersee ließen viel Wasser versickern. Deshalb wurde zusätzlich das Wasser des Hintersees herangezogen. Eine Holzrohrleitung, der Kleinspeicher Strüblweiher und ein Pumpwerk am Hintersee (See) entstanden.

Mit den beiden Kraftwerken Wiestal und Strubklamm konnte bis 1945 der Strombedarf der Stadt Salzburg gedeckt werden.

In den Jahren 1981 bis 1984 wurden die Anlagen, nach 56 Jahren Betrieb, weitgehend erneuert, womit die direkte Nutzung des Hintersees über einen Triebwasserstollen ermöglicht wurde. Die Leistung wurde verdoppelt.

Seit 1983 trägt das Kraftwerk zusammen mit dem Kraftwerk Wiestal zur Abdeckung von Leistungsspitzen im Netz bei.

Besichtigungen für Gruppen sind nach Vereinbarung von Montag bis Freitag möglich.

Technische Daten

Kraftwerkstype: Speicherkraftwerk
Gesamteinzugsgebiet: 96 km²
durchschnittl. Jahreserzeugung: 41.200 MWh
Engpassleistung: 15.000 kW

Speicher Hintersee

Nutzinhalt: 7,5 Mio. m³

Stausee Vordersee

Nutzinhalt: 1,6 Mio. m³
Staudammhöhe: 35,4 m


Turbinen: zwei Francis-Spiralturbinen mit senkrechten Wellen
Bruttofallhöhe: 121,5 m
Ausbaudurchfluss: 18,4 m³/s
Triebwasserweg:
Hauptsystem: 4.689 m, Nebensystem 2.438 m
Drehstrom-Synchrongeneratoren direktgekuppelt, je 10.000 kVA
Bauzeit: 1920 - 1924 mit 3 Maschinensätzen
Nennleistung: je 9.500 kW
1977 Neubau mit 2 Maschinensätzen
Erneuerung: 1981 - 1984
Energieableitung über die Umspannstation Strubklamm ins Mittelspannungsnetz (10/30 kV) der Salzburg AG

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