Kolowind GmbH

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Lehmbergansicht v. Westen

Die Kolowind GmbH ist die Betreibergesellschaft des geplanten Kolo-Windparks am Lehmberg bei Thalgau, das vorerst am örtlichen Widerstand und negativen Naturschutzbescheiden scheiterte.

Allgemeines

Franz Kok, Geschäftsführer und Windkraft-Pionier musste am 16. März 2011 nach jahrelangen Grabenkämpfen mit Politik und Naturschutz Konkurs seines Unternehmens beim Landesgericht Salzburg anmelden. Das Unternehmen bräuchte 65.000 Euro für die Jahre 2011 bis 2013, welche aber weder die sieben frustrierten privaten Gesellschafter noch die Salzachwind GmbH als weiterer Gesellschafter aufbringen wollen. Hauptgläubiger mit 80.000 Euro ist eine regionale Bank.

Konkurs und Neuanfang mit potenten Unternehmern

Nach der drohenden Insolvenz hat sich im Mai 2011 die Gemeinde Thalgau entschlossen, der Kolowind-Gesellschaft unter die Arme zu greifen und sich an der Betreibergesellschaft auch finanziell zu beteiligen und damit das Projekt zu retten. Auch die regionale Gläubigerbank hat inzwischen dieser Lösung zugestimmt.

Thalgaus Bürgermeister Martin Greisberger äußerte hierzu, dass er anstelle von Lippenbekenntnissen endlich auch Unterstützung seitens des Landes Salzburg verlange und überdies will er die Blockade des Vorhabens durch die Naturschutzbehörde nicht länger hinnehmen.

Die rechtlichen Voraussetzungen für ein einzelnes Windrad auf dem Lehmberg seien vorhanden. Anstelle von drei soll also jetzt eine Windturbine mit einer Höhe von 104 Metern und mit einem Rotordurchmesser von 92 Metern aufgestellt werden.

Ende Mai 2011 wurde bekannt, dass entgegen anfänglichen Nachrichten, die Kolowind GmbH nicht weiterführen zu wollen, sondern eine neue Gesellschaft zu gründen, nun die die Kolowind GmbH weitergeführt wird. Neue Gesellschafter sind Maximilian Mayr-Melnhof aus Grödig-Glanegg, der Bootsbauer Gerhard Schöchl aus Mattsee und anderen Unternehmer aus dem Flachgau. Die neuen Gesellschafter bringen 200.000 Euro in die Gesellschaft ein.

Die Gesellschafter neu

Gesamtkapital € 110.400.--[1]

Widerstand aus der Umgebung

Neumarkter Aktivisten wollten auch 2011 die Errichtung von Windrädern am Lehmberg verhindern. Karl und Johanna Krenn von der Dichtlalm befürchteten, dass man von ihrer Alm das Windrad hört (!). Werner Redl, Geschäftsführer Salzburger Seenland Tourismus GmbH hatte ganz andere Bedenken bei den von seiner Region zehn Kilometer entfernten (wenn man vom Wallersee absieht) Standort der Windräder: Wenn die Leute dauernd auf ein Windrad schauen müssen, wird sich das im Seenland auf den Tourismus auswirken.

Weblink

Quellen

  • ORF Meldung am 18.5.2011
  1. Quelle dieser und nachstehender Daten Salzburger Wirtschaft, 3. Februrar 2012