Klaus Vitzthum

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Klaus Vitzthum

Klaus Vitzthum (* 1964) ist designierter Bundesobmann von "Urlaub am Bauernhof".

Als Nachfolger von Langzeitbürgermeister Kurt Sturm (ÖVP) scheiterte Vitzthum bei der Gemeinderatswahl 2004 beim Versuch Bürgermeister von Unken zu werden.

Vorgestellt

Klaus Vitzthum war schon kurz davor, mit der Milchproduktion für immer Schluss zu machen. Zu viel Arbeit im Stall und auf den Feldern für zu wenig Ertrag. Doch dann stellte er fest, dass die Urlaubsgäste auf seinem Hof in Unken genau das sehen wollten: das Melken, das Buttermachen auf der Alm, das Füttern der Kälber.

Heute denkt Vitzthum nicht mehr ans Aufhören mit der Milchproduktion. Und er ist sich in einer Sache ganz sicher: "Unsere Gäste, die zu 80 Prozent aus dem städtischen Raum kommen, suchen das Erdige, das Einfache." Wer als bäuerlicher Vermieter Erfolg haben wolle, müsse deshalb den Gästen das "echte" Leben am Bauernhof zeigen.

Als designierter Bundesobmann von "Urlaub am Bauernhof" will er die Landwirte von Vorarlberg bis ins Burgenland überzeugen, dass sie künftig die Gäste aktiv am Hof mitarbeiten lassen. "Der Bauer soll zum Pädagogen werden."

Nach der Hofübernahme 1994 war Vitzthum lang Nebenerwerbsbauer. Neun Monate im Jahr arbeitete er bei einem Skilift. Doch dann kamen immer mehr Gäste auf seinen Hof, der mit "vier Blumen" die höchste Kategorie hat, die "Urlaub am Bauernhof" zu vergeben hat. Heute stammt die Hälfte der Einnahmen am Hof aus der Zimmervermietung. Für den Lift arbeitet Vitzthum nur noch zwei Monate im Jahr.

Seit November 2007 steht er dem Salzburger Landesverband von "Urlaub am Bauernhof" vor. Anfang Mai 2009 soll der "Götzbauer" die Leitung des Bundesverbands übernehmen. Damit vertritt erstmals ein Salzburger die Interessen von österreichweit 3000 Mitgliedsbetrieben.

Dass die Nachfrage nach Urlaub am Bauernhof auch in Krisenzeiten anhält, bereitet ihm sichtlich Freude. Und trotz aller Debatten um das sinkende Milchgeld schwärmt Klaus Vitzthum vom Arbeitsplatz Bauernhof: "Die Möglichkeit, dass die Frau daheim am Betrieb arbeiten und Kinder erziehen kann, ist eine ganz schöne Sache."

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Thomas Hödlmoser)