Kajetanerplatz

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Kajetanerplatz, südliche Ansicht, bis Sommer 2011 noch Parkplatz
Brunnen am Kajetanerplatz
Herbst 2011: der fast autofreie Kajetanerplatz
Links und rechts Teile des alten Tranks des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, sowie die Kajetanerkirche im Mittelpunkt; vom Kajetanerplatz aus gesehen

Der Kajetanerplatz ist ein Platz am Rande des Kaiviertels am südöstlichen Ende der Salzburger Altstadt. Der Platz selbst gehört zum Salzburger Stadtteil Nonntal.

Wissenswertes

Im Eckhaus zur Schanzlgasse wohnte von Oktober 1797 bis Ende April 1798 Alexander von Humboldt. Hier schrieb er 1804 den noch heute umstrittenen Satz: "Die Gegenden von Salzburg, Neapel und Konstantinopel halte ich für die schönsten der Erde." Denn er war nie in Konstantinopel gewesen.

Am 20. April 1953 wurde beim Wiederaufbau des durch Bomben im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Hauses Kajetanerplatz 5 eine sehr schöne, gut erhaltene Kassettendecke entdeckt; das Haus gehörte 1549 bis 1613 der Gasteiner Gewerkenfamilie Weitmoser.

Bauten

Geschäft, Gastronomiebetriebe

Projekt Fußgängerzone

Schon 1999 beschloss der Salzburger Gemeinderat, dass im Zuge eines Baus der Süd-Garage in Nonntal der Platz Fußgängerzone werden sollte. Im Zuge der Errichtung der Tiefgarage Barmherzige Brüder flammte die Diskussion wieder auf. Da die Stadtgemeinde allerdings mit dem Betreiber des Parkplatzes Kajetanerplatz einen längerfristigen Pachtvertrag vereinbart hatte, wurde 2010 (noch) nichts aus einer Fußgängerzone.

Wunderbarer Kajetanerplatz wird jetzt zur Fußgängerzone

"Jedermann in Salzburg freut sich mit den Geschäftsleuten im Kaiviertel. Fast 15 Jahre hat ihr Kampf gedauert - aber im Juni wird der Kajetanerplatz endlich autofrei. Der Parkplatz kommt weg, die Fläche ist wieder für Menschen da. Zum Bummeln, für Märkte, zum Leben. Eine Jahrhundertchance für das ganze Kaiviertel bietet sich hier. [...]"[1]

"Die Politik hält ihr Versprechen: "Der Amtsbericht ist fertig, der Kajetanerplatz wird Ende Juni Fußgängerzone [.]", freut sich Planungs-Stadtrat Johann Padutsch im Gespräch mit der "Krone". Die vorläufige Gestaltung soll das Gartenamt übernehmen: Provisorische Pflanzenschalen kommen. Die "Krone" hat die Geschäftsleute vom Platz immer unterstützt: Ihre große Unterschriftensammlung beeindruckte die Politik. Bei der Eröffnung der neuen Tiefgarage der Barmherzigen Brüder gaben Grün, Rot und Schwarz ein Bekenntnis ab. Der Platz, unbestritten einer der schönsten der Stadt, wird autofrei. "Lediglich drei Abstellplätze für die Justitzwache und fünf bis sechs Flächen für die Anrainer werden eingeplant [.]", versichert Johann Padutsch. Alle Einbauten und die hässliche Garagenhütte kommen weg. Sitzbänke sind vorgesehen, zur Abgrenzung des Verkehrs in der Kaigasse sollen die Stadtgärtner große Schalen mit Pflanzen aufstellen. Auch die Gastgärten werden vergrößert."[2]

Bildergalerie

Quellen

  1. Salzburger Kronenzeitung, Dienstag, 7. Juni 2011, Nr. 18.357, Seite 18
  2. Salzburger Kronenzeitung, Dienstag, 7. Juni 2011, Nr. 18.357, Seite 21