Kajetanerplatz

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Bild
Kajetanerplatz.jpg
Kajetanerplatz
Länge: ca. 50 m
Startpunkt: Kaigasse
Endpunkt: Rudolfskai
Karte: Googlemaps
Kajetanerplatz und Justizgebäude; mit Parkplatz (Jahr 2010)
Kajetanerplatz von Schanzlgasse; mit Parkplatz (Jahr 2011)
Abgrenzung der Häuser der Schanzlgasse zu den Häusern des Kajetanerplatzes: rot umrandet die Schanzlgassen-Gebäude
Kajetanerplatz und Schanzlgasse; fast autofrei (Jahr 2011)
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, links und rechts Teile des alten Pflegetrakts, in der Mitte die Kajetanerkirche; Ansicht vom Kajetanerplatz

Der Kajetanerplatz ist ein Platz am südöstlichen Rande des Kaiviertels, welches sich am südöstlichen Ende der Salzburger Altstadt befindet.

Größe

Der Kajetanerplatz umfasst knapp 850 Quadratmeter und hat knapp 35 m im Durchmesser.

Lage

Der Kajetanerplatz liegt zwischen der Kajetanerkirche im Nordwesten, dem Salzburger Landesgerichtsgebäude im Osten und einer Reihe von Häusern im Süden gegen den Festungsberg hin. Von Westen kommend mündet die Kaigasse bei Haus Nr. 40 auf den Platz. Er erstreckt sich polygonal auch noch ca. 60 m die Schanzlgasse entlang, in dessen Teil sich der Kajetanerbrunnen befindet.

Wer, im Vorbeigehen, nicht genau auf die Hausnummern achtet, irrt sich deshalb landläufig, in dem er meint, dass der gesamte offene Bereich gegen Südosten hin der "Kajetanerplatz" sei. Denn eine Besonderheit bietet der Verlauf die in den Platz von Südosten kommend einmündende Schanzlgasse. Die Häuser an der Südseite des Platzes tragen nämlich als Adresse noch Schanzlgasse. Lediglich drei Häuser im Westen des Platzen hin zum Beginn der Kaigasse tragen die Adressen Kajetanerplatz 3, 4 und 5. Nummer 1 trägt das Landesgericht.

Geschichte

Im Eckhaus, allerdings schon mit Adresse Schanzlgasse, wohnte von Oktober 1797 bis Ende April 1798 Alexander von Humboldt. Hier schrieb er 1804 den noch heute umstrittenen Satz: "Die Gegenden von Salzburg, Neapel und Konstantinopel halte ich für die schönsten der Erde." Denn er war nie in Konstantinopel gewesen (einer der geschichtlichen Irrtümer, die auch in Salzburg geschehen sind).

Am 20. April 1953 wurde beim Wiederaufbau des durch Bomben im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Hauses Kajetanerplatz 5 eine sehr schöne, gut erhaltene Kassettendecke entdeckt; das Haus gehörte 1549 bis 1613 der Gasteiner Gewerkenfamilie Weitmoser.

In der Früh des 26. Juli 2014, einem Samstag, prallte ein Betrunkener Pkw-Lenker gegen den Kajetanerbrunnen. Der Unfalllenker, ein rumänischer Staatsangehöriger, fuhr noch eine kurze Strecke weiter und parkte das beschädigte Fahrzeug in der Nähe des Unfallortes. Eine Streife der Polizeiinspektion Rathaus konnte den Lenker und seinen Beifahrer ausforschen. Ein Alkotest ergab bei dem Lenker 1,44 Promille. Der Beifahrer wurde bei dem Unfall verletzt[1].

Bauten

Geschäfte, Gastronomiebetriebe

Der Kajetanerplatz wird Fußgängerzone

Schon 1999 beschloss der Salzburger Gemeinderat, dass im Zuge eines Baus der Süd-Garage in Nonntal der Platz Fußgängerzone werden sollte. Im Zuge der Errichtung der Parkgarage Barmherzige Brüder flammte die Diskussion wieder auf. Da die Stadtgemeinde allerdings mit dem Betreiber des Parkplatzes Kajetanerplatz einen längerfristigen Pachtvertrag vereinbart hatte, wurde 2010 (noch) nichts aus einer Fußgängerzone. Sie kam dann aber doch.

"Jedermann in Salzburg freut sich mit den Geschäftsleuten im Kaiviertel. Fast 15 Jahre hat ihr Kampf gedauert - aber im Juni 2011 wird der Kajetanerplatz endlich autofrei. Der Parkplatz kommt weg, die Fläche ist wieder für Menschen da. Zum Bummeln, für Märkte, zum Leben. Eine Jahrhundertchance für das ganze Kaiviertel bietet sich hier. [...]"[2]

"Die Politik hält ihr Versprechen: "Der Amtsbericht ist fertig, der Kajetanerplatz wird Ende Juni Fußgängerzone [.]", freut sich Planungs-Stadtrat Johann Padutsch im Gespräch mit der "Krone". Die vorläufige Gestaltung soll das Gartenamt übernehmen: Provisorische Pflanzenschalen kommen. Die "Krone" hat die Geschäftsleute vom Platz immer unterstützt: Ihre große Unterschriftensammlung beeindruckte die Politik. Bei der Eröffnung der neuen Parkgarage der Barmherzigen Brüder gaben Grün, Rot und Schwarz ein Bekenntnis ab. Der Platz, unbestritten einer der schönsten der Stadt, wird autofrei. "Lediglich drei Abstellplätze für die Justitzwache und fünf bis sechs Flächen für die Anrainer werden eingeplant [.]", versichert Johann Padutsch. Alle Einbauten und die hässliche Garagenhütte kommen weg. Sitzbänke sind vorgesehen, zur Abgrenzung des Verkehrs in der Kaigasse sollen die Stadtgärtner große Schalen mit Pflanzen aufstellen. Auch die Gastgärten werden vergrößert."[3]

Seit Juli 2011 ist der Kajetanerplatz nun autofrei [4]

Märkte

Seit März 2015 ist der Kajetanerplatz wieder ein Marktplatz.
Über das Jahr verteilt finden regelmäßig durch den Veranstalter Altstadt Salzburg Marketing GmbH nun die sechs nachstehenden Märkte, welche den Namen „Schanzlmärkte“ führen, statt[5][6]:

  • "Setzlingsmarkt“
  • „Kitsch, Kunst u. Krempelmarkt“
  • „Sunny Summer Sale“
  • „1. Kunsthandwerksmarkt“ (gemeinsam mit dem Veranstalter „3-Seen-Galerie“-Seekirchen)
  • „2. Kunsthandwerksmarkt“ (gemeinsam mit dem Veranstalter „3-Seen-Galerie“-Seekirchen)
  • „Spiele- u. Musikbazar“
  • "Bio!logisches Salzburg"
Der Bio-Bauernmarkt findet jeden Freitag von 8 bis 13 Uhr statt.
Dieser Markt mit regional produzierten Lebensmitteln fand zuvor am Papagenoplatz statt und wechselte nur den Standort.
BioStände mit Produkten aus Biohofmetzgereien, Biokäsereien, Biobäckereien, mit BioObst & BioGemüse und BioGetränke[7]

Bildergalerie

Teilweise tragen die Häuser, wie oben erwähnt, Hausnummern der Schanzlgasse. Da man sie jedoch vom Kajetanerplatz aus sehen kann, sind sie hier vorgestellt

Quellen

Fußnoten

  1. Salzburger Nachrichten, 26. Juli 2014, online, abgefragt am 9. Jänner 2016
  2. Salzburger Kronenzeitung, Dienstag, 7. Juni 2011, Nr. 18.357, Seite 18
  3. Salzburger Kronenzeitung, Dienstag, 7. Juni 2011, Nr. 18.357, Seite 21
  4. /www.salzburg24.at/ "Kajetanerplatz feiert Autofreiheit" 08.07.2011
  5. www.salzburg-altstadt.at/ Schanzlmarkt
  6. www.stadt-salzburg.at/ Amtsbericht Schanzlmärkte
  7. www.stadt-salzburg.at/ Amtsbericht Schanzlmärkte

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