Johann Nobis

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Johann Nobis (* 16. April 1899 in St. Georgen bei Salzburg; † 6. Jänner 1940 Zuchthaus Berlin-Plötzensee) war ein österreichischer Kriegsdienstverweigerer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Johann Nobis wurde als Sohn eines Bauern in Holzhausen, Gemeinde St. Georgen geboren. Er verweigerte als Zeuge Jehovas den Eid auf Adolf Hitler und wurde verhaftet und am 23. November 1939 wegen Zersetzung der Wehrkraft vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 20. Dezember 1939 in das Zuchthaus Berlin-Plötzensee eingeliefert, wo er am 6. Jänner 1940 hingerichtet wurde.

Sein Abschiedsbrief an seine Mutter ist von Gertrud Feichtinger-Nobis an das DÖW übergeben worden. Am Tag seiner Hinrichtung wurden fünf weitere Zeugen Jehovas aus Salzburg hingerichtet.

Stolpersteine

Am 19. Juli 1997 verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Einladung von Andreas Maislinger vor seinem Geburtshaus in Holzhausen für ihn und seinen Bruder Matthias Nobis zwei Stolpersteine.[1] Gunter Demnig war Gast der Kunstinitiative KNIE in Oberndorf bei Salzburg. Inzwischen hat Gunter Demnig über 20 000 Stolpersteine für NS-Opfer verlegt.

Im benachbarten St. Radegund wurde 2006 ein Stolperstein für den 2007 seliggesprochenen Franz Jägerstätter verlegt.

Literatur

Quellen

  1. „Stolpersteine“ zur mahnenden Erinnerung (Pressemitteilung der Zeugen Jehovas, 17. Juli 1997)
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