Hermann Gollub

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Dr. Hermann Gollub (* 1888, † 1947)[1] war ein deutscher Historiker und Archivar, der insbesondere Beiträge zur Geschichte der 1731/32 aus ihrer Heimat vertriebenen ostpreußischen Salzburger lieferte.

Leben

In den 1920er-Jahren wohnte Gollub in Breslau[2], Stadtteil Leerbeutel.[1]

Später war er Archivar am Staatsarchiv Stettin[3], dem Staatsarchiv der preußischen Provinz Pommern, und 1945 dessen letzter (kommissarischer) Leiter.[4]

1932 trat er der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde [5]

Als Stettin am Ende des Zweiten Weltkriegs Polen zugeschlagen wurde und sich abzeichnete, dass der deutsch gebliebene Teil Vorpommerns dem Land Mecklenburg zugeschlagen werden würde, erreichte Gollub, dass im August 1946 in Greifswald eine Außenstelle des Mecklenburgischen Staatsarchivs Schwerin gegründet wurde, um die seit 1942 ausgelagerten Bestände des Staatsarchivs Stettin aufzunehmen (aus dieser Außenstelle entstand das Landesarchiv Greifswald).[6]

Gollub starb 1947 überraschend.[4]

Werke

Mit Salzburgbezug

  • Stammbuch der ostpreußischen Salzburger. Gumbinnen (Ostpreußen) 1934 / (Hrsg.: Salzburger Verein e.V.) Bielefeld 1999.
  • Die Salzburger Protestanten. Adolf Luser Verlag, Wien 1939.

Sonstige

  • Die Schadenbücher des Deutschen Ordens. In: Altpreußische Forschungen Bd. 1, 2 (1924) S. 143-144.
  • Kenitz und Königsberg. In: Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte Bd. 37 (1925), S. 129-132.
  • Der Kreis Ortelsburg zur Ordenszeit. In: Prussia Bd. 26 (1926), S. 241-273.
  • Die Lycker Bürger von 1731 – 1808. In: Unser Masuren-Land 12 (1927). Nachdruck in Altpreußische Geschlechterkunde N.F. 11 (1963).
  • Geschichte der Stadt Ortelsburg. Ortelsburg 1926.
  • Die Entstehung der karolingischen Prachtklöster. In: Jahrbuch der österreichischen Leo-Gesellschaft 1929, S. 77-108.
  • Zur Datierung der ältesten Stadturkunde von Lyck. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte von Ost- und Westpreußen, Bd. 6 (1931/32), S. 11-13.
  • Das Stadtprivileg von Lötzen. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte von Ost- und Westpreußen Bd. 5 (1930/31), S. 55-57.
  • Die Verlegung der Wehlauer Franziskaner. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte von Ost- und Westpreußen Bd. 4 (1929/30), S. 14-16.

Quellen, Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Gunnar Anger, Eintrag „SCHULZ, Alfons“ in Bautz, Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon, Band XXVII (2007), Spalten 1279 ff.
  2. Breslau war damals die Hauptstadt der preußischen Provinz Schlesien, heißt heute Wrocław und ist Hauptstadt der polnische Woiwodschaft Niederschlesien (województwo dolnośląskie); vgl. den Wikipedia-Artikel „Breslau“.
  3. Vgl. den Wikipedia-Artikel „Stettin“.
  4. 4,0 4,1 Wikipedia-Artikel „Landesarchiv Greifswald“.
  5. Mitgliederverzeichnis der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde für 1935, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 75 (1935), S. 243.
  6. Heiko Wartenberg, Archivführer zur Geschichte Pommerns bis 1945 (= Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa; Bd. 33), München: Oldenbourg 2008, 315 S., ISBN 978-3-486-58540-7, S. 27 f.

(Wikipedia-Artikel abgefragt am 26. Oktober 2010)

Siehe auch

Salzburgwiki-Artikel mit Bezug zu den ostpreußischen Salzburgern: