Hallstatt

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Karte
Plätte am Hallstätter See vor dem Hallstätter Ortsteil Lahn.jpg
Basisdaten
Politischer Bezirk: Gmunden (GM)
Fläche: 59,8 km²
Geografische Koordinaten: 47° 33' N, 13° 39' O
Höhe: 511 m ü. A.
Einwohner: 815 (1. Jänner 2011)
Postleitzahl: 4830
Vorwahl: 0 61 34
Gemeindekennziffer: 4 07 09
Gemeindeamt: Seestraße 158
4830 Hallstatt
Offizielle Website: www.hallstatt.at
Politik
Bürgermeister: Alexander Scheutz (SPÖ)
Gemeinderat: 13 Mitglieder: 3 ÖVP,
10 SPÖ
Karte
Weltkulturerbe Hallstatt
Panorama vom Hallstättersee, Blick von Obertraun
Hallstättersee-Panorama 4.9.2011; Ausblick vom Ortsteil Lahn
Hallstatt

Hallstatt ist ein Ort im Südwesten von Oberösterreich im Salzkammergut am Hallstätter See.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Hallstatt liegt im südwestlichsten Teil Oberösterreichs in einem Tal, das sich nach Norden hin, nach Bad Ischl verengt. Der Ort wird im Süden vom Dachsteinmassiv begrenzt und im Osten vom gleichnamigen See. Nach Norden hin fließt die Traun vom Hallstätter See ab in den Traunsee. Unmittelbar gegen Westen erhebt sich oberhalb von Hallstatt der Plassen (1 953 m ü. A.), südwestlich am anderen Seeufer der Hohe Krippenstein (2 108 m ü. A.) mit der Rieseneishöhle und der Mamuthöhle.

Geologie

Der sich nach Westen hin auftürmende Salzberg besteht aus Kalkgestein. enns:Friedrich Simony, der 1844 das Gebiet um Hallstatt zu untersuchen begann, entdeckte zahlreiche paläontologische Fundstätten der Umgebung Hallstatts.

Klima

Der Hallstätter See bildet einen gewaltigen natürlichen Wärmespeicher und mildert damit das raue und niederschlagsreiche Klima des Inneren Salzkammerguts.

Geschichte

1311 ließ Königin Elisabeth, Gräfin von Görz und Gattin von König Albrecht I. Habsburg, in Hallstatt das erste Pfannhaus errichten und erhob den Ort am St.-Agnes-Tag zum Markt.

Im 19. Jahrhundert, als der Fremdenverkehr und der Alpinismus einsetzte, gab es in Hallstatt auch Sesselträger, die in einer eigenen Gilde zusammengefasst waren. Der letzte Aufzeichnung, wohl über den letzten Sesselträger, findet sich im Jahr 1885. Beispielsweise kostete der Aufstieg durch Sesselträger von Hallstatt zum Rudolfsturm hinauf, am Eingang des Salztals, drei Gulden, wer bis zum Bergwerk wollte zahlte sechs Gulden[1].

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Seit Dezember 1997 ist die Region Hallstatt - Dachstein / Salzkammergut" UNESCO-Welterbe.

  • Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt: Die 1505 fertig gestellte spätgotische Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt thront auf einem Felsen über den Dächern des Ortes. Die zweischiffige Hallenkirche beherbergt als kulturhistorisch bedeutendste Sehenswürdigkeit den Hallstätter Marienaltar, einen spätgotischen Wandelaltar aus Oberösterreich und entstammt der Werkstatt des Gmundner Bildschnitzers Leonhard Astl. Im Eingangsbereich befindet sich eine Kreuzigungsgruppe, die ebenfalls von Leonhard Astl stammt (siehe Bildergalerie).
  • Museum Hallstatt: Das Museum besitzt, neben dem Naturhistorischen Museum Wien, die zweite umfangreiche Sammlung von Fundstücken der Hallstattzeit in Österreich, die in einer modernen Präsentation gezeigt wird.
  • Gräberfeld auf dem Salzberg

Bildung

In Hallstatt befindet sich eine Höhere Technische Bundeslehranstalt

  • für Innenraumgestaltung und Möbelbau
  • Fachschule für Tischlerei, Bildhauerei, Drechslerei, Instrumentenbau, Meisterschulen, Berufsreifeprüfung

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Umfahrungstunnels in Hallstatt, Südportale

Hallstatt ist vom Norden her über die B 145 von Bad Ischl kommend bis St. Agatha, dann auf der B 166, der Pass Gschütt Straße, in den Salzburger Tennengau und ab Gosauzwang auf einer Landesstraße erreichbar. Diese Landestraße führt durch einen Umfahrungstunnel um das Südufer des Hallstätter Sees und Obertraun nach Bad Aussee.

Der Ortskern ist autofrei. Dazu wurden Parkkavernen angelegt, die man vom Umfahrungstunnel aus erreicht und von denen Fußwege ins Zentrum führen. Weiters gibt es einen großen Parkplatz bei der Talstation der Seilbahn zum Salzbergwerk Hallstatt.

Eine Eisenbahnstation gibt es nur jenseits des Sees am Nordostufer.

Weblinks

Quellen und Fußnoten

  1. Quelle Buch: Das Salzkammergut von Kristian Sotriffer, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag

Bildergalerie

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