Hagenauer

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Stammwappen der Herren von Hagenau, Helmzier der österreichischen Linien

Die Hagenauer sind ein altes ursprünglich bairisches Geschlecht, das im Jahr 994 mit dem Freisinger Bischof "Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau" erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie stammen aus der Gegend um Freising in Bayern; ihr Stammsitz bei Schrobenhausen (nordwestlich von Freising) war der Forst und Edelsitz Hagenau, von dem sich ihr Namen ableitet.

Herkunft

Hauptartikel: Hagenauer - ihre Herkunft

Die Geschichte der Hagenauer haben Historiker in den Freisinger Urkunden an Hand von Leitnamen und nach der Lage von Erbgütern bis ins Jahr 763 zurückverfolgt, was allerdings nicht gesichert ist. 763 wurden ein Abt Reginbert (Reginperht) mit dessen Bruder Irmenfried als Gründer des Klosters Scharnitz genannt. In den Freisinger Urkunden tauchten in nachfolgenden Generationen ein Erchenwert, Hartwich, nochmals ein Reginbert, Radolt, wiederum ein Reginbert, bis hin zu Rapoto und Fridericus auf, der 963 mit seinen Kindern erwähnt wurde. Der namensgebende Herkunftsort der Herren von Hagenau war der Edelsitz und Forst Hagenau bei Schrobenhausen in Bayern, nordwestlich von Freising. Der erste als "Hagenauer" genannte aus dem Geschlecht war der Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau, der erstmals 994 urkundlich aufscheint. Zwischen 1006 und 1036 wurde mehrmals ein Guntpolt (von Hagenau?) in den Freisinger Urkunden erwähnt. Als Stammvater der Hagenauer wird jedoch der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen. Ende des 11. Jahrhunderts siedelten sich Mitglieder des Geschlechts in Oberösterreich (Hartwicus von Hagenau 1088) und Niederösterreich (Reimprecht von Hagenau 1098) an und errichteten dort zwei weitere Sitze. Somit besaßen die in drei Linien (Stämme) verzweigten Hagenauer im 12. Jahrhundert gleichzeitig drei Stammsitze, den ursprünglichen Edelsitz bei Schrobenhausen in Bayern, den Stammsitz bei Braunau am Inn in Oberösterreich, und den Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich. Die Burg Hagenau in Oberösterreich wurde zusammen mit mehreren Lehen 1239 eingezogen und (wahrscheinlich) bereits im selben Jahrhundert erlosch diese Braunauer Linie. Der Stammsitz bei Böheimkirchen in Niederösterreich wurde im Jahr 1347 aufgegeben und im 15. Jahrhundert erlosch auch der Böheimkirch´ner Stamm. Der Edelsitz Hagenau bei Schrobenhausen der bayrischen Linie wurde nach Verwüstungen verlassen und 1364 geschliffen, der neue Stammsitz befand sich dann bei Allershausen (nordwestlich von Freising). Allershausen verblieb bis 1484 im Familienbesitz und wurde von Stephan Hagenauer zu Allershausen verkauft. Das letzte Gut bei Allershausen in Bayern wurde um 1530 von Stephans Verwandten Georg Hagenauer aufgegeben. Um 1550 ließ sich dessen Sohn Sebastian Hagenauer de Allershausen im Erzbistum Salzburg bei Piding nieder. Sein Sohn Georg, Begründer der noch heute blühenden Salzburger Linie (als Wiener und Triester Zweig), wurde 1568 in einer Salzburger Urkunde mit seinem Gut am Högl genannt. Später waren sie in Ainring und der Stadt Salzburg beheimatet.

Historischer Überblick

Die Hagenauer tauchten im 10. Jahrhundert in Bayern bei Freising auf und teilten sich im 11. Jahrhundert in die Freisinger, die Braunauer und die Böheimkirch´ner Linie. Die Braunauer Linie erlosch im 13. Jahrhundert, die Böheimkirch´ner Linie im 15. Jahrhundert. Die älteste Linie (Freisinger) setzte sich im 16. Jahrhundert im Erzbistum Salzburg als Salzburger (Ainringer) Ast fort. Aus diesem Salzburger Ast gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende Hagenauer starb Mitte des 19. Jahrhunderts.

Der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch´ner Stamm

Hauptartikel: Hagenauer - der Freisinger, Braunauer und Böheimkirch'ner Stamm
Urkunde des Reginbert von Hagenau, Bischof von Passau, 1147
Im Jahr 994 wird in einer Urkunde "Gottschalcus ex stirpe nobilium de Hagenau" (Gottschalk aus dem edlen Geschlecht von Hagenau) und somit erstmals das Geschlecht der Hagenauer genannt. Mit diesem Freisinger Bischof Gottschalk von Hagenau (992 - 1005) begann der einstweilige Aufstieg des Geschlechts. Im Zuge der Missionierung, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten im 11. Jahrhundert einige edelfreie Herren von Hagenau in Richtung südöstlicher Grenze. Dort bekleideten sie Ämter der Suffraganbistümer Salzburgs als Vögte des Hochstiftes Freising, des Hochstiftes Regensburg und zumeist des Hochstiftes Passau. Die Hagenauer von Hagenau hatten sich Ende des 11. Jahrhunderts in drei Linien verzweigt und besaßen neben ihren drei Stammsitzen (bei Freising in Bayern, bei Braunau am Inn in Oberösterreich und bei Böheimkirchen in Niederösterreich) eine große Anzahl von Lehen. Im 13. Jahrhundert begann, bedingt durch die Veränderung der sozialen Strukturen, durch den Niedergang des Hochstiftes Freising und durch den Aufstieg der Wittelsbacher, der Abstieg der Hagenauer. Unter den Urkunden des 14. und 15. Jahrhunderts befanden sich viele Verkaufsurkunden sowie Urkunden über die Einziehung ihrer Güter. Etliche aus dem Geschlecht der Freien von Hagenau begaben sich in den Schutz aufstrebender Städte des Mittelalters, wie St. Pölten, Wien, Klosterneuburg oder München, wo sie als Patrizier und Bürger genannt wurden. Schließlich erlosch die oberösterreichische sowie die niederösterreichische Linie der Hagenauer (im 13. und im 15. Jahrhundert), wobei die Freisinger Linie keine Besitzungen oder Lehen übernehmen konnte. Letztendlich war die Freisinger Linie verarmt und im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges zogen zehntausende Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. So wanderte einer der letzten Hagenauer der bayrischen Linie in das Erzbistum Salzburg aus, wo er eine neue Linie begründete. Nach Salzburg bestanden ja bereits vor 1500 urkundlich belegte Kontakte zu alteingesessenen Patrizier-Familien, die hohe Stellungen (wie Erzbischöfe oder Bürgermeister) in Salzburg inne hatten.

Die Salzburger Linie

Hauptartikel: Hagenauer - die Salzburger Linie

Von Freising kommend, ließ sich Mitte des 16. Jahrhunderts Sebastian Hagenauer de Allershausen (aus der bayrischen Linie der Herren von Hagenau) im Erzbistum Salzburg am Seyfriedengut unterhalb der Burg Staufeneck (Mauthausen bei Piding) nieder. Sein Sohn Georg wurde 1568 mit seinem Gut am Högl (damals Salzburg) sowie einer Mühle genannt. Er gilt als der Begründer der Salzburger Linie (Ast) der Hagenauer. Dessen drei Söhne Wolfgang, Rupert und Georg waren in unmittelbarer Nähe ebenfalls begütert und hatten in alte Geschlechter des Rupertiwinkels geheiratet. Ab Ende des 16. Jahrhunderts findet man sie in den Salzburger Urkunden als Urbar-Verwalter von Gütern des Domkapitels, des Erzstifts St. Peter sowie als Gutsverwalter von Schloss Staufeneck. Im 17. Jahrhundert gelang ihnen durch den Handel mit Gewürzen, kostbaren Stoffen und Metallen erneut ein Aufstieg. Die Hagenauer von Hagenau erhielten 1671 eine Wappenbesserung und die Bestätigung ihres Adels durch den kaiserlichen Palatin. Durch enge Beziehungen zu den jeweiligen Erzbischöfen und zum Erzstift St. Peter, durch Ämter am Salzburger Fürstenhof, sowie durch Reichtum und Nepotismus, erlangten sie Ansehen und Einfluss in Salzburg. Bekannt wurden die Hagenauer als Förderer und Freunde der Mozarts und Haydns, als Künstler von Erz- und Fürstbischöfen, sowie als einflußreiche Geistliche (Abt von St. Peter). Zwischen 1800 und 1816 hatten jedoch die napoleonischen Kriege das Erzbistum Salzburg und somit auch die Hagenauer hart getroffen. Einige Familienmitglieder wanderten vorerst in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz aus, deren Nachkommen dann nach Wien, die Hauptstadt der österreichisch-ungarischen Monarchie. Andere Hagenauer lebten bereits seit 1775 in der damaligen österreichischen Hafenstadt Triest. Der letzte in Salzburg geborene und dort lebende aus diesem Geschlecht war Josef Leopold Hagenauer. Josef Leopold war unter anderem Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem Steinbräu. Er starb im Jahr 1850 auf seinem Sitz Schloss Mönchstein, das 1887 von seine Erben verkauft wurde. Die heute im Bundesland Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit diesem Geschlecht derer von Hagenau verwandt.

Der Wiener Zweig

Hauptartikel: Hagenauer - der Wiener Zweig
Amélie Baronin von Hagenauer (Baronne Amélie de Hagenauer), Audienz bei Papst Leo XIII. 1888
Die napoleonischen Kriege hatten Salzburg und die Hagenauer in eine tiefe Krise gestürzt. 1810 war Salzburg als Salzachkreis nun bayerische Provinz geworden und von 1814 bis 1854 kam das Land Salzburg als fünfter Kreis zu "Österreich ob der Enns" (Oberösterreich) mit dem Verwaltungssitz in Linz. Obwohl die Hagenauer in Salzburg noch auf Schloss Mönchstein, am Gurkerhof und auf der Burg Radeck saßen, übersiedelte die nachfolgende Generation bereits in die neue Hauptstadt des Salzachkreises nach Linz. In Linz bekleideten sie als k.k. Landesbeamte die Ämter des Registratur-Direktors sowie des Landes-Baudirektors. Das gesellschaftliches Umfeld der Hagenauer bestand nun hauptsächlich aus anderen adelige Beamtenfamilien, hohen Vertretern des Klerus, sowie vielen heute noch bekannten Künstlern wie Franz Schubert, Adalbert Stifter, Moritz von Schwind etc.. Um 1870 übersiedelte Franz de Paula von Hagenauer von Linz nach Wien, sein Neffe Arnold folgte ihm später dorthin. Die anderen Linzer Hagenauer starben, ohne jedoch männliche Nachkommen zu hinterlassen. In Wien wurde Arnold von Hagenauer während des Studiums der Veterinärmedizin zunehmend als Schriftsteller tätig. Schließlich gab er sich der Schriftstellerei vollends hin, blieb unverheiratet und starb bei einem Unfall. Sein bereits früher nach Wien gezogener Onkel Franz de Paula war in Wien Direktor einer Triester Assekuranz, in der er ausschließlich kirchliche Gebäude in der Monarchie versichert hatte. Er betätigte sich, wie viele seiner Vorfahren und Nachkommen auch, sehr aktiv in der katholischen Kirche. Papst Leo XIII. verlieh dem "Nobile Francesco de Hagenauer di Salisburgo" für seine Verdienste um die römisch-katholische Kirche, als auch "für die Verdienste seiner Vorfahren", die erbliche römische Baronie. Sein Sohn Simon (II.) Baron von Hagenauer heiratete in die in Wien lebende französisch-italienische Bankiersfamilie Thomas, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis eine große Anzahl von Künstlern zählten (Francesco Pollini, Gaetano Donizetti, Giovani Fadolini, Franz Liszt, Jacques Offenbach oder Ernst Lafite), vornehmlich jedoch Musiker. Mit den Lateranverträgen von 1929 wurde die päpstliche Baronie der Hagenauer im Königreich Italien rückwirkend anerkannt und per späteren Dekret als italienischer Adel auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts ausgedehnt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938 wurde Hofrat Simon (III.) Baron von Hagenauer, für den eine führende Stelle beim Obersten Gerichtshofs (OGH) vorgesehen gewesen war, massiv unter Druck gesetzt. Infolge seiner streng katholischen Gesinnung wurde er genötigt, seine Entlassung aus dem Staatsdienst einzureichen. Die 1940 verwitwete Berta Baronin von Hagenauer war in Wien auf Grund ihrer ebenso religiösen Überzeugung in einer Widerstandsgruppe gegen das NS-Regime tätig. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, inhaftiert und gefoltert. Ihr Sohn Wolfgang, der 1940 auf ein Schweizer Internat (St. Gallen) geschickt worden war um ihn der NS-Propaganda zu entziehen, leistete später in den Bergen Liguriens (Küstenregion in Nordwestitalien) bewaffneten Widerstand gegen das totalitäre Regime des Faschismus. Seine Söhne sandte er in den 1970er Jahren auf ein Salzburger Internat, deren zahlreiche Nachkommen heute in Wien leben.

Der Triester Zweig

Hauptartikel: Hagenauer - der Triester Zweig
Familiengruft der Barone Locatelli - Hagenauer in Gorizia
1775 hatte Ignaz Joachim von Hagenauer, der Begründer des Triester Zweiges, in der (damals noch österreichischen) Hafenstadt Triest sehr erfolgreich ein Handelshaus gegründet. Nach etlichen Schwierigkeiten während der napoleonischen Zeit gelang es ihm aber wieder das Handelshaus zum ersten Haus von Triest zu machen. 1814 wurde die Versicherungsgesellschaft "Assicuratori Marittimi" von Ignaz Joachim von Hagenauer mitbegründet, deren Direktor er wurde. Nach 1819 erwarben die Hagenauer die Villa Murat (Schloss der Caroline Bonaparte, Königin von Neapel) in Triest. Als Ignaz 1824 starb, übernahmen seine zwei Söhnen Johann Lorenz und Josef Paul das Handelshaus. Der ältere, Johann Lorenz (III.), wurde später Direktor der Lloyd Austriaco Versicherungsanstalt, sowie Vize-Präsident des constituirenden ersten österreichischen Reichstags in Triest (Partei Graf Stadion). Sein Bruder Josef Paul war ausschließlich als Handelsherr tätig, starb jedoch früh. Dessen Sohn Ignaz führte als Student und später beim Militär ein bewegtes Leben (Affären, Duelle, Spielschulden etc.). Nachdem Ignaz die k.k. Armee verlassen mußte, gründete er auf seinem Gut eine Reitschule für die gehobene Triester Gesellschaft, auf dem er jedoch bald verstarb. Sein Sohn Pyrrhus von Hagenauer wuchs auf diesem Reitgut auf und wurde einer der besten Reiter in der k.u.k. Armee. Durch seine Heirat und Arrogation in das alte österreichische Adelsgeschlecht der Freiherren Locatelli von Eulenburg und Schönfeld (aus Friaul) wurde Pyrrhus sehr vermögend. 1923 erhielt "nobile Pyrrhus de Hagenauer" durch die königliche Consulta Araldica per Dekret die Bestätigung seines Freiherrenstandes im Königreich Italien mit dem Titel "di barone del S.R.I. di Eulenburg ed Schönfeld". Sein älterer Sohn Carl Georg Baron von Locatelli-Hagenauer starb während dessen Pilotenausbildung bei der königlichen italienischen Luftwaffe bereits 1942. Jedoch setzte sein jüngerer Sohn Alexander (1924 - 1987) durch die Adoption seines Stiefsohnes George Albert die Triester Linie fort. Dessen Nachkommen leben heute in Lucca und Florenz.

Persönlichkeiten

Hauptartikel: Hagenauer - Persönlichkeiten aus der Familie

Das beständig katholische Adelsgeschlecht der Hagenauer stand stets in enger Beziehung mit der römisch-katholischen Kirche; vorerst über das Hochstift Freising, das Hochstift Regensburg und das Hochstift Passau, später über das Erzbistum Salzburg und da im Besonderen mit der Erzabtei St. Peter. Etliche Hagenauer waren ja selbst Bischöfe (Freising und Passau), Äbte (Scharnitz, Melk, Augsburg und Salzburg), Prioren (Wessobrunn) oder Würdenträger anderer Kirchenämter (Priester, Vikare), und somit Repräsentanten der amtlichen Kirche. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war eine Reihe von Familienmitgliedern in Verwaltungsämtern am Salzburger Fürstenhof, am fürstbischöflichen Hof Gurk und am Hof des Fürstbistums Passau tätig. Als Künstler wurden Hagenauer hauptsächlich von katholischen Erzbischöfen, Fürstbischöfen, Domherren und Äbten beauftragt, daneben aber auch von katholischen Monarchen aus dem österreichischen Kaiserhaus und dem bairischen Kurfürstentum, sowie von Mitgliedern der katholischen Hocharistokratie. Ab circa 1865 oblag Hagenauern die Verantwortung bezüglich der Assekuranz einer Großzahl von Gebäuden der katholischen Kirche in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Diese beständige wechselseitige Beziehung, zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Geschlecht der Hagenauer, manifestierte sich in kirchlichen Stiftungen, in der Verwaltung kirchlicher Güter, sowie in der Führung von kirchlichen oder kirchennahen Organisationen durch die Hagenauer. Andererseits wiederum erlangte das Geschlecht der Hagenauer durch und von der Kirche Besitz und Privilegien (Lehnsrechte, Güterprivilegien, Bergrechte, Verwaltungsrechte, Vogtämter und andere Verwaltungsämter), sowie die Aufnahme in päpstliche Ritterorden und die Verleihung der päpstlichen Baronie. Unter den Mitgliedern dieses Geschlechts findet man neben außergewöhnlichen Kirchenmännern aber auch Kreuzritter, vermögende Handelsherren, Mäzene, Künstler, Freimaurer und Mitglieder in anderen Geheimgesellschaften, sowie Widerstandskämpfer im zweiten Weltkrieg.

Name

Hauptartikel: Hagenauer - über den Namen, seine Herkunft, seinen Wandel und seine Bedeutung

Im Jahr 994 wurde das Geschlecht der Hagenauer als "stirps nobilis de Hagenau" (edles Geschlecht von Hagenau) erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von der Herkunft aus dem Gebiet Hagenau nördlich von Freising (Bayern) mit dem sich darauf befindlichen Edelsitz Hagenau ab. Der Flurname "Hagenau" setzt sich aus den beiden Begriffen Hagen und Au zusammen, die ihre Wurzeln in der germanischen Sprache (haga und awjo) haben. Der Name veränderte sich im Althochdeutschen (hagan und awa) und im Mittelhochdeutschen (Hagen und Ouwe), um schließlich im Frühneuhochdeutschen zum heutigen "Hagenauer" zu werden. Der Name "von Hagenau", der sich ab dem 14. Jahrhundert zunehmend und ab dem 15. Jahrhundert gänzlich zu "Hagenauer" gewandelt hatte, bedeutet soviel wie "von der umzäunten Au".

Stand und Wappen

Hauptartikel: Hagenauer - Stand und Wappen
Siegel des Karel von Hagenau (auch Hagenauer), 1387
Die Hagenauer wurden in ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 994 bereits als adeliges Geschlecht genannt. Im 13. Jahrhundert begann der Abstieg der ehemals edelfreien Hagenauer, die sich in die Ministerialität und in den Schutz aufstrebender Städte begaben. Im 14. und 15. Jahrhundert führte dies zum Verkauf ihrer verbliebenen Lehensrechte, Bergrechte, Vogtrechte, des Zehents und der Güter, sowie des letzten Stammsitzes in Bayern. Bereits um 1500 waren die Herren von Hagenau verarmt und ihr Adel infolge von Mesalliance verdunkelt. Ab dem 16. Jahrhundert gelang ihnen in Salzburg erneut der Aufstieg und im 17. Jahrhundert erhielten die Herren Hagenauer die Bestätigung ihres alten Adelswappens mit Wappenmehrung durch den kaiserlichen Palatin. Im 18. Jahrhundert wurde Mitgliedern des Geschlechts vom Salzburger Erzbischof als auch vom Passauer Fürstbischof das Adelsprädikat bestätigt. Der Wiener Linie wurde im 19. Jahrhundert das päpstliche Baronat (schwarzer Adel) verliehen. Per späteren Dekret wurde der erbliche italienische Freiherrenstand mit Ausdehnung auf alle Nachkommen beiderlei Geschlechts für das Königreich Italien (weißer Adel) rückwirkenden anerkannt. Auch die Triester Linie Locatelli-Hagenauer erhielt nach Adelsarrogation die spätere Anerkennung ihres Freiherrenstandes im Königreich Italien (weißer Adel).

Das Hagenauer Stammwappen, das in vielen Urkunden, an Grabstätten und Gebäuden zu finden ist, zeigt einen Dreiberg mit Hagenbaum (-strauch). Aus dem Jahr 1137 stammt die älteste Darstellung des Wappens, das auf dem Epitaph des Reimprecht von Hagenau abgebildet ist (heute Stift St. Pölten, Niederösterreich). Im 17. Jahrhundert erhielten die Hagenauer in Salzburg eine Wappenmehrung mit zwei schwarzen auffliegenden Adlern auf goldenem Grund, die Helmdecke nun in den Farben Salzburgs (rot-weiß, schwarz-gold) tingiert.

Erbbegräbnisse

Genealogie

Hauptartikel: Hagenauer - Genealogie der Familie

Als Stammvater wird der 1068 in den Freisinger Urkunden genannte Guntpold von Hagenau gesehen, von dem sich in direkter Stammlinie alle Nachkommen der Hagenauer ableiten. Ende des 11. Jahrhunderts hatten sich die von Hagenau in drei Linien verzweigt, wobei die zwei jüngeren Linien bereits im 13. und 15. Jahrhundert erloschen und nur die älteste Linie (der Freisinger Stamm) sich im Mannesstamm fortsetzte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der letzte bayrische Stammsitz in Allershausen aufgegeben, wonach ein Nachkomme Bayern verließ und diese Linie in Salzburg (als Salzburger Linie) fortpflanzte. Diese Salzburger Linie verzweigte sich kurz nach 1600 erneut in drei Linien (Wolfgang, Johannes und Georg), wobei die beiden jüngeren Linien ebenfalls im Mannesstamm erloschen. Aus der ältesten (Wolfgang´schen) Linie gingen Ende des 18. Jahrhunderts ein Triester Zweig und Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wiener Zweig hervor, die beide heute noch blühen. Auf Grund der weit zurückreichenden Genealogie des Hauses Hagenauer wurde vorerst ein Überblick der einzelnen Stämme, Linien, Äste und Zweige (mit den Begründern sowie den gegebenen Falls Letzten) wiedergegeben. Ein durchgehender Stammbaum wurde unter Berücksichtigung des Salzburgbezuges erst ab der Niederlassung der Herren von Hagenau im Erzbistum Salzburg (beginnend mit "Georg I.") dargestellt.

Publikationen - Hypothesen und Fakten

Hauptartikel: Hagenauer - Theorien über die Herren von Hagenau

Seit Ende des 16. Jahrhunderts erschienen in verschiedenen Publikationen diverse Theorien über die Herkunft, die Genealogie und die Geschichte der Hagenauer. Infolge des ursprünglich spärlichen Quellenmaterials waren die ersten Arbeiten über die Herren von Hagenau sehr fragmentarisch und enthielten Fehler. In späteren Publikationen setzten sich dann auf Grund lückenhafter, mitunter auch ungenauer oder überhaupt fehlender Quellenforschung, sowie durch die Wiederholung von bereits anfänglich publizierten Irrtümern, viele Fehler und Vermutungen fort. Jedoch hatten Historiker ab dem 19. Jahrhundert durch umfangreiche und gezielte Quellenforschung, sowie durch die Erschließung von neuem Quellenmaterial (Urkunden, Siegeln, Epitaphien, Gruften, Registern, Briefen, Analen, Biographien, Kirchenbucheintragungen, genealogischen Tafeln etc.), den historischen Sachverhalt bezüglich der Hagenauer zunehmend rekonstruiert und frühere Irrtümer berichtigt.

Namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien

Hauptartikel: Hagenauer - namensgleiche Adelsgeschlechter und Familien

Neben dem Geschlecht der Herren von Hagenau tauchten ab dem 13. Jahrhundert auch andere namensgleiche Geschlechter auf, die sich ebenfalls von Hagenau bzw. später auch Hagenauer genannt hatten. Die meisten dieser Geschlechter kamen, soweit es sich nachvollziehen lässt, aus unterschiedlichen Orten und Städten Hagenau, von denen sie ihren Namen abgeleitet hatten. Sie traten in Urkunden manchmal in (zum Geschlecht der Herren von Hagenau) divergierender Schreibweise auf, führten aber vor allem andere Wappen. Diese Geschlechter und Familien waren in der Schweiz, in Bayern, im Elsass und in Hessen ansässig. Ebenso wurden Mitglieder von Hagenauer Geschlechtern in Tirol, in Oberösterreich und in Niederösterreich urkundlich erwähnt, wobei die meisten jener Geschlechter heute ausgestorben sind.

Sitze und Besitzungen

  • Edelsitz und Lehen Hagenau bei Schrobenhausen, um 1006 bis 1348, geschliffen
  • Gut bei Natz, Brixen (Südtirol), um 1078
  • Burg und Lehen bei Neuburg am Inn, um 1080
  • Burg und Lehen Hagenau bei Braunau am Inn, erstmals erwähnt 1088 bis 1262, 1571 durch Brand und Hochwasser zerstört
  • Burg und Lehen Hagenau bei Außerkasten, Böheimkirchen, Niederösterreich, 1098 bis 1347, (1529 im Türkenkrieg zerstört)
  • Burg Zelking, wahrscheinlich von den Herren von Hagenau vor 1100 erbaut, bei Melk (Niederösterreich), Ruine
  • Gut Hagenau (Hag(e)naw) bei Anthering, um 1110 bis 1239
  • Burg und Lehen Steyregg, () bis ca. 1150
  • Gut Hagenau bei Ainring, Hagenauer Mühle, bis 1239
  • Lehen bei Breitenwiesen, Seeheim (Bayern)
  • Lehen bei Maisbach, Nußloch (Bayern)
  • Gut Hagenau bei Rott am Inn, bis 1239
  • Gut bei Sewen, Molfort (Frankreich)
  • Gut in Sandelzhausen, Mainburg
  • Gut bei Salmading, Freising (Bayern)
  • Gut Schroßlach bei Freising (Bayern)
  • Gut Pellhausen bei Freising (Bayern)
  • Gut bei Piegendorf, Loiching (Bayern)
  • Gut bei Puchheim (Bayern)
  • Gut bei Elsenbach Dorfen
  • Gut bei Seeon, im Chiemgau (Bayern)
  • Lehen und Hof zu Schauching (NÖ), bis 1366
  • Freieigener Hof zu Tresdorf (NÖ), ab 1366
  • Gut und Hof zu Anger in der Pfarre Böheimkirchen (NÖ), bis 1347
  • Mühle bei Moos an der Fischau (bei Wr. Neustadt, NÖ) um 1431
  • Güter und Lehen zu Perchtoldsdorf (NÖ), mit Bergrecht, Vogtrecht und Weinzehent bis 1439
  • Gut Eggenberg bei Allershausen (Bayern), bis 1484
  • Gut in Westerndorf (bei Allershausen), bis 1530 oder 1545
  • Seyfried(en)hof in Mauthausen bei Piding (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab 1550
  • Hög(g)lgut bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um 1568
  • Mautmühl, Mühl in Hagenau (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), 1614
  • Ainringer Hof, in Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab 1635
  • Messerschmiedhaus zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um 1640
  • Aman(n)gut, (Vogtgut) zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), ab 1672
  • Haus in Salzburg, Getreidegasse Nr. 7, um 1676
  • "Hagenauer-Haus" in Salzburg, Mozarts Geburtshaus Getreidegasse Nr. 9, 1712 bis 1831
  • Hu(e)berhof zu Straß (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), 1720
  • Geppingergut in Gepping bei Ainring (damals Erzbistum Salzburg, heute Bayern), um 1720
  • Habnerguet (Weirerguet) zu Berg, ab 1721
  • "Hagenauer-Landhaus" im Nonntal Nr. 10 (heute Nonntaler Hauptstraße Nr. 24), ab 1745
  • Gurkerhof in Salzburg, 1748 - 1835
  • Seuerlhof in Adelstetten, um 1760
  • "Hasenhaus", Haus am Kranzlmarkt Nr. 4 in Salzburg, 1789
  • Hallergut in Viehhausen
  • Villa (des Königs) Murat in Triest, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), seit 1819
  • Haus am Haarmarkt Nr. 733 in Wien (heute Rotenturmstraße 12), um 1824
  • Burg Radeck auch Schloss Radeck genannt, mit den Gütern Seichterberg und Strobl, 1825 - 1837
  • "Hagenauer-Schlösschen", Schloss Mönchstein in Salzburg, 1833 - 1887
  • Gut und Schloss (Villa) Angoris bei Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, seit 1918 Italien), bis 1936
  • Palazzo Locatelli-Hagenauer in Cormòns, (Friaul-Julisch Venetien, damals k.u.k Österreich, heute Italien), bis 1922
  • Palazzo Gianfigliazzi in Florenz, Toskana, Italien
  • Villa Bendinelli in Lucca, Toskana, Italien

Quellen

  • Wiguleus Hund à Sulzemos: Metropolis Salisburgensis, Ingolstadt 1582
  • Wiguleus Hund à Sulzemos: Bayrisch Stammen-Buch: Der erst(ander) Theil, S.219f, Ingolstadt 1585
  • Gabriel Bucelin(us): Germania topo-chrono-stemmatographica sacra et profana, Band IV, Ulm 1678
  • Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747): Bayrische Adels Beschreibung. Eine Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels, Band 13: Hagenau von und zu Hagenau, handschriftliche Aufzeichnungen in der Bayerischen Staats-Bibliothek
  • Philibert Hueber: Austria Ex Archivis Mellicensibus Illustrata, Leipzig 1722
  • P. Carl Meichelbeck: Historia Frisingensis: Prima Quinque Ab Adventu S.Corbiniani I.Episcopi Saecula ..., Bd. I, Augsburg 1724 online
  • Raimund Duellius: Excerpterum Genealogico - Historicorum, Libri Duo, Leipzig 1725
  • Johann Georg Schnürer: Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen und Hof/Kalender, 1735, Salzburg 1735
  • Hans-Jacob Leu: Allgemeines Eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon, 9. Theil von Go-He, bey Hans Ulrich Denzler, Zürich 1754
  • Placidus Berhandtsky: Auszug der Neuesten Chronick des alten Benediktiner Klosters zu St. Peter in Salzburg, Zweyter Theil, Joh. Jos. Mayers sel. Erbinn Buchhandlung, Salzburg 1782
  • J. Gerold: Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien, Wien 1784
  • Ludwig Albrecht Gebhardi: Genealogische Geschichte der erblichen Reichsstände in Deutschland Bd. III, Halle 1785
  • Passauer Kirchenbuch, handschriftliche Eintragung am 21. September 1786 (Hochzeit des Johann Georg v. Hagenauer mit Karolina Leopoldina Antonia Freyin v. La Marre), Passau
  • Johann Bapt. v. Hagenauer: Unterricht von der Proporzion des Menschen, k.k. Hofbuchdrucker Joseph Edler von Kuzbeck, Wien 1791 online
  • F.K. Wißgrill: Schauplatz des landesansässigen niederösterreichischen Adels vom Herren- und Ritterstand, Bd IV, 1794
  • Johann Bernhard Zezi: Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender / 1794, Salzburg 1794
  • J. Gerold (Druckerei): Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien, Wien 1802
  • J. Gerold (Druckerei): Hof und Staats-Schematismus der röm. kaiserl. auch kaiserl. königlichen und erzherzoglichen Haupt- u. Residenzstadt Wien, Wien 1803
  • Hof- und Staats-Schematismus des Österreichischen Kaiserthumes, 1807, Wien 1807
  • Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Baiern, 1812, München 1812
  • Franz Xaver Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813
  • Schematismus der Diözesan-Geistlichkeit des Erzbisthums Salzburg, auf das Jahr 1814, Salzburg 1814
  • Samuel Baur: Neues Historisch- Biographisch- Literarisches- Handwörterbuch, VI. Bd., Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1816
  • Benedikt Pillwein: Biographische Schilderungen oder Lexikon Salzburgischer theils verstorbener theils lebender Künstler, Salzburg 1821
  • Franz Anton Sinnacher: Beyträge z. Geschichte d.bischöfl. Kirche Säben u. Brixen in Tyrol, Band 6, Brixen 1828
  • Benedikt Pillwein (Hrsg.): Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg Bd. IV, Der Innkreis, Linz 1832
  • Joseph Philipp Fellner: Familiengeschichte Fel(l)ner, handschriftliche Aufzeichnungen, Wien 1833 (Privat-Archiv, Salzburg)
  • Franz Xaver Scheidhardt: Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald, Bd. III, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1836
  • Friedrich Freiherr v. Schweickhard: Darstellung des Erzherogthums Oesterreich unter der Ens, Viertel Ober- Wienerwald, Bd. IX, Wallishausser´s Buchdruckerei, Wien 1837
  • Friedrich Heinrich von der Hagen: Minnesänger, Deutsche Liederdichter des 12., 13. und 14. Jahrhunderts, Leipzig 1838
  • Joseph Schöller: Die Bischöfe von Passau und ihre Zeitereignisse, Druck und Verlag Pustet´sche Buchhandlung, Passau 1844
  • Andreas Chabert: Chronik Chabert, Familienchronik mit einem Kapitel über die Hagenauer, handschriftliche Aufzeichnungen, Linz 1847 (Privat-Archiv, Salzburg und Wien)
  • Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld: Die Dynastie von Hagenau, Mitstifter der Abbtei Seitenstetten in Österreich, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 1, 1848
  • Martin v. Deutinger, Dompropst zu München (Hrsg.):Beyträge zur Geschichte, Topographie und Statistik des Erzbistums München und Freising, Bd. VI, München 1854
  • Heinrich Gentner: Geschichte des Benedictinerklosters Weihenstephan bey Freysing, München 1854
  • Gustav Haider: Jahrbuch der Kaiserl. Königl. Central-Comission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale, Bd. II, S.122 ff; Wien 1857
  • Historischer Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): Die Veste, das fürstliche Pflegschloß zu Traunstein, Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 19, S. 223 ff; Kgl. Hofbuch-Druckerei G. Wolf & Sohn, München 1858-1860
  • Johann Baptist Rietstap, Armorial général , Wappenbuch Europäischer Adelsfamilien, S. 870, Couda 1861
  • Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, 7. Bd., kaiserlich-königliche Hofdruckerei, Wien 1861
  • Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Deutsches Adels-Lexicon, 4. Bd., Verlag Fr. Voigt, Leipzig 1863
  • Joseph Grassinger: Die Pfarrei Allershausen im königl. Bezirks-Amte Freising, Sonderabruck aus Bd. 27 des oberbayrischen Archivs, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf & Sohn, München 1866
  • Historische Verein von und für Oberbayern (Hrsg.): Oberbayrisches Archiv für vaterländische Geschichte, Bd. 27, Kgl. Hofbuch-Druckerei Dr. G. Wolf & Sohn, München 1866-1867
  • L. De Magny: Armorial - et Comtes Romains - et Titres Pontificaux, Aux Archives de la Noblesse, Paris 1890
  • Johann Ev. Lamprecht: Geistliche Ehrenhalle, das ist aus Oberösterreich entstammende Geistliche höheren Ranges, 2. Aufl. Linz 1895
  • Ranglisten des kaiserlich und königlichen Heeres 1916, abgeschlossen mit Personalverordnungsblatt Nr. 44/16, teilweise bis Personalverordnungsblatt Nr. 66/16 berichtigt, K.k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1916
  • Michael Schaller: Schematismus für das K. u. K. Heer und für die Kriegsmarine für 1918, k. k. Hof- und Staatsdruckerey, Wien 1918
  • Simon (II.) Baron von Hagenauer: Jagd, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)
  • Simon (II.) Baron von Hagenauer: Reisen, Kostelitz 1919, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)
  • Simon (II.) Baron von Hagenauer: Land und Leute, Wien 1920, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv Wien)
  • E. Tietze - Conrat: Johann Baptist Hagenauer, Sonderdruck a. d. JB d. KHI; Dr. Benno Filser-Verlag, Augsburg 1920
  • Consulta araldica - Italia: Pel riconoscimento del titolo di barone del S.R.I. di Schönfeld ed Eulenburg a Carlotta Maria Giorgina Matilde Locatelli ed al marito cavaliere Pirro de Hagenauer, Verlag Pallotta, fratelli (tip.), Rom 1923
  • Marianne Freifrau von Hauser: Beiträge zu Salzburger Familiengeschichte, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, S. 148ff, Salzburg 1938
  • Franz Martin: Hundert Salzburger Familien, Sonderdruck des Verlags der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1946
  • Friedrich Funder: Vom Gestern ins Heute, Heroldverlag Wien, 1952
  • I. Wegleiter: Johann Baptist Hagenauer; Diss. Uni Wien, 1952
  • Stephen Tayler: who`s who in Austria 1957/58, The Central European Times Pub. Co. Ltd., 1959
  • Franz Pfeffer, Die Trefflinger Pforte - Die Altherrschaften, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1962
  • Marianne Freifrau von Hauser: Geschichte des Hauses Hagenauer, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien, 1965
  • Fried Pankraz, Die Hochfreien von Hagenau bei Freising, Amperland Bd. 2, 1966
  • Franz Tyroller, Genealogie des altbayerischen Adels im Hochmittelalter, in: Genealogische Tafeln zur mitteleuropäischen Geschichte, hg. von Wilhelm Wegener, Göttingen 1962-1969
  • Kurt Holter, Geschichte von Schlierbach bis 1355, in: Jahrbuch des OÖ. Musealvereins. Bd. 116/1, S. 213 ff, 1971
  • Adolf Hahnl, Das Neutor, Schriftreihe des Stadtvereins Salzburg, Verlag: Kulturgut der Heimat, Bd. 6, Hrsg. Ernst Ziegenleder, Salzburg 1977
  • Max Wieser: Schloß Staufeneck, Verlag Staufeneck, 1978
  • Franz Brunhölzl, Max Spindler: Handbuch d. bayrischen Geschichte, C.H.Beck Verlag, München 1980
  • Georg Hunklinger: Das Salzfass, Heimatkundliche Zeitschrift des historischen Vereins Rupertiwinkel 16. Jg. H 1 , 1982
  • Amt der Salzburger Landesregierung - Kulturabteilung, Peter Krön (Hrsg.): St. Peter in Salzburg, 3. Landesausstellung, Druckhaus Nonntal / Salzburg 1982
  • Max Wieser: Pidinger Heimatbuch. Aus der Chronik eines Dorfes mit Hof- und Familiengeschichte. 1250 Jahre Piding 735 - 1985, Eigenverlag, Piding 1985
  • Gemeinde Ainring (Hrsg.): Ainring, Heimatbuch, Tittmoning 1990.
  • Josef Hemmerle: Das Bistum Augsburg; Die Benediktinerabtei Benediktbeuern, Berlin, New York: de Gruyter, 1991
  • Wilma Buchinger: Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Georg Olms Verlag, Hildesheim 1996
  • P. Petrus Eder / Johann Kronbichler (Hrsg.): Hl. Rupert von Salzburg 696 - 1996, Katalog der Ausstellung im Dommuseum zu Salzburg und in der Erzabtei St. Peter, Salzburg / Dommuseum / 1996
  • G. Geromet, R. Alberti: Nobiltà della contea. Palazzi, castelli e ville a Gorizia, in Friuli e in Slovenia, Vol.1 u. 2., Verlag: Editioni della Laguna, 1999
  • Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: Salzburger Kulturlexikon, Residenz Verlag, Salzburg 2001
  • Wolfgang Hagenauer: Erinnerungen, maschinenschriftliche Aufzeichnungen, (Privat-Archiv) Wien 2001
  • Martin Hofbauer: Ausbildung und Strukur der Herrschafts- und Besitzverhältnisse des Hochstifts Passau im 13. und 14. Jahrhundert, dargestellt an den Passauer Urbaren; Diss. Helmuth-Schmidt Univ., Hamburg 2005
  • Genealogisches Handbuch des Adels: Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2006
  • Salzburger Barockmuseum (Hrsg.): Barockberichte 44/45 (2006): Die Hagenauer – Künstler, Kaufleute, Kirchenmänner im Salzburg der Mozartzeit, Eigenverlag, Salzburg 2006
  • Adolf Hahnl: Der Gurker, Passauer beziehungsweise Salzburger Architekt Johann Georg Hagenauer (1748 - 1835)
  • A. Borella: Annuario della Nobiltà Italiana, Nova Ser. 2006; Milano 2007
  • Rudolph Angermüller: Maria Theresia Hagenauer, Salzburger Archiv, Bd. 32, Salzburg 2007
  • Plinio Correa de Oliveira: Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten, Wien, 2008
  • Johann Christoph Allmayer-Beck: Vom Gastwirtssohn zum Ministermacher: Anton Beck und seine Brüder, Böhlau Verlag, Wien 2008
  • Adolf Hahnl, Hannelore und Rudolph Angermüller: Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg : Tagebücher 1786-1810; Hrsg. Historischen Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie ; St. Ottilien : EOS, 2009
  • Giorgio Geromet: Araldica, Nobilità e Costumi: Del Friuli e della Venezia Giulia, del Carso triestino, dell´Istria e della Dalmatia; Edizione Lugio, Triest 2009
  • Stephan Hubinger: Herrschaftsarchiv Hagenau, Oberösterreichisches Landesarchiv, 2009
  • Bruno Schober: Der schiefe Turm von Lanzendorf bei Böheimkirchen, 2009/2010
  • Gunda Barth-Scalmani, Margareth Lanzinger, Ellinor Forste, Gertrude Langer-Ostrawsky: Aushandeln von Ehen, Heiratsverträge der Neuzeit im europäischen Vergleich, Böhlau-Verlag, Köln Weimar Wien, 2010
  • Roman Sandgruber: Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910, Styria Premium Verlag, Wien 2013

Weblinks

Urkunden und Einzelnachweise

Haus Hagenauer