Großglockner Hochalpenstraße

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rundblick von der Edelweissspitze im Juni 2012
ein Panorama-Bild von der Großglockner Hochalpenstraße
Karte
Großglockner Hochalpenstraße, Mautstelle Ferleiten
links im Hintergrund der Großglockner
und so sah es an gleicher Stelle 1935 im Eröffnungsjahr der Straße aus
Blick von der Edelweißspitze Richtung Fuscher Törl
Blick von der Edelweißspitze über die Fuscher Lacke hin zum Mittertörl- und Hochtor-Tunnel, Blickrichtung ziemlich genau nach Süden
Großglockner Hochalpenstraße - das Logo

Die Großglockner Hochalpenstraße ist ein Alpenübergang der Ostalpen in den Hohen Tauern im Bereich der Zentralalpen zwischen dem Land Salzburg vom Pinzgau und Kärnten. Sie führt durch ein Landschaftsschutzgebiet.

Artikelübersicht

Neben diesem Hauptartikel bestehen noch folgende Beiträge im Salzburgwiki rund um die Großglockner Hochalpenstraße:

Die Panoramastraße

Der Großglockner ist für viele Menschen der Inbegriff eines faszinierenden Naturerlebnisses. Bei einer Fahrt entlang der Großglockner Hochalpenstraße werden Größe und Macht der Alpen, die Faszination des ewigen Eises und der Urgewalt der Natur erlebbar. Eine Million Besucher jährlich zählt die Großglockner Hochalpenstraße, mehr als 60 Millionen Menschen haben seit der Eröffnung der Straße von ihr aus eine einzigartige Landschaft im Nationalpark Hohe Tauern beobachten können.

Diese Ausflugsstraße folgt dem Verlauf antiker Römerstraßen und mittelalterlicher Saumpfade, die - wie Archäologen mit Funden bewiesen haben - bereits in vorchristlicher Zeit als Handelsweg benützt wurde. Diese Straße ein Lehrweg von vier Jahrtausenden alpiner Kulturgeschichte. Aber auch ein Stück österreichischer Identität, wurde sie doch durch den mühevollen Bau in der Zeit der Weltwirtschaftskrise zwischen den beiden Weltkriegen errichtet, als der junge Staat damit wenigstens einen Teil der vielen Arbeitslosen beschäftigen konnte.

Bauliche Meisterleistung

Hauptartikel: Großglockner Hochalpenstraße Baugeschichte

Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über das Hochtor vorlegte, ernteten sie vorwiegend Spott. In einer Zeit, in der es in Österreich, Deutschland und Italien erst 154 000 Pkw, 92 000 Motorräder und knapp 2 000 km asphaltierte Überlandstraßen gab, durchlitt Österreich die wirtschaftlich katastrophalen Folgen der Niederlage im Ersten Weltkrieg.

Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die karge Alpentäler dem automobilen Fremdenverkehr erschließen sollte, gab 1929 der New Yorker Börsenkrach. Diese Katastrophe traf das ohnehin ärmliche Österreich mit verheerender Wucht. Die Arbeitslosigkeit stieg über die 500 000-Personen-Grenze, das waren 26 Prozent. Binnen drei Jahren sackte die Wirtschaftsleistung um ein Viertel ab. Jetzt holte die Bundesregierung die Pläne für die Glocknerstraße wieder aus der Schublade, um wenigstens 3 200 von durchschnittlich 520 000 Arbeitslosen zu beschäftigen.

Mittlerweile war das Projekt auch schon auf sechs Meter Breite für den Bedarf des "internationalen Großverkehrs" und zur allgemein bespöttelten Berechnung gediehen, dass jährlich gewiss 120 000 Besucher kämen (1936, im Jahr nach der Eröffnung der Straße waren es bereits 146 427 und 1938 schon 374 465 Personen!).

Am 30. August 1930, um 09:30 Uhr, drückte der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, der Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl und der Techniker Franz Wallack, eine Sensation. Mit einem adaptierten "Steyr 100"-Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw. Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am 3. August 1935 eröffnet und tags darauf mit einem internationalen Auto- und Motorradrennen zünftig in Betrieb genommen.

Die Glocknerstraße kostete einschließlich dem Ausbau der Zufahrten 910 Mio. öS (Geldwert 1990, 66 Mio. Euro), um sieben Millionen öS (rund 500.000 Euro) weniger als der Voranschlag.

Besucherzahlen

Mit 120 000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog 1938 bereits knapp 375 000 Besucher in 98 000 Fahrzeugen an.

Entwicklung der Zahlen

Jahr   Personen      Pkw      Busse      Motorräder     Fahrräder  
1931[1] 21 664 3 290 1 133 403
1935 130 571 19 309 4 174 5 482
1938 374 465 76 138 5 355 15 951
1939 297 242 58 114 4 325 16 962
1941 10 317 923 493 84
1945 1 106 283 15 41
1946 30 278 2 949 586 621
1950 291 135 33 842 5 167 14 528
1955 722 937 127 574 8 162 47 562
1959 987 445 228 372 8 491 26 382
1931 - 1950 8 033 623 1 450 773 112 332 404 245 57 545
1960 1 027 986 246 593 8 897 19 943 1.166
1965 1 087 024 291 287 6 931 5 114 462
1968 960 455 260 069 7 795 2 071 [2]

Daten bis 1959: 25 Jahre Großglockner Hochalpenstraße, die Geschichte ihres Baues, 1960, Springer Verlag Wien. Die Daten danach wurden einem kopierten Ergänzungsblatt entnommen, das sich in einem weiteren Exemplars dieses Buches fand.

Die Mauteinnahmen im Rumpfjahr 1935 betrugen bereits öS 742.984.-- (damaliger Wert, umgerechnet 54.000 Euro), eine der ersten Mautdamen auf Salzburger Seite war Hella Trauner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es bis 1952, bis der Vorkriegsrekord mit 412 000 Besuchern und 91 000 Fahrzeugen überboten wurde. Dann ging es mit erstaunlichen Zuwachsraten auf den Höhepunkt 1962 zu: 360 000 Fahrzeuge und 1,3 Mio. Besucher.

Die Eröffnung des Felbertauerntunnels (1967) und der Tauernautobahn (1975) drosselte zwar die Frequenz um annähernd 15 Prozent, veränderte aber den Charakter der Großglockner Hochalpenstraße nachhaltig. Von der einzigen transalpinen Straße über den 158 km langen Alpenhauptkamm zwischen Brenner und Katschberg zu einer Ausflugsstraße mit einem Einzugsgebiet von rund 130 km Radius.

Die Glocknerstraße spiegelt auch den materiellen Fortschritt der Menschen wider. In den ersten Betriebsjahren machten Motorräder als "Auto des kleinen Mannes" bis zu einem Viertel der Frequenz aus; den Höhepunkt brachte das Jahr 1955 mit 47 500 Motorrädern (26% der Frequenz); im klassischen "Wirtschaftswunderjahr" 1968 zählte man nur mehr 2 071 Motorräder. Mittlerweile hatte sich das Motorrad zu einem teuren Sportgerät gerade für Bergfahrten entwickelt. Und so stieg die Anzahl der Motorräder auf der Großglockner Hochalpenstraße bis 2003 wieder auf über 76 000 an. Den Charakter einer erstrangigen touristischen Attraktion unterstreicht auch die wachsende Zahl der Reisebusse.

Steigende Besucherzahlen erforderten ab 1953 die etappenweise Modernisierung der Straße bis auf 7,5 m Breite, auf 15 statt zehn Meter Kehrenradien, auf 4 000 statt 800 Parkflächen, auf ein sicheres Durchschnittstempo von 70 statt 40 km/h und einer Kapazität von 350 000 Fahrzeugen jährlich.

2010, im 75. Jahr des Bestehens der Straße, konnte der sechzigmillionste Gast begrüßt werden. In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde die Panoramastraße pro Jahr durchschnittlich von 200 000 Fahrzeugen mit 900 000 Besuchern frequentiert.

Schneeräumung

Hauptartikel: Schneeräumung Großglockner Hochalpenstraße

Eine entscheidende Rolle für die Frequenz spielt auf hochalpinen Straßen die Schneeräumung. In den Jahren 1936 und 1937 schaufelten 350 Männer in durchschnittlich 70 Tagen 250 000 m³ Schnee, um die Straße zumindest einspurig freizulegen. Seit 1953 räumen jedes Jahr im April die fünf Rotationspflüge - System Wallack - und zwöf Arbeiter der GROHAG in zirka 14 Tagen die 600 000 m³ bis 800 000 m³ Schnee von Straße und Parkflächen.

Der Einsatz moderner Technik verlängert die Öffnungszeiten der Glocknerstraße erheblich. Waren es 1937 nur 132 Tage, konnte man 1963 sogar an 276 Tage die Glocknerstraße besuchen. In jüngster Zeit orientieren sich die Öffnungszeiten nicht mehr allein an den klimatischen Gegebenheiten, sondern auch an wirtschaftlichen Erwägungen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober ist die Großglockner Hochalpenstraße üblicherweise geöffnet.

Straßenverlauf

Vom Salzburgischen aus dem Pinzgau kommend schlängelt sich die Straße durch ein typisches Alpental, dem Fuscher Tal mit seinen Bauernhöfen und Heustadeln bis hinauf in jene Zone, wo ein Meer von Alpenrosen die Waldgrenze markiert. Am Beginn des Ferleitentals, bei der Mautstelle Ferleiten beginnt dann die eigentliche Hochalpenstraße. Die ersten der über 20 Kehren beginnen auf etwa 1 500 m ü. A. bei der Piff Alm. Nach einem kurzen Straßenabschnitt, der parallel zum Ferleitental führt und bei schönem Wetter herrliche Blicke auf die Bergwelt bietet, erreicht man die Hexenküche, ein vorgeschichtliches Bergsturzgebiet. Die Straße windet sich immer höher in die baumlose Zone durch die sogenannte "Hexenküche" unterhalb der Edelweisswand zum Nassfeld, der nächsten Kurvenkombination. Dann sieht man bereits rechts der Straße bis zum Fuscher Törl und links die Edelweißspitze. Bei einem Blick zurück ins Tal öffnet sich der Blick auf die mit 2 400 Metern höchste Bergflanke der Ostalpen, die Ostseite des Wiesbachhorns.

Von der Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, auf die die Edelweißstraße führt, bietet sich eine Rundschau auf 37 Dreitausender, 19 Gletscher und abseits der Großglockner Hochalpenstraße auf jene Alpenlandschaft, die heute das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern bildet.

Nach dem Fuscher Törl führt die Straße kurz abwärts, an der Fuscher Lacke (2 261 m ü. A.) und dem Gasthof Fuscherlacke "Mankeiwirt" vorbei durch das Mittertörl - an dessen Ausgang rechter Hand der Elendboden unterhalb des Brennkogels (3 018 m ü. A.) liegt - weiter zum Hochtor (2 504 m ü. A.). Jenseits des Hochtors, das das Bundesland Salzburg mit Kärnten verbindet, blickt man hinab auf die in die sanft gewellten Almböden gebetteten Kehren der Straße, die bis Heiligenblut führt.

Zunächst aber führt die Straße auf eine Hochalm hinunter, die im Winter durch Aufstiegshilfen ein Skigebiet für Heiligenblut ist. Bei Guttal (1 859 m ü. A.) mündet die auf der Trasse der alten Glocknerhausstraße geführte Kärntner Auffahrt der Großglocknerstraße in den Teil, der von Salzburg her führt.

Von Guttal steigt die Panoramastraße wieder zur wohl schönsten Sonnenterrasse Europas, zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe an. Von dieser aus bietet sich ein unvergleichlicher Blick über den acht Kilometer langen Pasterzen-Gletscher bis zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner. Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es ein großes, kostenloses Parkhaus.

Ausstellungen, Naturlehrwege und Aussichtspunkte entlang der Straße

Mit dem Straßenticket freier Eintritt zu allen Einrichtungen (ausgenommen der Gletscherbahn auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe). Die Ausstellungen entlang der Straße sind täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Besichtigungsmöglichkeiten im Verlauf ab Mautstelle Ferleiten:

Piffkar

Hauptartikel: Straßenwärterhaus Piffkar

Als Piffkar wird das Gebiet der Piff Alm auf 1 620 m ü. A. an der Straße bezeichnet. Neben dem Gasthof Piffkar (der allerdings keine Übernachtungsmöglichkeiten anbietet, trotz seiner Bezeichnung) befindet sich das Straßenwärterhaus Piffkar, ein historischen Straßenwärterhaus, in dem immer wieder Ausstellungen zu sehen sind.

Hochmais

Hauptartikel: Hochmais

In 1 850 m ü. A. befindet sich die Informationsstelle Hochmais mit Schautafeln zum Thema "Gletscher, das Rotmoos und die Höhenstufen der Vegetation".

Wilfried-Haslauer-Haus "Alpine Naturschau"

Hauptartikel: Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus
Hauptartikel: Alpine Naturschau

Im "Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus" im oberen Nassfeld zeigt die Ausstellung "Alpine Naturschau" die hoch sensible und äußerst vielfältige Bergwelt der Hohen Tauern.

Edelweißstraße

Hauptartikel: Edelweißstraße

Im Bereich des Fuscher Törls führt die Edelweißstraße auf die Edelweißspitze (2 571 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Großglockner Hochalpenstraße mit herrlichem Rundblick. Dort gibt es auch einen "Bikers Point" für Motorradfahrer.

Fuscher Törl

Hauptartikel: Fuscher Törl

Beim Fuscher Törl (2 428 m ü. A.) hat der Erbauer der Straße bewusst eine Bergspitze umfahren, um so den Besuchern einen perfekten Rundblick in die unvergleichliche Hochgebirgslandschaft zu ermöglichen. Dort befindet sich auch eine vom Architekten Clemens Holzmeister errichtete Gedenkstätte an die beim Bau der Straße verunglückten Arbeiter.

Informationsstelle Greifvögel

Zwischen dem Fuscher Törl und der Fuscher Lacke informieren auf 2 320 m ü. A. Schautafeln über die heimischen Greifvögel.

Ausstellung „Bau der Straße“

die Fuscher Lacke
Hauptartikel: Ausstellung "Bau der Straße"

Auf 2 262 m ü. A., neben der Fuscher Lacke, befindet sich ein original erhaltenes Straßenwärterhaus, in dem in einer Dokumentation die Geschichte des Baues der Großglockner Hochalpenstraße (1930 bis 1935) und die damaligen Lebensumstände der Arbeiter gezeigt werden.

Geologischer Lehrweg

Murmeltiere, die "pfiffigen" Bewohner des Nationalparks Hohe Tauern

Kurz nach der Fuscher Lacke in Richtung Hochtor kann man sich auf 2 290 m ü. A. über geologische Details der Hohen Tauern an Hand von Schautafeln und Gesteinsbrocken informieren.

Hochtor

Hauptartikel: Hochtor

Am Scheitelpunkt der Straße in 2 504 m ü. A. wird die Passhöhe erreicht. Oberhalb des Tunnels wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 keltische und römische Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus.

Die Ausstellung "Pass-Heiligtum Hochtor" auf der Südseite des Hochtors ist eine Zeitreise durch die Jahrtausende, in der der Glocknerübergang die kürzeste Handelsroute zwischen Nord und Süd darstellte. Sie erzählt auch von der Suche nach dem Rohstoff Bergkristall und von den Goldbergwerken entlang der Straße. Direkt neben der neuen Ausstellung befindet sich ein Souvenir-Shop und ein großzügigen Gastrobereich.

Neben dem Hochtor kann man auf Teilen des "Kelten-, Römer- und Säumerweg wandern (ca. 25 Minuten Gehzeit). Über das Hochtor zieht auch alljährlich die Großglockner Wallfahrt vom Pinzgau kommend hinunter nach Heiligenblut in Kärnten.

Kasereck

An diesem Punkt der Panoramastraße (1 911 m ü. A.) gibt es Naturkunde-Informationen.

Schöneck

Hauptartikel: Schöneck

Die Großglockner Hochalpenstraße, hier Gletscherstraße genannt, führt zunächst an den obersten Rand eines reinen Lärchenwaldes bei Schöneck (1 953 m ü. A.) zu einem Lehrweg über die Glocknerwiesen samt einer dort eingerichteten Naturschau.

Mit bereits Blickkontakt auf den Großglockner fährt man bis zum Glocknerhaus in 2 131 m ü. A. Hier befindet man sich schon im Nahbereich des Margaritzen-Stausees der Glockner-Kaprun-Kraftwerke.

Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Hauptartikel: Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Benannt nach dem Besuch des Kaisers Franz Joseph I., der von Heiligenblut 1856 auf diese Anhöhe stieg. Kaiserin Elisabeth, "Sisi", stieg nur bis zum Glocknerhaus auf.

Zu sehen ist der längste Gletscher der Ostalpen, die Pasterze Die Ausstellung „Großglockner“ mit verschiedenen Schwerpunkten ist im Besucherzentrum eingerichtet. Im Glocknerkino beeindrucken faszinierende Impressionen des Großglockners des Universumfilmers Georg Riha und im Glockner-Panorama-Raum. Ergänzt wird das Besucherzentrum noch durch die Sonderschau „WasserLeben“ sowie dem Harmonieraum und einen Kraftraum, wo die verschiedenen Energiefelder der Region um den höchsten Berg Österreichs untersucht werden. Seit 7. Juli 2011 wird im Besucherzentrum eine Dauerausstellung „125 Jahre Automobilismus“ gezeigt.

Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

die Swarovski-Warte
Hauptartikel: Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte

Oberhalb der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, am „Panoramaweg Kaiserstein“ gelegen, ist diese 1998 errichtete Besucherattraktion zu finden. Der markante Turm aus Glas und Holz symbolisiert einen Bergkristall. Im Inneren des Gebäudes können mit Hilfe ausgesucht leistungsstarker optischer Geräte Tiere in freier Wildbahn (Steinböcke), aber auch Bergsteiger bei der Großglocknerbezwingung beobachtet werden.

Tunnels

Hochtor

Hauptartikel: Hochtor

In der Mitte des Hochtortunnels befindet sich die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Der etwa 100 Meter lange Tunnel hat an seiner Nordseite eine Höhe von 2 504 m ü. A. und neigt sich im Tunnel einige Meter nach Süden. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde.

Mittertörl-Tunnel

Hauptartikel: Mittertörl

Das Mittertörtl befindet sich auf 2 373 m ü. A. zwischen der Fuscher Lacke und dem Hochtor.

Gastronomische Einrichtungen

Dr.-Franz-Rehrl-Haus (Restaurant Fuschertörl)
Fuscher Lacke mit Gasthof Fuscherlacke, Mankeiwirt, und altem Straßenwärterhaus
Hauptartikel: Großglockner Hochalpenstraße Gastronomie und Übernachtung

Entlang der Großglockner Hochalpenstraße gibt es eine Reihe von Restaurants, Gasthöfen und Hütten.

Veranstaltungen

Straßen-Öffnungszeiten

Geöffnet von Anfang Mai bis Anfang November (wetterabhängig)
Nachtsperre: 15. Juni bis 15. September jeweils von 22:00 bis 05:00 Uhr
Vor- und Nachsaison von 20:30 bis 06:00 Uhr
Letzte Einfahrt jeweils 45 Minuten vor der Nachtsperre

Besonderes

2011 konnte die Straße bereits ab dem Gründonnerstag vor Ostern, den 21. April 2011, eröffnet werden, so früh, wie seit 35 Jahren nicht mehr. Trotz eines 20prozentigen Rückgangs im Juli konnte die GROHAG aufgrund eines schönen Spätsommers und Herbst aber dann doch 280 000 Einfahrten verzeichnen. Am 14. November 2011 begann dann für die Großglockner Hochalpenstraße nach der längsten Saison seit Jahrzehnten die Wintersperre.

Information

Großglockner Hochalpenstraßen AG
Rainerstraße 2
5020 Salzburg
Tel: 06 62 - 87 36 73 - 0
Fax: 06 62 - 87 36 73 - 13
E-Mail: info@grossglockner.at

Die wichtigsten Daten im Überblick

  • 1924: Erste Trassierung der Glocknerstraße
  • 1930 - 1935: Bauzeit
    • Beschäftigte: bis zu 3 200 wettererprobte Männer
  • 1931: Ein halbes Jahr nach Baubeginn Gründung der Großglockner Hochalpenstraßen AG, um eine Straße über das Hochtor zu bauen, zu erhalten und zu betreiben;
  • 22. September 1934: Erste Überquerung der Hohen Tauern auf dem Rohbau der Scheitelstrecke mit einem Automobil („Steyr Hunderter“ mit 32 PS) Fahrer: Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl mit Beifahrer Hofrat DI Franz Wallack, dem Erbauer der Großglocknerstraße.
  • 3. August 1935: Feierliche Eröffnung der Straße durch Bundespräsident Wilhelm Miklas und die Landeshauptleute Franz Rehrl (Salzburg) und Ludwig Hülgerth (Kärnten)
  • 4. August 1935: das erste internationale Großglockner Automobil- und Motorradrennen

Daten zur Straße

Länge:
Gesamtlänge: 48 km
Durchzugsstraße: 37,7 km
Edelweißstraße: 1,6 km
Gletscherstraße: 8,7 km
Steigungen bis 14 Prozent
Höhenangaben:
Höhenanstieg: Passstraße bis auf 2 504 m ü. A., Stichstraße "Edelweißspitze" bis auf 2 571 m ü. A.
Höchster Punkt der Durchzugsstraße: Hochtor (2 504 m ü. A.)
Höchster Punkt: Parkplatz Edelweißspitze (2 571 m ü. A.)
Kehren:
Osteinfahrt in den Mittertörltunnel
Kehrenradius: Mindestkehre 12 m
Kehrenradius im Durchschnitt: 15 m
Anzahl der Kehren:
27 Kehren auf der Durchzugsstraße
3 Kehren auf der Gletscherstraße
6 Kehren auf der Edelweißstraße
Parkplätze: insgesamt 35 Parkplätze für 3 400 PKW und 100 Busse
Tunnelhöhen: Mittertörl- und Hochtortunnel: 4,0 m
Schneeräumung:
Dauer: durchschnittlich 14 Tage (Stand 2010)
Schneemengen: Bis zu 800 000 m³, entsprechen einem Eisenbahnlastenzug von ca. 250 Kilometer Länge

Bilder im Internet

Weblinks

 Großglockner Hochalpenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Social Media

YouTube-Videos

Literaturtipps

Quellen

  • Presseinformationen der Großglockner Hochalpenstraßen AG
  • Großglockner Magazin, verschiedene Ausgaben
  • Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien
  • freytag & berndt Wanderkarte Großglockner, Kaprun, Zel am See, 1:50 000

Fußnoten

  1. 1931 war nur die Teilstrecke Fusch - Ferleiten befahrbar, eröffnet am 15. Juli 1931
  2. ab 1967 wurde für Fahrräder keine Maut mehr erhoben