Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg

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Der Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg befasst sich seit 1983 mit der archetektonischen Begutachtung von großen Bauprojekten in Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Ursprünglich von Johannes Voggenhuber als Beratungsgremium für die Politik eingeführt, hat der Beirat 1993 durch eine Verordnung der Salzburger Landesregierung Rechtsstatus erhalten. Der Gestaltungsbeirat befasst sich ausschließlich mit Projekten außerhalb der Alstadtschutzzone.

Die Mitglieder des Gremiums, sechs an der Zahl, sind internationale Fachleute auf dem Gebiet der Architektur, der Landschaftspflege oder der Stadtplanung und werden vom Gemeinderat für eine Funktionsperiode von drei Jahren bestellt. Alle 18 Monate wechseln dabei drei Mitglieder versetzt, um größere Kontinuität zu garantieren.

Der Gestaltungsbeirat tagt sechsmal im Jahr.

Beiratsmitglieder

Der aktuelle Gestaltungsbeirat setzt sich seit Jänner 2010 aus folgenden Personen zusammen:


Bekannte ehemalige Mitglieder des Gestaltungsbeirat sind unter anderem die Architekten Gustav Peichl, Gerhard Garstenauer, Wilhelm Holzbauer, Ursula Spannberger, Rüdiger Lainer oder auch ausländische Experten wie der Planer des Europarks, Massimiliano Fuksas oder Nathalie de Vries aus den Niederlanden.

Vorgestellt

"Wenn ich die Arbeit des Gestaltungsbeirates benoten müsste, würde ich ihm 'eins minus' geben." Die Gründerin der Initiative Architektur in Salzburg, Ursula Spannberger, ist voll des Lobes über die Einrichtung, die seit nunmehr 25 Jahren die Bautätigkeit in der Stadt Salzburg begutachtet und eigene Studien für Stadtteile und Einzelregionen in Auftrag gibt. Spannberger war selbst von 2003 bis 2006 Mitglied dieses Gremiums. Am 22. Jänner 2008 zog die Salzburger Architektin in der 150. Sitzung des Beirats Resümee über dessen Arbeit.

"Der Gestaltungsbeirat ist eine Erfolgsgeschichte für die Stadt Salzburg", ist Spannberger überzeugt. Als kleines Zeichen der internationalen Anerkennung dieser Einrichtung hält sie ein Buch "Salisburgo verde", das grüne Salzburg, eines renommierten italienischen Verlags in Händen. "Das Beispiel Salzburg hat in unzähligen Städten Europas Nachahmung gefunden."

Ursprünglich von Johannes Voggenhuber als Beratungsgremium für die Politik eingeführt, hat der Beirat inzwischen Rechtsstatus erhalten. In ihrem Rückblick auf 149 Sitzungen hält Spannberger fest, dass sich gegenwärtig Dinge komplettieren, die seit Anbeginn Thema der Beratungen waren. Beispiel Bahnhof-Vorplatz: Der befasste schon die ersten Sitzungen im Jahre 1984. "Wenn die Umgestaltung fertig ist, wird erst klar werden, wie gut alles funktioniert", ist Spannberger überzeugt - mit der Einschränkung: "vorausgesetzt, man bringt den Busverkehr besser in den Griff."

Spannberger würdigt unter anderem Langzeitprojekte wie Planungen im Bereich Sterneckstraße, Baumaßnahmen wie den Europark oder die Volksbank in der Saint-Julien-Straße. Selbst strittige Bauten wie das Heizkraftwerk Mitte reiht die Architektin in die Liste der nach ihrer Meinung positiven Projekte des Gestaltungsbeirats ein. Im Blick nach vorn wünscht sich Ursula Spannberger die Zusammenführung von Gestaltungsbeirat und Altstadtkommission des Landes und deren Rückführung in die Kompetenz der Stadtpolitik.

Positiv bewertet die Architektin die Aussage von Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), Stadtentwicklung an den Maßstäben Nachhaltigkeit beim Bauen und Umweltschutz zu betreiben. Spannbergers Vision: "Ich träume davon, dass auch die Umlandgemeinden und der Speckgürtel Salzburgs in den Wirkungsbereich des Beirates kommen."

Quellen

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