G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H.
Aus Salzburgwiki
Die Firma G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H. in der Bergerbräuhofstraße im Salzburger Stadtteil Schallmoos wurde 1914 gegründet. Sie wird bereits in der dritten Generation geführt und zählt mit rund tausend Mitarbeitern zu den großen Bauunternehmen in Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1914 in Bregenz, Vorarlberg, vom damals erst 25-jährige Bau- und Zimmermeister Gebhard Hinteregger als Baumeisterbetrieb gegründet. Der Ausbau der Wasserkraft nahm in den 1920er Jahren stark zu - ds Krafthaus der Stufe Parthenen der Illkraftwerke, das Speicherbecken Latschau und viele Kilometer Kraftwerksstollen und Rohrleitungen wurden von Hinteregger erbaut. 1938 gründetet Hinteregger eine Bauunternehmung mit Sitz in Wien.
Die Firma G. Hinteregger & Söhne Salzburg kam dann im Zuge der Arbeiten am Großbauvorhaben der Tauernkraftwerke Kaprun zustande und der Standort in Wien wurde als Zweigniederlassung weitergeführt.
Heute befindet sich die Zentrale des in Privatbesitz stehenden Unternehmens in Salzburg, Niederlassungen gibt es in Wien und der Steiermark, eine Filiale in Klagenfurt.
Tätigkeit
Das Unternehmen hat sich besonders im Tunnelbau einen internationalen Namen geschaffen. Hinteregger war bei der Errichtung von 30 Fluss- und Hochgebirgskraftwerken und 335 Kilometer Stollen sowie bei Straßen- und Eisenbahntunnels beteiligt gewesen.
Kraftwerk Limberg II
Im Sommer 2010 stellte die Firma das Kraftwerk Limberg II der Tauernkraftwerke Kaprun fertig. Diese Hochgebirgsbaustelle stellte besondere Anforderungen an die Bauplanung, da die Baustelle im Winter zeitweise von der Umwelt abgeschnitten war und somit über längere Zeit autark in Höhen um 2.000 m ü. A. arbeiten musste. Dabei war das Bauunternehmen im Wesentlichen für den Stollenvortrieb, für die Ausbruchsarbeiten in der gigantischen Kraft- und Trafokaverne sowie für umfangreiche Betonarbeiten zuständig. Dabei entstanden etwa sechs Kilometer Erschließungstunnel, fünf Kilometer Triebwasserweg, 750 Meter Druckschacht und der Ausbruch der Kaverne.
Dieser Druckschacht stellte eine der größten Herausforderungen dar, wie der seit 30 Jahren für das Unternehmen tätige Rupert Rohrmoser berichtet: "...war sicherlich der 750 m lange Druckschacht mit einem Ausbruchsdurchmesser von 5,80 Meter und einer Neigung von 45 Grad...". Der maschinelle Vortrieb wurde mit einer 600 Tonnen schweren Maschine durchgeführt, die mit Grippern und einer Rückfallsicherung an der Wand verspannt war.
Schon bei der ersten Bauwelle der Tauernkraftwerke Kaprun in den 1950er war Hinteregger am damaligen Baugeschehen beteiligt gewesen.
Abgeschlossene Bauvorhaben
- Speicher Klammsee
- Donaukraftwerke
- Autobahnbaustellen
- U-Bahn-Projekte in Wien und München, Bayern
- die Tauerntunnel-Röhre
- Tiefgaragen in Salzburg
Weblink
Quellen
- Salzburger Nachrichten, 17. Oktober 2009
- Homepage des Unternehmens