Fremdenverkehr Land Salzburg

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Der Fremdenverkehr im Land Salzburg hat mit der Erschließung der Alpen um 1800 begonnen. Im touristischen Jahr 2008/09 konnte man im gesamten Bundesland Salzburg 23.810.912 Nächtigungen verzeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Fremdenverkehrs im Land Salzburg

Fremdenverkehr wird es wohl bereits seit einigen Jahrhunderten gegeben haben. Denken wir an die Pilger (z. B. auf der Verbindung von Oberösterreich - Salzburg - Reichenhall - Lofer nach Nordtirol) oder die Reisenden nach Süden über die Tauern (siehe auch Tauernhäuser). Auch weiß man, dass es in den größeren Städten bereits ab etwa 1500 Gaststätten gegeben hat.

Eine entscheidenden Aufschwung erhielt der Fremdenverkehr in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Grundlagen dafür waren die Erschließung der Alpen (Erstbesteigung des Großglockners 28. Juli 1800, Großvenediger, Erstbesteigung am 3. September 1841, 1856 Besuch von Kaiser Franz Joseph I. mit seiner Gattin Elisabeth auf der Franz-Josefs-Höhe usw.).

Kuren

Unter Kaiser Franz Joseph I. begann die große Zeit der Kuren im Gasteinertal. Schon vorher setzte der Kurfremdenverkehr in Bad Ischl ein. Aber auch Bad Fusch sah seine Glanzzeiten im 19. Jahrhundert. Weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass es ein Bad Unken gegeben hat. Nur von sehr lokaler Bedeutung waren die Heilquellen im Naturpark Aigen.

Fremdenverkehrswerber

August Franz Heinrich von Naumann begeisterte gegen Ende des 18. Jahrhundert mit seiner Sammlung der schönsten Prospecte des Landes Salzburg die Menschen weit über die Grenzen Salzburgs hinaus.

Als geachteter Reiseschriftsteller verfasste Rudolf Freisauff von Neudegg zahlreiche Fremdenführer, die zum Teil hohe Auflagen erlebten und auch in das Englische und Französische übersetzt wurden. Unter anderem sind hier folgende Werke zu nennen: "Die Gaisbergbahn bei Salzburg" (1888), "Die Schafbergbahn" (1893), "Von Zell am See nach Krimml. Pinzgauer Lokalbahn" (1896), der "Führer durch Stadt und Umgebung von Salzburg" (1899) sowie "Hohensalzburg und die Festungsbahn" (1901), ein Standardführer, der 1939 bereits seine 16. Auflage erlebte. Zudem verfasste Freisauff einen "Führer durch den Kurort Badgastein" (1906) und schrieb über den "Markt St. Wolfgang am Wolfgangsee" (1911).

Kaiserin Elisabeth von Österreich besuchte 1885 zu Fuß die Schmittenhöhe bei Zell am See.

Der Thalgauer Unternehmer Nicolaus Gaertner setzte sich sehr für den Fremdenverkehr in der Region Thalgau ein. 1893 ließ er am Schober das Gipfelkreuz errichten. Dem folgte 1901 die erste Schutzhütte in diesem Gebiet und schließlich 1905 die erste "Wartenfelser Jausenstation".


Freiherr Rudolf (Ehrenfried) Riemann(* 1825 in Posen, † 1885) konnte während seiner Zeit als Alpenvereinsvorsitzender der Alpenvereinssektion Pinzgau zahlreiche bedeutende Erschließungen durchführen, wie Weg- und Steganlagen, beispielsweise Krimmler Wasserfälle, Kitzlochklamm, Vorderkaserklamm, Kühbühel u.a., sowie die Erbauung von Berghütten, wie dem Riemannhaus in der Ramseider Scharte im Steinernem Meer.

Meilensteine im Fremdenverkehr

Mit der Vision, eine Traumstraße in den Alpen zu errichten, begannen 1922 die ersten Überlegungen zum Bau einer Straße über den Großglockner. Aus dieser Vision wurde dann 1924 die Planung unter Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl für die Großglockner Hochalpenstraße begonnen. Bis heute haben diesen Alpenübergang mehr als 50 Millionen Menschen besucht.

Von Dr. Rehrl stammte auch die Idee eines Tauernkraftwerkes, aus dem letztlich die Tauernkraftwerke Kaprun hervorgingen, die sich ebenfalls zu einem Fremdenverkehrsmagneten entwickelten, beispielsweise mit dem Lärchwand-Schrägaufzug.

Unmittelbar neben dieser Attraktion entstand dann Österreichs erstes Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn.

Begleiterscheinungen durch den Fremdenverkehr

Durchzugsverkehr

Durch den Ausbau der Tauernautobahn verkürzen sich Fahrzeit und -strecke für viele aus dem Norden kommende Reisende deutlich gegenüber früher zu verwendende Strecken. Das führt aber zu immer häufigeren Stautagen, an denen 10, 20 oder mehr Kilometer sich Fahrzeuge vor dem Tauerntunnel und Katschbergtunnel stauen, während Ausweichstrecken wie Radstädter Tauern, Katschberg oder Felbertauerntunnel vergleichweise wenig Verkehr verzeichnen.

Der Zeitfaktor scheint hier maßgebend für die Routenwahl zu sein. Auch Ortsunkenntnis, mangelndes Kartenmaterial (fehlerhafte Navigationssysteme?) und vielleicht auch Bequemlichkeit bescheren dann Teilen vom Salzburger Land Megablechkolonnen.

Der Großteil dieser Reisenden wird aber außer der Mautgebühr kaum Geld in Salzburg ausgeben. Und somit verbleiben dem Land Salzburg nur erhöhte Kosten für Lärmschutz und andere infrastrukturelle Maßnahmen.

Naturschutz versus Fremdenverkehr

Die Liftrasse des Tauernmoos-Lifts in 2.500 m ü. A. führt durch eines der letzten Brutgebiete in Europa des Rotsternigen Blaukehlchens. Hotelier Wilfried Holleis, der dort das Berghotel Rudolfshütte führt, argumentierte, er könne nur mit dem Lift dort oben sein Hotel rentabel führen.

Das Projekt Hochsonnberg soll Piesendorf an das bestehende Lift- und Pistennetz der Schmittenhöhe anschließen. Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener legte im Sommer 2011 Berufung gegen die vom Land Salzburg in erster Instanz erteilten Bewilligung ein. Seiner Meinung nach widerspreche das Projekt u.a. der Alpenkonvention, es sei auf der Südseite, zerstöre hochwertige Lebensräume und gefährde geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Veranstaltungen im Land mit überregionaler Bedeutung

Offizielle Vertretung

Die SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) ist die Landestourismusorganisation für das Bundesland Salzburg mit der Aufgabe, das Salzburger Land international zu vermarkten.

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Quellen

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