Ectoedemia turbidella

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Raupe im Blatt von Populus alba: Salzburg, Flachgau, Anif, 100 m südlich Hellbrunner Brücke, 2010.10.07

Ectoedemia turbidella (Nepticula turbidella Zeller, 1848) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Nepticulidae.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

E. turbidella war bis vor kurzem nur in einem einzigen Exemplar aus der Josefiau in der Stadt Salzburg bekannt, welches Mitterberger (1909) am 28.5.1909 gefangen hatte. Seiher galt die Art als verschollen. Erst die gezielte Nachsuche durch Kurz Michael erbrachte einen weiteren Nachweis am 7.10.2010, diesmal knapp südlich der Hellbrunner Brücke. Dieser Fundort liegt kaum einen Kilometer von jenem Mitterbergers entfernt, befindet sich aber bereits in Zone II (nördliche Kalkalpen) nach Embacher et al. (siehe auch Kurz 2010) und liegt in 430 m Höhe. Die Art wurde aber auch bereits vorher nur wenige Hundert Meter außerhalb der Landesgrenze in Keuschen bei Mondsee gefunden (520 m Seehöhe). Lebensraum sind, soweit bisher bekannt, Galeriewälder an Bächen und Ränder von Auwäldern bzw. Auwaldresten. E. turbidella fliegt in nur einer Generation im Jahr, mit Imgaines im Mai und Juni und Raupen im Oktober.

Biologie und Gefährdung

Über die Biologie der Imagines ist nichts bekannt. Die Raupen leben, so wie die der verwandten Arten, zuerst im Blattstiel. Fast erwachsen fressen sie dann auch in die Blattfläche hinein und erzeugen so eine Platzmine am Ansatz des Blattstiels. In Salzburg wurde als Futterpflanze bisher nur die Weißpappel (Populus alba) festgestellt, die Art wurde nach Literaturangaben aber auch am Hybrid Populus alba x tremula gefunden. Befallene Blätter sind sehr auffällig, nachdem sie im Herbst vom Baum abgefallen sind, da die Fläche um die Mine im sonst gelben Blatt lange Zeit grün bleibt. Obwohl die Art so lange Zeit als verschollen galt, ist sie in Salzburg vermutlich nicht akut gefährdet. An der Fundstelle nahe der Hellbrunner Brücke fanden sich im Oktober 2010 zahlreiche Minen unter den drei dort wachsenden Weißpappeln. Geeignete Lebensräume bestehen entlang der Salzach zudem zumindest von Hallein bis Oberndorf.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft
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Projekt: Fauna und Flora von Salzburg

Quellen

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