Bad Gasteiner Kur- und KongressbetriebsgesmbH

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Die Bad Gasteiner Kur- und KongressbetriebsgesmbH (KKB) ist ein Unternehmen in der Pongauer Gemeinde Bad Gastein.

Eigentumsverhältnisse

2012 hielten die Gemeinde und die Banken Hypo Bank und Salzburger Sparkasse je 30 Prozent und das Land Salzburg 35 Prozent. Fünf Prozent sind in der Hand des sogenannten Kurfonds.

Unternehmen

Die KKB betreibt die Felsentherme Gastein und das Thermalkurhaus Bad Gastein.

2012

Das Land Salzburg, ein heimisches Bankenkonsortium und die Gemeinde wollen die (KKB) vor dem Konkurs retten. Darauf haben sich die Eigentümervertreter der mit mehr als fünf Mio. Euro verschuldeten KKB am Montag, den 22. Oktober 2012 geeinigt. Außerdem wollen alle Beteiligten das kürzlich ergangene Urteil des Oberlandesgerichtes Wien vor dem OGH bekämpfen. Dieses Urteil billigt dem Investor Franz Duval 900.000 Euro zu, weil das an Duval verkaufte Haus Austria zu spät geräumt worden sei.

Die Gemeinde will die Mehrheit an der Gesellschaft. Das machte Bürgermeister Gerhard Steinbauer (ÖVP) im APA-Gespräch deutlich. "Die derzeitige Eigentümerstruktur hat sich als nicht geeignet erwiesen, die Gesellschaft gut zu führen. Wir brauchen diese Gesellschaft aber, ein Konkurs wäre nicht nur für die 50 Mitarbeiter, sondern auch für alle anderen Beteiligten eine schlechte Lösung", sagte Steinbauer. Der Bürgermeister will die Anteile der Banken zum Nulltarif sowie ein Vorkaufsrecht für die Landesanteile. Banken und Land hätten Zustimmung signalisiert, erklärte Steinbauer. Der konkrete Sanierungsplan soll bis Mitte Dezember ausgearbeitet und vorgelegt werden.

Dieses Vorkaufsrecht dezidiert einräumen wollte der Eigentümervertreter des Landes, LH-Stv. David Brenner (SPÖ), der Gemeinde heute nicht. Aber: "Für mich ist klar, das Land wird das Unternehmen in solch einer schwierigen Situation keinesfalls im Regen stehen lassen. Das schulden wir den 50 Mitarbeitern, das ist aber auch eine regionalwirtschaftlich wichtige Frage", sagte Brenner in einer Aussendung. Eine konkrete Summe, die das Land zur Sanierung der KKB beizutragen bereit ist, wurde heute weder genannt noch vereinbart.

Geeinigt haben sich die Eigentümervertreter von Land, Gemeinde und Banken heute auch darauf, jenes Gerichtsgutachten zu bekämpfen, das dem Investor Duval 900.000 Euro zubilligt.

Die Vorgeschichte

Duval hat im Jahr 2004 ein weiteres Haus in Gastein gekauft. Das Haus gehörte der KKB, die Gemeinde nützte Teile davon als Mieter. Die Miete wurde laut Steinbauer aber nie gekündigt, und daher ist die Gemeinde nicht pünktlich ausgezogen. "Das Gericht hat die KKB jetzt zu 900.000 Euro Gewährleistung verdonnert. Wie sich diese Summe errechnet, ist für uns nicht nachvollziehbar", sagte der Bürgermeister. "Wir werden daher gegen dieses Urteil vor dem OGH mit einer Außerordentlichen Revision berufen. Zudem gehe ich davon aus, dass eine Neustrukturierung der KKB zu einer wesentlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Duval beitragen wird."

2013

Manager Wolfgang Riener wechselt aus Bad Hofgastein in die Nachbargemeinde

Im Dezember 2012 wurde die KKB und damit die Felsentherme und das Thermalkurhaus vor dem Konkurs gerettet. Jetzt wurde ein neuer Geschäftsführer gefunden: Wolfgang Riener (52) wechselt von der Alpentherme in Bad Hofgastein nach Bad Gastein. Riener hatte mit 31. Dezember 2012 seine Geschäftsführertätigkeiten in Bad Hofgastein und wird am 1. April 2013 in der KKB anfangen. Riener sei unter elf Bewerbern der herausragende gewesen, sagt Bürgermeister Gerhard Steinbauer (ÖVP).

Mit der Sanierungsvereinbarung sei es der Gemeinde, dem Land, den Banken und der Gasteiner Bergbahnen AG gelungen, die Schuldenlast der KKB um über 2,5 auf rund fünf Millionen Euro zu reduzieren. "Die Gesellschaft befindet sich nun zu 100 Prozent in den Händen Bad Gasteins", betonte Steinbauer.

Und im Rechtsstreit mit dem Immobilienbesitzer Franz Duval, der die KKB 900.000 Euro kosten könnte, ist ein Kompromiss (450.000 Euro) in Sicht.

Weblinks

Quellen