Altstadt

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Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Altstadt am linken Salzachufer. Die Altstadtteile am rechten Salzachufer werden im Artikel Altstadt (rechtes Salzachufer) behandelt
Die Salzburger Altstadt
Salzburg, UNESCO-Weltkulturerbe, gesehen vom Kapuzinerberg
Die Salzburger Altstadt vom Kapuzinerberg aus gesehen.
Die Salzburger Altstadt vom Mönchsberg aus gesehen.
Blick von Südosten auf die Altstadt (anklicken für Details)
Blick vom Salzburger Glockenspiel auf historische Gebäude nördlich des Mozartplatzes
Blick von den nördlichen Dombögen über den Residenzplatz mit dem Residenzbrunnen hin zum Mozartplatz, links die St. Michaelskirche, rechts das Glockenspiel

Die Altstadt von Salzburg umfasst den historischen Innenstadtkern der Landeshauptstadt Salzburg.

Allgemeines

Als Altstadt von Salzburg wird vor allem das Gebiet links der Salzach zwischen dem Klausentor im Nordwesten, dem Mönchsberg, der die Altstadt im Süden und Südwesten umschließt und dem Rudolfsplatz im Osten bezeichnet. Im Norden bot einst der Müllner Hügel mit der alten Vorstadt Mülln eine höhere strategische Sicherheit. Auf diese Weise von drei Seiten durch Berge geschützt wird die Altstadt im Osten durch den Flusslauf der Salzach begrenzt. Der südlichste Teil der Altstadt um die Kaigasse wird allgemein als Kaiviertel bezeichnet. In der Altstadt leben 2 400 Bewohner (Zählbezirk Altstadt-Mülln, Stand 2014).

Die rechtsseitige Altstadt umfasst den Äußeren Stein mit der Steingasse, das Platzl mit Linzer Gasse. Die Steingasse ist schon seit dem Mittelalter eine Einfahrtsstraße für Salzburg. Weiters gehören zur rechtsseitigen Altstadt die Teile um den Makartplatz sowie das Schloss Mirabell samt Mirabellgarten, nicht mehr jedoch der Mirabellplatz und die Paris-Lodron-Straße.

Nach 2010 kam in der Salzburger Altstadt das sogenannte Sightrunning auf.

UNESCO Weltkulturerbe

Der Altstadt der Stadt Salzburg (einschließlich Festungsberg, Mönchsberg, Inneres Nonntal, rechtsseitige Altstadt und Kapuzinerberg) wurde am 7. Dezember 1996 von der UNESCO die Auszeichnung Weltkulturerbe verliehen. Diese Auszeichnung erfolgte u.a. mit der folgenden Begründung:

"Als geistliches Zentrum Mitteleuropas reicht die Bedeutung der ehemaligen fürsterzbischöflichen Residenzstadt Salzburg bis in die Frühzeit der abendländischen Kultur zurück. Der Bischofssitz, das älteste kontinuierlich bestehende Erzbistum nördlich der Alpen, der Dom und die ebenfalls in die karolingische Zeit zurückgehenden, bis heute in lebendige Tradition erhaltenen Klöster von St. Peter und Nonnberg bilden die Kern, von der die bauliche Entwicklung der in ihrer historischen Konzeption und Substanz wohl erhaltenen Stadt ausging. Die Erzbischöfe beschäftigten durch alle Jahrhunderte bedeutende Künstler ihrer Zeit. Ein lebendiges Ineinander vielfältiger mittelalterlicher und barocker Baudenkmale fügt sich in der Altstadt zu einem einzigartigen, von der Festung Hohensalzburg dominierten städtebaulichen Ensemble zusammen. Unter der eindrucksvollen Silhouette der Türme und Kuppeln der vielen Kirchen reihen sich die geschlossenen Fassadenprospekte der Bürgerhäuser an den Plätzen und verwinkelten Gassen links und rechts der Salzach. Die mit dem Genius Loci Wolfgang Amadeus Mozart verbunden Musik- und Festspieltradition gehört mit zum besonderen Flair dieses unikalen Stadtdenkmales."

Übersicht

Nachstehend findest du eine Übersicht der Gebäude, Plätze und Kirchen in der Altstadt, die mit Links auf weiterführende Beschreibungen führen. Die Videos wurden gemeinsam mit Fremdenführerin Bärbel Schalber gestaltet.

Die Viertel der Altstadt

Historisch gesehen kann man die Altstadt in eine Fürstenstadt, in eine Mönchsstadt) und in eine Bürgerstadt unterteilen, die über Jahrhunderte strikt getrennt waren. Heute spricht man nur mehr von einem eigenen Festspielbezirk und St.-Peter-Bezirk.

Die Kirchen der Altstadt

Kirchen-"Landschaft" in der Salzburger Altstadt
herbstlicher Blick vom Mönchsberg auf die Altstadt von Salzburg: in der Mitte die Franziskanerkirche, dahinter der Salzburger Dom, rechts von der Franziskanerkirche das Franziskanerkloster (ehemals Petersfrauen)

Salzburger Dom

Hauptartikel: Salzburger Dom

Das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg ist der den heiligen Rupert und Virgil geweihte Salzburger Dom. Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von 767 bis 774 unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des 8. Jahrhunderts war.

Als der Dom bei einem Brand 1598 schwer beschädigt wurde, ließ Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ihn abreißen, um einen noch größeren zu bauen. Sein Nachfolger Markus Sittikus entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister Santino Solari geplant) konnte 1628 unter Paris Lodron eingeweiht werden.

Stiftskirche St. Peter

Hauptartikel: Stiftskirche St. Peter

Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um 696 errichtet, als Rupert von Worms (Hruodpert) die dortige wohl seit der Spätantike weiterlebende romanische Klostergemeinschaft erneuerte. Die heutige Kirche geht im Kern auf einen Bau zurück, der 1125 bis 1143 erbaut wurde. Der mächtige Kirchturm, der um 1400 romanisierend erhöht wurde, stammt im Kern aus dem 9. Jahrhundert.

Kirche St. Michael

Hauptartikel: St. Michaelskirche

Die Kirche am Mozartplatz zu Ehren des Erzengels Michael ist die älteste Pfarrkirche der Stadt Salzburg.

Benediktinenstiftskirche Nonnberg Mariae Himmelfahrt

Hauptartikel: Benediktinenstift Nonnberg

Um 715 gründete Hruodpert (Rupert von Worms) am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste christliche Frauenkloster mit ununterbrochener Tradition. Ruperts Nichte Erentrudis war die erste Äbtissin.

Bürgerspitalskirche St. Blasius

Hauptartikel: Bürgerspitalskirche St. Blasius

Schon die Admonter Mönche bauten hier auf ihrem Grund eine erste Kapelle, die ihrem Schutzpatron, dem heiligen Blasius geweiht war. Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz ließ nach erfolgtem Grundtausch mit den Mönchen hier 1327 ein Spital für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt errichten, wo zumindest eine Grundversorgung und eine Betreuung sichergestellt werden sollte. 1330 wurde für das neue Spital der in Grundzügen bis heute erhaltene dreischiffige Kirchenbau mit seinem Kreuzrippengewölbe geschaffen.

Franziskanerkirche Zu Unserer Lieben Frau

Hauptartikel: Franziskanerkirche

Die erste Kirche ist vermutlich älter als der Dombau des hl. Virgil. Sie war dabei ursprünglich Tauf- und Synodalkirche der Stadt. Zwischen 1130 und 1583 war sie zudem Klosterkirche der Petersfrauen. Von 1189 bis 1635 wurde sie Pfarrkirche der Stadt (vorher war dies die St. Michaelskirche, nachher der Dom). Eine neue Weihe der Kirche im Jahr 1223 lässt auf einen damals eben fertig gestellten Neubau schließen. Die heutige Kirche dürfte im Langhausbereich aber bereits ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

Kollegienkirche (Universitätskirche)

Hauptartikel: Kollegienkirche
Die Kollegienkirche vom Kapuzinerberg aus gesehen

Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, der „Stifter“, setzte gegen manche Widerstände den lang geplanten Kirchenbau um. Der Architekt der Kollegienkirche war Johann Fischer von Erlach. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem Salzburger Dom, ein Hauptwerk des Barockarchitekten Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang.

Kajetanerkirche St. Maximilian

Hauptartikel: Kajetanerkirche

Als kirchlicher Ort ist die heutige Kajetanerkirche mit dem angeschlossenen Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, nächst dem alten Stadttor (Inneres Nonntalertor, Inneres Erentrudistor) gelegen, sehr alt. Urkundlich stand hier schon 1150 eine Kirche und ein Spital. In ihrer Nähe befand sich aber auch das Raplbad, in dem der Arzt Bombastus Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wirkte. Im Jahr 1684 erfolgte durch Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg die Stiftung eines Priesterseminars unter Leitung der Theatiner (allgemein nach ihrem Gründer Kajetaner genannt).

Ursulinenkirche St. Markus

Hauptartikel: Ursulinenkirche St. Markus
Die Markuskirche in der Altstadt

Dem Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein waren als Landesfürsten soziale Aufgaben stets wichtig. So berief er 1695 zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die Ursulinen nach Salzburg, die zuerst außerhalb der Stadt im heutigen Schloss Arenberg (früher Schloss Bürgelstein) untergebracht wurde, bald aber stadtnahe zum Klausentor hin übersiedelte. 1699 wurde hier daher der Grundstein für das Ursulinenkloster und die angeschlossene Kirche St. Markus gelegt.

Das Kloster der Ursulinen mit seinem angeschlossenen Privatgymnasium St. Ursula wurde 1957 nach Glasenbach verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit 1959 weitgehend vom Naturkundemuseum Haus der Natur genutzt.

Sehenswerte historische Profanbauten

Alte Salzburger Residenz

Hauptartikel: Alte Residenz

Die Alte Residenz ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage. Sie liegt zwischen dem heutigen Residenzplatz, dem Alten Markt, der heutigen Sigmund-Haffner-Gasse und dem Domplatz. Sie ist erstmals um 1120 urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten vor allem im 15. und 16. Jahrhundert, vor allem unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.

Neue Salzburger Residenz

Hauptartikel: Neue Residenz

Die Neue Residenz errichtete Wolf Dietrich von Raitenau um 1600. Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo ließ 1786 das dortige Zeughaus räumen und größtenteils zu Verwaltungsräumen umbauen. Seit 2007 befindet sich in der Neuen Residenz das Salzburg Museum. Hier ist auch das bekannte Sattler-Panorama zu bewundern, das Johann Michael Sattler mit Hilfe von Friedrich Loos (Landschaft) und Johann Schindler (Figuren) malte.

Für das Glockenspiel wurde der von Wolf Dietrich von Raitenau dem Bau vorgesetzte, ursprünglich fünfgeschossige Turm um 1701 aufgestockt.

Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula

Hauptartikel: Alte Universität

Der äußerlich schlichte Bau der alten Universität wurde 1618 begonnen, als Markus Sittikus von Hohenems den Vorläufer der Universität, das erste Salzburger Benediktinergymnasium gründete. Damals entstand auch die dem hl. Borromäus geweihte Kapelle des Saecellum. 1627 begann unter der Leitung Santino Solaris der Ausbau des Gebäudes für die 1623 begründete neue Benediktineruniversität. Nach 1630 wurde der Nordflügel mit der Großen Aula erbaut, 1652 bis 1655 der Bau des Südflügels.

Rathaus

Hauptartikel: Salzburger Rathaus

Das Rathaus ist heute ein viergeschossiger Bau mit Rokokofassade und einem Stadtbild prägenden charakteristischem kleinen Turm. Es wurde im 14. Jahrhundert als Wohnhaus des Patriziergeschlechtes der Keutzl (Keutzlturm) genutzt und wurde 1407 von der Stadtgemeinde erworben. Unter Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems von 1616 bis 1618 vollständig umgebaut. Die heutige Rokokofassade kam 1772 hinzu.

Heute ist das Gebäude im Erdgeschoß von Geschäften, sonst aber von Magistratsabteilungen genutzt. Die regelmäßigen Sitzungen des Gemeinderates der Stadt Salzburg finden hier im großen Saal im zweiten Stock statt. 2011/2012 wurde es komplett renoviert.

Unmittelbar neben dem Rathaus steht das vermutlich älteste erhaltene Patrizierhaus der Stadt Salzburg - das Haus Kranzlmarkt Nr. 3.

Hofmarstall (Festspielhaus), Felsenreitschule und Marstallschwemme

Hauptartikel: Hofmarstall

Der Hofmarstall wurde in der Anlage mit seiner langgestreckten Front zur Hofstallgasse von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau errichtet. 1662 folgte eine Erweiterung, sowie die Errichtung der Winterreitschule. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum (heutigen) Herbert-von-Karajan-Platz und zur Marstallschwemme hin wurde nach Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach 1693/94 gestaltet.

In der Zeit der Monarchie war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt. 1925 erfolgte der ersten Umbau zum Kleinen Festspielhaus für die Salzburger Festspiele unter Architekt Eduard Hütter, 1926 und 1937/38 ein weiterer Ausbau unter Architekt Clemens Holzmeister. Nach Übersiedlung des Hauses der Natur in das ehemalige Ursulinenkloster (1956) kam bis 1960 zum Neubau des Großen Festspielhauses nach Plänen von Clemens Holzmeister.

Die Felsenreitschule wurde 1693 unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein vermutlich nach Entwürfen von Johann Bernhard Fischer von Erlach ausgestaltet. Dieser Ort dient heute auch als Aufführungsstätte für die Salzburger Festspiele.

Die Marstallschwemme, bekannter unter dem Namen Pferdeschwemme, wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard Fischer von Erlach konzipiert.

Sigmundstor (früher "Neutor" genannt)

Hauptartikel: Sigmundstor

Der erste Versuch, den Berg zu durchschneiden, 1676 bis 1687 unter Fürsterzbischof Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg, schlug fehl. Erst 1766 konnte der Tunnel eröffnet werden.

Reste alter Wehranlagen abseits der Festung

Hauptartikel: Stadtbefestigungen

Aus der Zeit der ersten Stadtbefestigung (um 1280) stammen:

Aus der Zeit der zweiten Stadtbefestigung (etwa 1470 - 1490) stammen:

Aus der Zeit der dritte Stadtbefestigung (um 1620 bis1648, der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammen:

Wichtige historische Gassen und Plätze

Domplatz mit der Mariensäule

Hauptartikel: Domplatz

Der allseitig geschlossene Domplatz vor der Domfassade ist durch Arkaden, den von Giovanni Antonio Daria errichteten Dombögen mit dem Residenzplatz und dem Kapitelplatz, sowie mit weiteren Arkaden mit der Franziskanergasse verbunden. Südseitig schließt der Konventtraktes der Erzabtei St. Peter an, nordseitig die alte Residenz.

Am Domplatz vor der Domfassade finden im Rahmen der Salzburger Festspiele seit 1920 alljährlich die Aufführungen des "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal statt.

Im Mittelpunkt des Platzes steht die Mariensäule, 1776 bis 1771 von Wolfgang Hagenauer und Johann Baptist Hagenauer aus Blei eine auf einem Wolkenberg und einer Weltkugel thronende Statue der Maria Immaculata errichtet, die an den vier Seiten von je einer allegorischen Figur (Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche) umgeben ist.

Kapitelplatz mit Kapitelschwemme

Hauptartikel: Kapitelplatz

Der Kapitelplatz, ein weitläufige Platz, blickt gegen Süden zum Dom, gegen Osten zur Domprobstei und zum Erzbischöflichen Palais und nach Süden zur Festung und zur Kapitelschwemme. Dahinter schließen Kardinal-Schwarzenberg-Haus, Domkapitel und der Mühlenhof der Erzabtei St. Peter an. Im Westen des Platzes folgt der Noviziattrakt der Erzabtei St. Peter.

Residenzplatz mit Residenzbrunnen

Hauptartikel: Residenzplatz

Der Residenzplatz, in seiner heutigen Größe, ist unter Schleifung von Bürgerhäusern und Entfernung des alten Domfriedhofes durch Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau entstanden und ist ein repräsentativer prunkvoller Vorplatz der fürsterzbischöflichen Residenzen. Im Mittelpunkt steht der Residenzbrunnen, ein monumentaler Brunnen, der zwischen 1656 und 1661 im Auftrag von Erzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein geschaffen wurde und wohl von Tommaso di Garona ausgeführt wurde.

Mozartplatz

Hauptartikel: Mozartplatz

Der Mozartplatz ist ein repräsentativer rechteckiger Platz vor der neuen Residenz, der durch den Abbruch verschiedene Bürgerhäuser unter Wolf Dietrich von Raitenau angelegt wurde. In der Mitte des Platz steht heute auf einem hohen Sockel das Denkmal von Wolfgang Amadeus Mozart, das 1842 von Ludwig von Schwanthaler geschaffen wurde und von Johann Stiglmaier gegossen.

Waagplatz

Hauptartikel: Waagplatz

Der im Nordwesten an den Mozartplatz angrenzende kleine Waagplatz ist ein unregelmäßiger Platz, der ursprünglich als ältester Marktplatz und Gerichtsplatz diente. Hier befanden sich die Stadttrinkstube, die Schranne und die Pfalz.

Getreidegasse

Hauptartikel: Getreidegasse

Diese uralte Gasse liegt in der Altstadt und ist heute Salzburgs berühmteste Einkaufsstraße. Ihr besonderer Charakter ergab sich früher durch die zahlreichen schmiedeeisernen Zunftzeichen, die heute leider schon häufig von internationalen Markenschildern abgelöst wurden.

Sigmund-Haffner-Gasse

Hauptartikel: Sigmund-Haffner-Gasse

Die Sigmund-Haffner-Gasse ist nach dem gleichnamigen Bürgermeister der Stadt Salzburg, Sigmund Haffner, in der Zeit von 1768 bis 1772, benannt.

Kaigasse und Kaiviertel

Hauptartikel: Kaiviertel

Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz und das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach Hallein und Berchtesgaden. Die Gasse setzt sich aus mehreren mittelalterlichen Gassen zusammen und wurde ab dem 12. Jahrhundert allmählich bebaut.

Alter Markt mit Michaelsbrunnen

Hauptartikel: Alter Markt

Der Alte Markt, der zweitälteste Handelsplatz in der Altstadt, wurde im Frühmittelalter (13. Jahrhundert) planmäßig angelegt. An diesen städtischen Marktplatz schlossen einst der Milchmarkt und Kräutermarkt, der Rüben- und Krautmarkt und der Hafnermarkt an. Heute wird er von einer stattlichen Zeilen von Bürgerhäusern umrahmt, deren Kern meist ins Mittelalter reicht, die aber vielfach frühneuzeitlich überprägt sind.

In der Mitte des Alten Marktes steht heute der Marktbrunnen, der Florianibrunnen, der urkundlich anstelle eines alten Ziehbrunnens 1488 hier errichtet wurde, als erstmals Wasser vom Gaisberg über die Stadtbrücke bis zum Alten Markt geleitet werden konnte. Am südwestlichen Eck befindet sich das bekannte Café Tomaselli.

Historische Friedhöfe und Gärten

Petersfriedhof

Hauptartikel: Petersfriedhof

Der Petersfriedhof ist neben dem Friedhof des Benediktinenstifts Nonnberg]] die älteste noch bestehende christliche Begräbnisstätte Salzburgs. Er wurde bereits in nachrömisch-antiker Zeit als Begräbnisstätte benützt.

Durch seine Lage am Fuß des Festungsbergs und sein malerisches Gelände war der Petersfriedhof ein bevorzugtes Thema der Malerei und Dichtung des 19. Jahrhunderts. Im Petersfriedhof finden sich in den Berg hinein gehauene sogenannte Katakomben. Sie dienten nicht als Begräbnisort und sind vermutlich spätantiken Ursprungs. Hier sind die Gertraudenkapelle und die Maximuskapelle zu finden.

Botanischer Garten (Furtwänglergarten)

Hauptartikel: Botanischer Garten

Bis ins 16. Jahrhundert befand sich hier ein großer Garten mit einer weitläufigen Obstbaumwiese und Gemüsebeeten, genannt der Frauengarten der Petersfrauen oder Frohngarten. Unter Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron wurde (schon 1617 war ein akademisches Gymnasium errichtet worden) 1622 im Bereich dieses Gartens die Benediktineruniversität unter maßgeblicher Leitung der Erzabtei St. Peter errichtet.

Zwischen 1820 und 1941 war der Garten wieder botanischer Garten. 1835 wurde er offiziell zum k. k. botanischen Garten der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt. Heute bestehen nur mehr ein paar Bäume, wie der große Ginkobaum und die Tränen-Kiefer, beide um etwa 1850 gepflanzt und Relikte des alten Botanischen Gartens.

Alte Klöster

Nicht mehr bestehende Klostergemeinschaften im Altstadtgebiet sind vor allem das Kloster der der Domfrauen, der Petersfrauen (heute von den Franziskanern genutzt) und das Kloster der Theatiner (Kajetaner).

Die Benediktiner-Erzabtei St. Peter

Hauptartikel: Benediktiner-Erzabtei St. Peter

Die Erzabtei St. Peter ist das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum, das um 696 (nach Haustradition 582) gegründet bzw. erneuert wurde und auf einer seit der Spätantike bestehenden Klostergemeinschaft aufbauen dürfte. Die Erzabtei St. Peter besitzt eine bedeutende Sammlung von Malereien und Plastiken und vor allem von wertvollen Büchern und Urkunden. Das Verbrüderungsbuch des Klosters ist das älteste erhaltene Schriftstück auf dem Gebiet des heutigen Österreich.

Benediktinenstift Nonnberg

Hauptartikel: Benediktinenstift Nonnberg

Um 715 gründete Rupert von Worms am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg, das heute weltweit älteste dauernd bestehende Frauenkloster.

Das Franziskanerkloster

Hauptartikel: Franziskanerkloster

Nach Aufhebung des Klosters der Petersfrauen 1583 stand das dortige Kloster leer. Erzbischof-Coadjutor Georg von Kuenburg rief darauf 1587 Franziskaner zur Fortsetzung der inneren Mission und zur Seelsorge nach Salzburg. Einer der bekanntesten Ordensangehörigen ist Pater Peter Singer, der Erfinder des Pansymphonikon.

Allgemeines

Eine Altstadtkommission wacht darüber, dass alle baulichen Veränderungen im Einklang mit diesem Titel Weltkulturerbe stehen.

Berühmte Bürger der Altstadt

Literatur und Quellen

Weblinks

 Historisches Zentrum der Stadt Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Stadtteile und Landschaftsräume der Stadt Salzburg