Al Pescatore
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Al Pescatore ist ein Fisch-Spezialitätengeschäft in Grödig im südlichen Flachgau. Es ist der einzige österreichische Kaviarproduzent und wurde 1993 von Walter Grüll und Bernhard Zisler in einer ehemaligen Metzgerei in Grödig eröffnet.
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Geschichte
Red Snapper, Forelle, Austern, Karpfen, Heilbut, Kaviar, Thunfisch - über 30 verschiedene Süß- und Salzwasserfische und anderes Meeresgetier tummeln sich in Becken, Schüsseln mit Eis, Kühlkammern und Räucherofen im Geschäft von Walter Grüll und Bernhard Zisler in Grödig. Schon als kleiner Bub züchtete Grüll Fische im Keller seines Elternhauses in Salzburg-Parsch. Nach der Matura begann er aber dann im Herbst 1981 so richtig mit der Fischzucht neben seinem Job beim Land Salzburg: Verkauf direkt ab Fischbecken und an die Gastronomie. Schließlich hängte er den Bürojob 1992 ganz an den Nagel und eröffnete im Februar 1993 mit Zisler das nunmehr weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannte „Al Pescatore“ in Grödig.
Auszeichnung
Im Mai 2011 erhielt Walter Grüll die ‚Trophée Gourmet‘ verliehen. Das österreichische Magazin „A la Carte“ verleiht seit 1989 alljährlich die ‚Trophée Gourmet‘ an Menschen, die sich um gutes Essen verdient machen. Dabei gibt es mehrere Kategorien. Eine Jury wählt je Kategorie drei Kandidaten aus, die dann zu einem Galaabend in die Wiener Hofburg eingeladen werden. Für die Kategorie der Gourmandisen waren dies 2011 Julia Fandler von der Pöllauer Ölmühle Fandler, die seit 85 Jahren Öle produziert, der einzige Kaviarzüchter Österreichs, Walter Grüll aus Grödig, und "Slow Bäcker" Erich Kasses aus Thaya, der für sein Brot und Gebäck zwanzig verschiedene Sauerteige ansetzt. Im Rahmen des Galaabends werden dann die Gewinner bekannt gegeben – dieses Jahr war es in dieser Kategorie eben Walter Grüll aus Grödig vom „Al Pescatore“. Interessant dabei, dass man die Juroren nicht kennt und daher auch keinen Einfluss auf die Nominierung nehmen kann.
Stör
- Hauptartikel: Kaviar
Aufsehen erregte Walter Grüll mit seiner sensationellen Produktion von echtem Störkaviar. 27 Störarten gibt es und acht bis zwölf Jahre musste er warten, bis seine Störe den begehrten Kaviar erstmals produzierten. Seit 2002 „erntet“ Grüll nun echten Kaviar in Salzburg. Mit einem Ultraschallgerät stellt er fest, um welches Geschlecht es sich beim Stör handelt und wann die Fischeier reif sind. Grüll zählt zu den nur zwölf Züchtern von Stören weltweit.
Stören werden die Eier, der Rohkaviar, lebend abgenommen, nur manchmal werden Störe zur Fleischgewinnung geschlachtet. Denn auch das Fleisch des Störs, wie schon vorher erwähnt, schmeckt ausgezeichnet. Aus der Haut macht Grüll Leder und aus diesem Gürtel und andere Accessoires.
Weißer Stör
Grüll's aber wirklich großer Wurf war die Züchtung des Weißen Störs, Albinostör, von denen weltweit nur acht Kilo Kaviar geerntet werden können. Bis zu € 15.000.-- muss man am internationalen Markt pro Kilo für diese weiße Delikatesse bezahlen. Wie viel davon aus Grüll's Zucht stammt, darüber hüllt sich der Züchter schmunzelnd in Schweigen.
Selten, aber eben doch, kommt es in der Natur vor, dass die Natur auf die Farbe bei Tieren „vergisst“. Durch Störungen werden diese wenigen Exemplare weiß, also Albino. So auch der Weiße Stör.
Zunächst musste er erst einmal ein Pärchen vom Weißen Stör finden. Danach hieß es zwölf Jahre lang täglich die Fische versorgen. Sie brauchen gutes Wasser, also stets frisches, fließendes Wasser in den Becken. Und weil Grüll seine Fischbecken im Freien hat, die den jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind und nicht wie in Hallenbeckenzuchten gleichmäßig temperiert sind, kann er nicht schon nach sechs Jahren deren Kaviar ernten wie bei Hallenzuchten.
Verkostungen im Geschäft
Octopus, Riesengarnelen, Heringssalat und andere Köstlichkeiten kann man auch gleich im Geschäft essen. Dazu ein Glas Wein und irgendwie spürt man einen Hauch von Fischerhafen und stürmischer Atlantikküste in Grödig. Grüll räuchert auch selbst, z. B. Thun-, Butterfisch oder Lachs.
Frische Ware aus Marano Lagunare
Zwei Mal die Woche kommt frische Ware aus Marano Lagunare, einem der wichtigsten Fischerhäfen der Adria in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Dabei handelt es sich aber um Zuchtware aus der Lagune. Wer zu Weihnachten nicht nur den nach wie vor begehrten Weihnachtskarpfen vom Al Pescatore auf dem Tisch haben möchte, der sollte rechtzeitig bestellen und mit vielen Gleichgesinnten bei Abholung rechnen, denn sogar aus Wien kommen seinen Kunden.
Beratung
Kunden können sich auch über Zubereitungsarten der verschiedenen angebotenen Produkte informieren. Neben praktischen Tipps erhält der Kunde aber auch ehrliche Informationen, ob dieser oder jener Fisch tatsächlich für diese oder jene Idee des Kunden geeignet ist.
Kunden
"Al Pescatore" beliefert zahlreiche renommierte Gastronomiebetriebe in Stadt und Land Salzburg. Diese Unternehmen schätzen neben der Frische der Produkten dieses Unternehmens auch die fachliche Kompetenz aller Mitarbeiter. Doch seine Kunden sind nicht nur Österreich zu Hause. Er liefert in die Schweiz, nach London und Mailand, ja sogar nach Japan und auf Inseln in der Südsee!
Anschrift
- Al Pescatore
- Neue Heimatstraße 13
- 5082 Grödig
- Telefon: 0 62 46 - 7 54 92
- Fax: 0 62 46 - 7 65 00 - 4
Öffnungszeiten
- Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr
- Samstag von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Siehe auch
Weblinks
Quelle
- Eigenartikel Peter Krackowizer (diverse Interviews mit Walter Grüll)
Bildergalerie
Al Pescatore hat auch ein Markenzeichen --> das Fisch-Logo! Beiwerk des Bildes ein herrliches Thunfisch-Baguette und ein gutes Glaserl Wein |