| Die Zukunft des Safariparks Gänserndorf ist noch ungewiss, die Hoffnung auf ein Weiterbestehen scheint jedoch berechtigt. Bürgermeister Johann Karl bestätigte am Donnerstag, dass sich "erste seriöse Interessenten" gemeldet hätten. Trotzdem bewertet er die künftige Situation der gesamten Region als "gar nicht rosig". Der Konkursantrag wird jedenfalls spätestens am Montag gestellt.
Strategien, wie man die Besucherzahl des Safariparks wieder ansteigen lassen könnte, seien aber nur schwer umzusetzen: "Der Markt ist gesättigt, das große Potenzial ist einfach nicht da", so Karl. Zudem fehle auch die Infrastruktur im "Hinterland". Zu wenig bis gar keine Kapazitäten bei Gästebetten und keinerlei optimale Verkehrsanbindung - vor allem aus slowakischer Richtung - scheinen ein baldiges Aufblühen der Institution Safaripark in weite Ferne zu rücken.
Safaripark-Vorstand Peter Scheifinger kündigte unterdessen an, dass der Konkursantrag entweder am Freitag oder am Montag gestellet werde. Die Gesamtschulden belaufen sich auf 4,7 Mio. Euro.
Die 64 Mitarbeiter des Safari-Parks wollen mit dem Austritt aus dem Unternehmen noch ein paar Tage zuwarten. Für die Tiere sei noch genügend Futter vorhanden, eine Amtstierärztin habe bereits eine Bestandsliste erstellt, so Scheifinger.
Die von Bürgermeister Karl engesprochenen Interessenten sieht Scheifinger nicht. "Das können keine seriösen Interessenten sein, weil der Bürgermeister diesbezüglich überhaupt keine Entscheidung treffen kann." Das Land Niederösterreich sowie die Pharmafirma Baxter hätten es nun in der Hand, den Park und die Tiere zu retten. "Es geht um guten Willen. Rechtlich verpflichtet ist dazu niemand."
© SN/APA.
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