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Wirtschaft

Benzin-Preislawine zu Jahresmitte erwartet

23. Mai 2007 | 09:08

Schlechte Nachrichten für Österreichs Autofahrer: Der heimische Benzinpreis nähert sich derzeit dem Jahreshoch und im Sommer droht eine ganze Preislawine. So läuft der Partikelfilter-Bonus aus, die Mineralölsteuer steigt und auch die Haftpflichtversicherung soll erhöht werden. Momentan liegt der Preis für Superbenzin bei 1,115 Euro, der heurige Höchstwert wurde am 18. Mai mit 1,118 Euro erreicht.

Historischer Höchststand war am 10. August des Vorjahres, wo für den Liter Super stolze 1,202 Euro kassiert wurden. Aber auch für Dieselfahrer gibt es nichts zu lachen. Zwar liegt der Preis derzeit mit 0,991 doch noch einigermaßen deutlich unter dem Höchstwert im August 2006 mit 1,081 Euro, aber durch die erhebliche Steigerung der Mineralölsteuer für Diesel werden dann der Preis "ganz nah beim Allzeit-Hoch liegen", so eine ARBÖ-Sprecherin. Demnach verteuere die höhere MöST die Steuer bei Diesel um 17 und bei Benzin um 7 Prozent.

Dass mit der MöST-Erhöhung der Tanktoursimus eingedämmt werde, wie das Landwirtschafts- und Umweltminister Pröll in der Vergangenheit angekündigt hatte, hält der ARBÖ für einen "frommen Wunsch", der nicht eintreten werde. Und während die Autofahrer belastet werden, kämen auf die Frächter sogar Erleichterungen zu, kritisierte der Autofahrer-Club. Demnach bringe die Mauterhöhung um durchschnittlich 4,20 Cent je Kilometer Mehreinnahmen für den Staat von 115 Millionen Euro - davon kämen 52 Mio. Euro von inländischen Frächtern.

Gelichzeitig werden die inländischen Lkw-Betrieber durch eine Halbierung der Kfz-Steuer entlastet - konkret um 75 Mio. Euro. Bleibt unterm Strich ein Plus für den heimischen Lkw-Besitzer, rechnete der ARBÖ mit Verweis auf Zahlen der Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag vor. Fährt ein Frächter gar nicht auf der Autobahn, profitiert er voll von der Kfz-Steuersenkung.

© SN/APA.

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