| Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) will den deutschen Sportartikelhersteller Puma übernehmen. Über seine Tochter Sapardis erwarb der Konzern mehr als 25 Prozent der Puma-Aktien. Zugleich kündigte er am Dienstag an, den übrigen Aktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 330 Euro je Aktie machen zu wollen. Der Puma-Vorstand begrüßte die Pläne.
Damit erhalte Puma im Hinblick auf seine Expansionsstrategie nicht nur die Unterstützung eines finanzstarken und führenden internationalen Konzerns, sondern profitiere auch von der globalen Ausrichtung, dem starken Portfolio an Premium-Marken sowie der Erfahrung des neuen Partners, hieß es auf der Webseite des Unternehmens. PPR zitierte Puma-Vorstandschef Zeitz mit einer grundsätzlichen Empfehlung an die Aktionäre, das Angebot anzunehmen: "Wir glauben fest daran, dass diese freundliche Transaktion im besten Sinne unseres Unternehmens und der angebotene Preis fair gegenüber allen Puma-Aktionären ist."
PPR hatte das Aktienpaket von der Mayfair Beteiligungsfondgesellschaft übernommen. PPR-Präsident Pinault sprach von einem "Meilenstein unserer Strategie des profitablen Wachstums". Er sei zuversichtlich, dass PPR der ideale Partner sei, um Puma in seiner momentanen Entwicklungsphase zu einem weltweiten Sportlifestyle-Unternehmen zu unterstützen.
Puma ist der weltweit drittgrößte Sportartikelproduzent. Das Unternehmen hat derzeit rund 7.800 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte in mehr als 80 Länder. Im vergangenen Jahr setzte Puma etwa 2,4 Mrd. Euro um. PPR ist der Mutterkonzern von Edelmarken wie Gucci und Yves Saint Laurent. Das Unternehmen ist weltweit mit rund 78.000 Mitarbeitern in 75 Ländern tätig und setzte 2006 rund 17,9 Mrd. Euro um.
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