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Die Dimensionen des internationalen
Terrorismus
Report des US-Außenministeriums
listet für das Jahr 2000 weltweit 423 Terrorakte
auf.
HAMBURG (SN, dpa). Mit den Anschlägen in New York
und Washington hat
der internationale Terrorismus eine neue Dimension erreicht:
Bereits jetzt
gilt als sicher, dass in diesem Jahr die Zahl der Opfer
weit größer als je
zuvor sein wird. Auch wurde bewiesen, dass Terroristen
jederzeit, weltweit und
überall zuschlagen können, auch in den USA.
Die Bedrohung hatte bereits im vergangenen Jahr deutlich
zugenommen. In
seinem letzten Terrorismus-Report ("Patterns of
Global Terrorism 2000") hat
das US-Außenministerium weltweit 423 Terrorakte
registriert - 31 mehr als
1999. 405 (233) Menschen kamen dabei zu Tode, 791 wurden
verletzt.
Nur NORDAMERIKA blieb im Jahr 2000 verschont.
ASIEN war dem Bericht zufolge die "tödlichste"
Region. Dort kamen bei 98 Anschlägen 281 Menschen
ums Leben. Im asiatischen Afghanistan vermuten die USA
auch die Basis für weltweite Terroroperationen.
Unter dem Schutz des islamistischen Taliban-Regimes
soll dort der Saudi Osama bin Laden Schulungscamps für
sein Netzwerk von Fanatikern unterhalten.
An zweiter Stelle folgt AFRIKA mit 73 Toten
bei 55 Anschlägen. Hier ist die Bedrohung seit
1995 von Jahr zu Jahr gewachsen. Bisheriger Höhepunkt
waren die vermutlich von bin Laden inszenierten gleichzeitigen
Bombenanschläge auf die US-Botschaften 1998 in
Kenia und Tansania: Insgesamt 230 Tote.
Im NAHEN OSTEN gab es im vorigen Jahr bei 16
Terrorakten 19 Tote. Im Verlauf der zweiten palästinensischen
Intifada eskalierte die Gewalt wieder. Seit dem Ausbruch
der Unruhen im September 2000 zählten die Israelis
mehr als 160 Opfer von Terrorkommandos. In LATEINAMERIKA
schlugen Terroristen 193 Mal zu und töteten dabei
19 Menschen. Brennpunkt war Kolumbien; allein bei Attacken
auf eine multinationale Ölpipeline kamen sieben
Menschen ums Leben.
In EUROPA zählte der Bericht nur einen
Toten bei 30 Anschlägen. Nicht mitgerechnet wurden
dabei offenbar die Opfer der neuen ETA- Gewaltspirale
in Spanien (nach Angaben des Innenministeriums 23 Tote
im vergangenen Jahr). Auch die Übergriffe der nicht
als Terrorgruppe eingestuften UCK-Rebellen auf dem Balkan
blieben unberücksichtigt.
Für unter EURASIEN zusammengefasste Nachfolgestaaten
der UdSSR sind zwölf Opfer ausgewiesen. Hierbei
sind die Opfer von Anschlägen im Zusammenhang mit
dem Tschetschenien-Konflikt nicht berücksichtigt.
Russland hatte im Jahr 2000 wieder unter völlig
ungeklärten Terrorakten zu leiden. Im September
des Vorjahres waren allein bei zwei Anschlägen
auf Wohnhäuser in Moskau 223 Menschen getötet
worden.
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