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Mit Sonderkommandos gegen erfahrene
Guerilla-Kämpfer
Bei einem möglichen Kampf in Afghanistan
setzen Westmächte auf Elitetruppen.
PARIS (SN, AFP). Mit aller Gewalt wollen die USA den
in Afghanistan
untergetauchten Fundamentalistenführer Osama Bin
Laden ergreifen. Doch mit
einem konventionellen Militäreinsatz ist in der
bergigen und unüberschaubaren
Landschaft Afghanistans wenig auszurichten, wie das
Scheitern der sowjetischen
Armee in den 80-er Jahren gezeigt hat. Bei einem Angriff
auf das Land am
Hindukusch müssten die internationalen Truppen
deshalb auf Spezialeinheiten
setzen, die für Sonderaufgaben trainiert sind.
In den USA, Großbritannien,
Frankreich und Deutschland stehen Elitetruppen bereit,
die in Afghanistan eng
zusammenarbeiten könnten.
Diese Sonderkommandos sind ausgebildet für gezielte
Sabotageakte, das
Ausspionieren der gegnerischen Stellungen, die Bestimmung
von Angriffszielen
sowie die Befreiung und Evakuierung von Gefangenen.
Häufig landen die
Elitesoldaten vor dem Hauptkontingent und halten sich
über Tage versteckt, um
Informationen zu sammeln und die Ankunft der Bodentruppen
vorzubereiten.
In den USA sind tausende Soldaten im Sonderkommando
USSOCOM
zusammengefasst, das mehrere Einheiten wie das Anti-Terror-Kommando
Delta
Force, die Marinetruppe SEAL und die Rangers befehligt.
Die
Luftwaffeneliteeinheit AFSOC verfügt zudem über
spezielle Transportmaschinen,
die gegen Raketen und Radar geschützt sind.
Die größte Erfahrung mit Sonderaufträgen
hat der britische Special Air
Service (SAS), der 1941 gegründet wurde. Der SAS
beendete 1980 eine
Geiselnahme in der iranischen Botschaft in London und
wurde regelmäßig gegen
die nordirische Untergrundorganisation IRA eingesetzt.
In jüngster Zeit waren
die SAS-Soldaten vor allem für die Fahndung und
Verhaftung mutmaßlicher
Kriegsverbrecher in Bosnien zuständig. Großbritannien
verfügt zudem über das
Afrika-Korps, das für Alleingänge in Kriegsgebiet
ausgebildet ist, sowie über
ein Marine-Sonderkommando.
Auch die 1500 Kommandos der französischen Spezialtruppe
COR haben Erfahrung
in nationalen Einsätzen wie bei der Evakuierung
französischer Staatsbürger aus
Afrika und internationalen Einsätzen in Somalia
und dem früheren Jugoslawien.
Das 1996 gegründete "Kommando Spezialkräfte"
(KSK) der deutschen Bundeswehr
ist dagegen relativ unerfahren. Eine der Kernaufgaben
der tausend Mann starken
Truppe ist die Abwehr terroristischer Bedrohung. Vorbild
ist die GSG 9, die
Spezialeinsätze für die innere Sicherheit
übernimmt.
Das KSK war gegründet worden, nachdem 1994 Mitarbeiter
der Deutschen Welle in
Ruanda festsaßen und von belgischen Soldaten gerettet
werden mussten. Im
Bosnien-Krieg sowie im Kosovo-Konflikt wurde das Sonderkommando
bereits
mehrfach eingesetzt, um deutsche Soldaten in schwierigen
Situationen zu
schützen und um nach Kriegsverbrechern zu fahnden.
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