|
Das
Aufklärungssytem AWACS
HAMBURG (dpa). Die NATO verfügt seit 1982 mit
technisch hoch gerüsteten Spezial-Flugzeugen ein
ausgeklügeltes Aufklärungs- und Frühwarnsystem:
das "Airborne early Warning And Control System",
kurz AWACS. Das Hauptquartier liegt im deutschen Geilenkirchen
bei Aachen. Die deutsche Bundesregierung erwägt
bei ihrer Unterstützung der USA im Kampf gegen
den Terror, Soldaten an Bord von AWACS-Flugzeugen bereitzustellen.
Unter NATO-Kommando fliegen 18 dieser schon im Golf-Krieg
1991 und in
Bosnien eingesetzten Maschinen. Weitere Basen hat der
AWACS-Verband in
Norwegen, Italien, Griechenland und der Türkei.
Seit 1992 gibt es im
britischen Waddington einen mit sieben Maschinen ausgerüsteten
zweiten
operativen Frühwarnverband der NATO.
Die als "Ausguck" der Allianz geltenden Maschinen
der Frühwarnflotte
zeichnen sich äußerlich vor allem durch ihren
pilzköpfigen Radaraufbau aus.
Mit diesem rotierenden Riesenauge können bis zu
400 hoch wie tief fliegende
Flugzeuge sowie Schiffe in einem Umkreis bis zu 500
Kilometern geortet,
identifiziert und an Bodenstationen und NATO-Kommandobehörden
weitergemeldet
werden.
Die AWACS-Maschinen vom Typ E-3 Sentry - eine Spezial-Version
der Boeing
707 - sind mit bis zu 16 Computer- und Radarspezialisten
verschiedener
Nationen besetzt. Sie fliegen in Höhen bis zu 9000
Metern, sind etwa 850
Stundenkilometer schnell und können ohne aufzutanken
mehr als acht Stunden in
der Luft bleiben.
|