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Kabul will 5000 Mann
starke UNO-Truppe akzeptieren
Paschtunen wollen El-Kaida-Kämpfer an neue
Regierung übergeben. Schicksal Bin Ladens weiter
unklar.
KABUL/WASHINGTON (SN/APA/AFP/dpa/Reuters). Die afghanische
Führung will der Stationierung einer 5000 Mann
starken internationalen UNO-Friedenstruppe in dem Land
zustimmen. "Das Problem ist nicht mehr die Größe
die Truppe, sondern ihre Mission, und wo sie stationiert
werden soll", sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums.
Bisher hatten sich Mitglieder der designierten Übergangsregierung
für
eine deutlich kleinere Truppenstärke ausgesprochen.
Der britische General John
McColl, der das Kommando der Truppe übernehmen
soll, verhandelte in Kabul seit
Sonntag über die strittigen Fragen.
Paschtunische Milizen in Tora Bora wollen 40 gefangene
El Kaida-Kämpfer an
die neue Regierung in Kabul übergeben. Gefangene
hatten nach Berichten des
britischen Senders BBC darum gebeten, nicht an die US-Truppen
ausgeliefert zu
werden. Bis zu 2000 Kämpfer des Terroristenanführers
Bin Laden sind in den
Bergen von Tora Bora auf der Flucht.
Von Bin Laden selbst fehlt jede Spur. Man wisse nicht
einmal, ob der Chef
der El Kaida-Organisation überhaupt noch am Leben
sei, sagte US-Außenminister
Powell im TV. "Er könnte sich noch in Afghanistan
aufhalten, er könnte das
Land verlassen haben, er könnte auch tot sein."
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