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Die
Bergfestung Tora Bora
Mögliche Zufluchtsstätte von Osama bin
Laden gilt als uneinnehmbar.
HAMBURG (SN, dpa). Die Bergfestung Tora Bora, die als
möglicher Aufenthaltsort von Osama bin Laden gilt,
wurde in den 80-er Jahren von afghanischen Mudschaheddin-Rebellen
im Kampf gegen die Sowjetarmee genutzt. Damals gab nach
einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Newsweek"
auch der amerikanische Geheimdienst CIA Geld für
den Bau der rund 50 Kilometer von Dschalalabad entfernten
Festung.
"Im Kampf gegen die Sowjets war Tora Bora für
die Mudschahedin das Lager
mit der besten natürlichen Verteidigung",
sagte der ehemalige afghanische
Verteidigungsminister Schanawas Tanai in "Newsweek".
Der Ort mit dem malerischen Namen - auf Deutsch bedeutet
Tora Bora jedoch
schlicht "schwarzer Staub" - gilt als bombensicher
und nahezu uneinnehmbar.
Nach Informationen des "Spiegel" sollen sich
rund 2000 Kämpfer in der fast
4000 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Festung
verschanzt haben.
Ehemalige Besucher beschreiben den Stützpunkt als
unterirdisches Höhlensystem
mit Stromgeneratoren und Belüftungsanlagen, aus
der Luft kaum zu erkennen.
Massive Bombenangriffe der Amerikaner blieben bislang
ohne sichtbaren Erfolg.
Bereits 1999, als Bin Laden spurlos aus Kandahar verschwand,
bot Tora Bora
nach arabischen Zeitungsberichten dem Terroristen Zuflucht.
Bin Laden habe den
Ort gewählt, weil er sich dort schon 1989 beim
Sturm sowjetischer Truppen auf
Dschalalabad verschanzt hatte.
Der Bergbunker könnte für Bin Laden jedoch
auch Ausgangsbasis für eine
mögliche Flucht werden: Alte Schmugglerpfade führen
in das nur rund 30
Kilometer entfernte Pakistan. Dort könnte der meistgesuchte
Terrorist der Welt
möglicherweise Unterschlupf bei zahlreichen Sympathisanten
finden.
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