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NATO: Langer Kampf gegen
Terrorismus
Bündnis schickt aber keine Schutztruppen nach
Afghanistan.
BRÜSSEL (SN, dpa). Die 19 Mitgliedstaaten der
NATO haben sich zu einem lang andauernden Kampf gegen
den Terrorismus verpflichtet. Die NATO-Außenminister
unterstrichen am Donnerstag bei ihrem Treffen in Brüssel
außerdem, dass jeder terroristische Angriff auf
ein NATO-Land gemeinsam zurückgeschlagen werde.
"Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit,
die terroristische Bedrohung so
lange zu bekämpfen, wie es erforderlich ist",
betonten die Minister. "Es ist
grundlegend für unsere Sicherheit, diese Herausforderung
zu bestehen."
Gegenüber dem Terrorismus dürfe es "Null
Toleranz" geben, sagte
NATO-Generalsekretär George Robertson zu Beginn
der Sitzung.
Die NATO betonte erneut, dass sich der derzeitige Kampf
nicht gegen
Afghanistan und die unschuldige afghanische Bevölkerung
richte. Er ziele
vielmehr "gegen die Terroristen, ihre Netzwerke
und gegen diejenigen, die
ihnen Schutz bieten".
Robertson betonte, die NATO stehe bereit, auf Anfrage
der Vereinten
Nationen logistische Unterstützung für die
Afghanistan-Hilfe zu leisten. Eine
NATO-Schutztruppe in Afghanistan wird es jedoch nach
dem Stand der Beratungen
nicht geben.
Der französische Außenminister Hubert Vedrine
plädierte dafür, dass jede
internationale Organisation sich am Kampf gegen den
Terrorismus mit ihren
eigenen Mitteln und in ihren jeweiligen Zuständigkeiten
beteilige. Es solle
keine doppelten Strukturen und keine vertauschten Rollen
geben, sagte er vor
Journalisten. Damit beschrieb er die ablehnende Haltung
seines Landes gegen
ein militärisches Engagement der NATO als Ganzes.
Dem Vernehmen nach bat auch US-Außenminister Colin
Powell seine Kollegen
nicht um zusätzliche Unterstützung durch die
NATO. Die Allianz hat bisher
lediglich Häfen und Flughäfen zur Verfügung
gestellt und stellt außerdem
Ersatz für kleinere US-Einheiten, die unmittelbar
für den Kampf gegen
Afghanistan eingesetzt werden. Eine umfassendere militärische
Zusammenarbeit
hat Washington bisher nur mit einigen ausgewählten
Verbündeten vereinbart.
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