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Rumsfeld warnt vor neuer
Bedrohung durch Terror
US-Verteidigungsminister sieht atomare, chemische
und biologische Gefahren.
BRÜSSEL (SN, AP). US-Verteidigungsminister Donald
Rumsfeld hat vor weiteren
Terroranschlägen gewarnt, die über das Ausmaß
vom 11. September hinaus gehen
könnten. "Wenn wir uns die Zerstörung
ansehen, die sie in den USA verursacht
haben, können wir uns ausmalen, was sie in New
York oder London oder Paris
oder Berlin mit nuklearen, chemischen oder biologischen
Waffen anrichten
können", sagte Rumsfeld bei einem Treffen
der NATO-Verteidigungsminister in
Brüssel.
"Wir müssen uns der Realität stellen,
dass die Anschläge vom 11. September
- schrecklich wie sie waren - einen düsteren Ausblick
auf das geben, was
kommen kann, wenn wir uns nicht schon heute darauf vorbereiten,
unsere
Bevölkerung vor Gegnern mit immer mächtigeren
Waffen zu schützen", sagte
Rumsfeld. Der US-Verteidigungsminister kam direkt von
einem Besuch in
Afghanistan nach Brüssel und unterrichtete die
anderen 18 NATO-Kollegen über
die aktuelle Lage in dem Land.
Nach Angaben eines NATO-Vertreters wurde bei den Beratungen
nicht darüber
gesprochen, den Kampf gegen den Terror militärisch
über Afghanistan hinaus in
andere Länder zu tragen. NATO-Generalsekretär
George Robertson betonte, die
NATO müsse angesichts der neuen Bedrohung ihre
Konzepte und Fähigkeiten
überdenken.
Die Terrorwarnung in den USA bleibt auch über Weihnachten
in Kraft. Das
teilte am Dienstag ein Regierungssprecher in Washington
mit. Nach Ansicht der
Geheimdienste und Sicherheitskräfte sei auch nach
dem Ende des islamischen
Fastenmonats Ramadan die Gefahr eines weiteren Terroranschlags
weiterhin groß.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP gibt es
seit der dritten
allgemeinen Terrorwarnung seit dem 11. September, die
am 3. Dezember
ausgesprochen wurde, weiterhin einen ständigen
Strom von Informationen über
potenzielle Drohungen. Allerdings gebe es keine spezifischen
Anhaltspunkte
über Zeitrahmen, mögliche Ziele und Orte eines
Anschlags.
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