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Landesstatistischer Dienst präsentiert aktuelle Prognose
SALZBURG.
Im Bundesland Salzburg steigt die Einwohnerzahl. Vor allem die Landeshauptstadt und der Flachgau sind vom Bevölkerungszuzug überproportional betroffen. Diese Erkenntnis ist nicht neu sondern Ergebnis der im Jahr 2001 durchgeführten Volkszählung. Die hat auch ergeben, dass die Haushaltsgrößen im Durchschnitt betrachtet immer kleiner werden. Soll heißen: Immer mehr Menschen leben - freiwillig oder nicht - in Single-Haushalten. Ein Phänomen, das vor allem die Landeshauptstadt betrifft. Der Landesstatistische Dienst hat nun auf Grundlage der Volkszählung eine Wohnungsbedarfsprognose erstellt, die vor kurzem präsentiert wurde und den Zeitraum bis 2007 abdeckt. Aus dieser Analyse geht hervor, dass in den Jahren zwischen 2003 und 2007 ein Bedarf von ca. 15000 Neubauwohnungen besteht. Pro Jahr müssten somit 3000 zusätzliche Miet- oder Eigentumswohnungen fertiggestellt werden. Mit eingerechnet ist in diese Zahlen der Wohnungsschwund, der sich durch das Abreißen von desolaten Häusern oder das Zusammenlegen von Wohnungen ergibt. Erfahrungsgemäß werden im Land Salzburg rund zwei Drittel der Neubauwohnungen mit Mitteln der Wohnbauförderung errichtet. Somit müssten zukünftig 2000 geförderte Wohnungen pro Jahr fertiggestellt werden, um den prognostizierten Bedarf zu decken. Derzeit werden im Land Salzburg rund 1700 Wohnungen jährlich mit Mitteln der Wohnbauförderung errichtet. Mit über 2300 fehlenden Wohneinheiten hat die Stadt Salzburg unter allen Bezirken gegenwärtig das größte Wohnraumdefizit. Allerdings wird bereits in wenigen Jahren - so die Prognose - der Wohnungsbedarf vor allem im Flachgau rasant steigen und bis Ende 2007 rund doppelt so groß sein wie in der Landeshauptstadt.
© SN.
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