| Frauen bauen Autos, wenn man sie lässt
salzburg (SN). Das vom Grazer Forschungszentrum IFZ durchgeführte Forschungsprojekt "Engineer your Future - Frauen gestalten Technik" nahm den Berufsalltag von Technikerinnen unter die Lupe und führte eine Imagebefragung bei Studentinnen durch. Das Ergebnis: Die Arbeitssituation und Karrieremöglichkeiten von Frauen in der Autobranche werden nach wie vor als eher schlecht beurteilt.
Die AVL-List GmbH beteiligte sich als Pilotunternehmen an dem Forschungsprojekt, da es ein Bestreben des steirischen Motorenentwicklers ist, den Frauenanteil im technischen Bereich zu erhöhen. Den Bemühungen des Unternehmens zum Trotz zeichnete die Befragung von angehenden Technikerinnen (höhersemestrigen Studentinnen) und Absolventinnen der TU Graz ein anderes Bild.
"Die AVL wird von außen als ,typisches Männerunternehmen' wahrgenommen. 48 Prozent der Befragten glauben, dass in der AVL ,ausschließlich Männer Karriere' machen können, 58,4 Prozent sind der Meinung, dass ,nur Männer das Sagen haben' und 79,2 Prozent halten es für unmöglich, dass ,Frauen wichtige Schlüsselpositionen bekleiden'", so das Resümee von IFZ-Forscherin Christine Wächter.
Einigkeit besteht unter den Befragten in Bezug darauf, dass ein höherer Frauenanteil in technischen Bereichen erstrebenswert ist. Beispiele großer Konzerne wie Daimler Chrysler, Ford, VW und anderer Unternehmen haben gezeigt, dass "Diversity" - die Vielfalt von Nationalitäten, Altersgruppen, Ausbildungen und eben auch eine gerechte Geschlechterverteilung - positive Auswirkungen hat. Eine Verbesserung der internen Zusammenarbeit und Unternehmens-kultur, aber auch positive Wirkung in der Außenkommunikation mit Kundinnen, Auftraggebern und potenziellen Bewerbern sei die Folge.
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