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IAA Frankfurt
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Wenn die Nacht zum Tag wird
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23. September 2005
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| Assistenzsysteme machen dank Infrarot-Technologie das Fahren bei Dämmerung und Dunkelheit sicherer. Der Lenker erkennt Fußgänger auf dem Wärmebild.Fahren bei Nacht ist immer mit einem erhöhten Risiko verbunden. Es ist für die Augen sehr anstrengend und verlangt vom Fahrer größte Aufmerksamkeit. Nur allzu leicht ergeben sich Situationen, in denen man vom Gegenverkehr geblendet wird und Fußgänger am Fahrbahnrand übersieht. Laut deutscher Unfallstatistik ereignen sich mehr als 55 Prozent der tödlichen Fußgängerunfälle in der Dämmerung oder nachts.1999 hat als erster Hersteller die amerikanische Marke Cadillac ein so genanntes Night-Vision-System in einem Serienmodell angeboten. Dabei wurde in einem Head-up-Display in der Windschutzscheibe das von einer Infrarotkamera aufgezeichnete Wärmebild der Umgebung wiedergegeben. Personen auf der Fahrbahn konnten auf Grund ihrer Körperwärme, die sich als heller Bereich im Bild abzeichnete, erkannt werden.Auf der IAA präsentieren nun zwei deutsche Hersteller ein weiterentwickeltes Night-Vision-System. Mercedes in der neuen S-Klasse und BMW im 7er bieten eine Infrarotkamera mit Bilddarstellung in einem Display an. Der Vorteil gegenüber einer Wiedergabe in der Frontscheibe liegt darin, dass der Fahrer sich nicht gleichzeitig auf zwei "Realitäten" konzentrieren muss. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fahrer auf hell erscheinende Bereiche des Wärmebildes wie Fußgänger oder Tiere (Wildwechsel) reagieren, selbst wenn das Display nicht im direkten Sichtbereich des Lenkers liegt. Die Systeme arbeiten mit Infrarotlicht, das für das menschliche Auge unsichtbar ist und entgegenkommende Autofahrer nicht blendet. Sie erfassen einen Bereich bis zu 300 Meter Entfernung. Dunkel gekleidete Personen wurden in einem Test bereits 164 Meter vor dem Vorbeifahren erkannt. Der Vergleichswert mit dem sehr hell leuchtenden Bixenonlicht hatte lediglich 72 Meter betragen. Die Sicherheit bei Dunkelheit wird eindeutig erhöht.BMW bietet das System im 7er zu einem Nettopreis von 1730 Euro an, Mercedes verlangt in der S-Klasse 1645 Euro netto.Auch das Fernlicht bekommt einen SensorEine weitere technische Neuerung im 7er-BMW ist der so genannte Fernlichtassistent. Eine amerikanische Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Fernlicht wesentlich öfter verwendet werden könnte, als es tatsächlich genutzt wird. Die BMW-Techniker haben daher einen Kamerasensor entwickelt, der in die Innenspiegelhalterung integriert wurde. Der Sensor reagiert auf das Scheinwerferlicht und das Rücklicht von anderen Fahrzeugen sowie auf die Umgebungsbeleuchtung. Sofern die Straße nicht ausreichend beleuchtet ist, wird automatisch das Fernlicht aktiviert. Der Aufpreis für diesen Fernlichtassistenten wird von BMW mit 115 Euro netto angegeben. <P/>
© SN.
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