| Große Sprünge erwartet man bei der börsenotierten UIAG, dem heimischen Marktführer bei Mittelstandsfinanzierungen. Nach dem Ausstieg des deutschen Versicherers Gerling zieht sich nun auch der bisher größte Einzelaktionär, die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG), ganz zurück, bestätigte KTM-Chef Stefan Pierer. Pierer und dessen Vorstandskollege Rudolf Knünz, seit Juli über ihre Cross Industries mit zehn Prozent an der UIAG beteiligt, stocken demnächst auf eine Sperrminorität auf.
„In der ersten Oktober-Hälfte wird das alles gegessen sein“, sagte Pierer. Mit dem Kauf des vertraglich zugesagten 15-prozentigen Aktienpakets aus DBAG-Besitz hält die Cross, an der auch Beteiligungen an KTM, Rosenbauer und Eternit hängen, dann wie geplant 25 Prozent plus eine Aktie an der Unternehmens Invest AG (UIAG). Die Cross schlüpft damit in die Rolle des größten UIAG-Gesellschafters.
Zu Börsekursen ist das Aktienpaket rund elf Mill. Euro wert. Der übrige Zehn-Prozent-Anteil der DBAG wird nicht nur bei der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), die derzeit 13 Prozent an der UIAG hält, sondern auch bei der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und der Drei-Banken-Gruppe aus Oberbank, Bank für Kärnten und Steiermark (BKS) und Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV), die mit jeweils zehn Prozent beteiligt sind, platziert werden. Im Streubesitz sind künftig unverändert 32 Prozent der insgesamt 4 Millionen UIAG-Aktien.
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