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"Der Stenzel-Effekt"
Das Rennen um den ersten Bezirk ist entschieden: Ursula Stenzel (im APA-Bild) konnte, wie erwartet, die schwarze Bastion für die ÖVP verteidigen. Damit wird die bisherige EU-Parlamentarierin neue Bezirksvorsteherin des kleinsten (19.000 Einwohner), aber zugleich prestigeträchtigsten Bezirks der Bundeshauptstadt. Erste Ovationen nahm die frisch gebackene Kommunalpolitikerin am Abend von jungen Anhängern entgegen, die sich applaudierend vor ihrem Haus in der Spiegelgasse eingefunden hatten. "Fünf Prozent Plus - und das in nur fünf Wochen!", jubilierte Stenzel..
Der erste Bezirk wird seit 1946 schwarz regiert. Bei den Wahlen 2001 lag die SPÖ aber nur mehr knapp hinter der ÖVP. Die Vormachtstellung ausgerechnet im Ersten zu verlieren wäre eine Blamage für die ÖVP gewesen. Um sich eine solche zu ersparen, hat ÖVP-Chef Johannes Hahn im September die erprobte Wahlkämpferin Stenzel als Überraschungskandidatin vorgestellt. Stenzels Vorgänger musste weichen. Der Personalcoup hat sich bezahlt gemacht. Stenzel konnte einen Erdrutschsieg für die ÖVP einfahren.
Den Wahltag hatte die künftige Bezirkschefin der noblen Wiener City standesgemäß verbracht: Hochamt in der Augustinerkirche, Mittagessen im Nobelrestaurant, Spaziergang zum Wahllokal und anschließend in die Parteizentrale neben dem Rathaus. zim
© SN/APA.
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