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Zurückhaltend reagiert Schüssel auf die Ankündigung von
Landeshauptmann Pühringer, das Land Oberösterreich werde sich an der
voestalpine-Privatisierung beteiligen. Wie sich diese Vorgehensweise
mit dem Regierungsziel, der Vollprivatisierung des Stahlkonzerns,
verträgt, wollte er nicht beurteilen. Allerdings deponierte Schüssel
am Montag gleich mehrmals seinen Wunsch nach "hundertprozentiger
Privatisierung".
Landeshauptmann Pühringer präsentierte am Montag das Konzept für
einen oberösterreichischen Kernaktionär. Die Raiffeisenlandesbank
(RLB) Oberösterreich und die Oberbank hätten in Verhandlungen mit ihm
einem Vertrag über ein Vorkaufsrecht des Landes für ihre derzeitigen
Voest-Anteile zugestimmt. Zusammen mit der geplanten Aufstockung der
Mitarbeiterbeteiligung auf über 10 Prozent wäre damit schon jetzt die
Sperrminorität gesichert.
Pühringer will zusätzlich dafür eintreten, dass Landesunternehmen
wie die Energie AG und die Hypo-Bank sich am Verkauf von
Voest-Anteilen über die Börse beteiligen. Das Land werde zudem auch
eine Wandelanleihe zeichnen.
Der Kärntner Landeshauptmann Haider hält im Gegensatz zur
oberösterreichischen FPÖ nichts davon, dass das Land Oberösterreich
Anteile an der voestalpine erwirbt. In diesem Fall hätte man die
jetzt zum Verkauf anstehenden Anteile überhaupt gleich im Eigentum
des Staates belassen können, meinte Haider.
Der geschäftsführende SPÖ-Klubchef Cap unterstützt wiederum
"vollinhaltlich" den Vorschlag seines oberösterreichischen
Parteikollegen Erich Haider, aus Mitteln des oberösterreichischen
Infrastrukturfonds voest-Aktien zu kaufen. Die Belegschaftsvertretung
würde eine Beteiligung des Landes Oberösterreich am Unternehmen
begrüßen.
(Schluss) ck
© SN/APA.
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