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DATEN & FAKTEN
Armutsfalle Handy
Gewarnt wird seit langem, von der Armutskonferenz, von den Konsumentenschützern, von den Schuldnerberatern. Trotzdem werden die Zahlen Jahr für Jahr bedenklicher: Immer mehr junge Leute sind hoffnungslos verschuldet - und immer öfter ist es das pausenlose Telefonieren am Handy, das sie in diese Situation gebracht hat. In Extremfällen schulden junge Leute den Telekom-Gesellschaften mehr als 10.000 Euro, im Schnitt sollen es Beträge um rund 1000 Euro sein.
Spaß - und die Folgen
Speziell bei den Jungen ist es - abseits des gerade bei ihnen nach wie vor fehlenden G'spürs für den Euro - oft der nicht oder falsch eingeschätzte Preis ihres Vergnügens, der sie dann teuer zu stehen kommt: Handy, Auto, Freizeitspaß, Urlaub, zu teure Wohnung. Unterdessen ist jeder achte "Kunde" des Inkassoverbandes noch keine 25 Jahre alt, bei manchen Schuldnerberatungen machen die Jungen schon etwa ein Fünftel der Kundschaft aus. Beigetragen zu dem massiven Anstieg der jungen Schuldner hat freilich auch, dass man seit Mitte 2001 bereits mit 18 statt mit 19 volljährig - und damit ein Jahr früher voll geschäftsfähig ist. Viele junge Leute sind mit 18 aber ganz offensichtlich nicht in der Lage, mit dem eigenen Geld umzugehen.
Selbsteinschätzung
In einem IMAS-Report (vom August 2003) bekennen 23 Prozent der 16- bis 29-jährigen Befragten, dass sie "keine gute Hand fürs Geld" haben. Bei 21 Prozent ist das Gehaltskonto häufig überzogen. Ein Drittel der weiblichen Befragten ab 20 gab an, Schulden oder einen Kredit zu haben. Bei den 20- bis 24-jährigen Männern gaben neun Prozent an, verschuldet zu sein, 19 Prozent haben einen Kredit laufen.
Privatkonkurs
Die Schuldnerberatungen aller Bundesländer melden für 2003 einen beträchtlichen Zuwachs an Hilfssuchenden - um im Schnitt fast 20 Prozent. Das deckt sich mit dem Anstieg der Privatkonkurse: Österreichweit gingen im vergangenen Jahr um mehr als 18 Prozent mehr Private in Konkurs als im Jahr davor. i. b.
© SN/APA.
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