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DATEN & FAKTEN
Auch für Männer
wird die Scheidung gar nicht so selten zur Armutsfalle. Und: Sie ist in ihrem Fall eine der größten Ursachen für Obdachlosigkeit. Die letzte umfassende Studie über die Gründe von männlicher Wohnungslosigkeit (1997/98, fast 3000 Befragte) förderte zu Tage, dass die Scheidung bei 22 Prozent der obdachlosen Männer Ursache oder Mitursache für den Wohnungsverlust war. Eine kleinere Untersuchung der Caritas Oberösterreich im Herbst 2001 ergab, dass 50 Prozent der Obdachlosen auch durch die drückenden Unterhaltslasten in diese Lage gekommen seien.
Für Scheidungsväter
wird es tatsächlich dann besonders knapp, wenn sie nur wenig oder nur durchschnittlich verdienen und für mehrere Kinder Unterhalt zu bezahlen haben - dann rutschen sie relativ schnell an oder sogar unter die "Armutsgefährdungsgrenze". Ein realistischer Fall: Vater verdient 1200 Euro, 550 Euro bezahlt er für die zwei Kinder, ihm bleiben 650 Euro für Wohnung und Leben. Passiert nun ein Unglück - Arbeitsplatzverlust, Krankheit - entsteht eine für alle fürchterliche Situation: Der Vater kann den Unterhalt nicht mehr leisten, die Mutter ist auf das Geld für die Kinder aber meist dringend angewiesen. i. b.
© SN/APA.
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